Anwendung
Minimal- und Maximal-
drehzahl
Regelung der Heizkreis-
pumpe
40/130
Siemens Building Technologies
HVAC Products
11.2.5 Drehzahlvariable Pumpensteuerung
Der RVD230 verfügt über einen pulsweitenmodulierten Ausgang, der zur drehzahlvari-
ablen Steuerung einer Pumpe dient. Reglerintern wird für die Pumpe auf Grund der
Temperaturverhältnisse die ideale Drehzahl berechnet. Auf der Bedienzeile 57 wird die
Pumpe definiert, die drehzahlvariabel gesteuert werden soll. Das kann sein:
Einstellung Klemme Einsatz als
1
Q1
Heizkreispumpe
2
Q2
Heizkreispumpe in Anlagentyp 7–2,
Speicherladepumpe bei Durchflussspeichern in Anlagentyp 3–
7
3
Q3
Zwischenkreispumpe bei Registerspeichern
4
Q4
Speicherladepumpe bei Duchflussspeichern
Im Handbetrieb läuft die drehzahlgesteuerte Pumpe auf der Nenndrehzahl.
Die Zwischenkreispumpe bei Duchflussspeichern und die Zirkulationspumpe K6 wer-
den nicht drehzahlgesteuert.
Wird der pulsweitenmodulierte Ausgang einer Pumpe zugeordnet, die im betreffenden
Anlagentyp nicht vorhanden ist, bleibt er auf 0 %.
• Auf Bedienzeile 58 muss die minimale Drehzahl in % der Nenndrehzahl eingestellt
werden. Sie ist so tief wie möglich zu wählen; sie muss aber so hoch sein, dass alle
Verbraucher genügend versorgt werden. Das der Pumpe zugeordnete Relais arbei-
tet weiterhin parallel und kann verwendet werden, um die Pumpe bei Nichtgebrauch
ganz abzuschalten.
Der Einstellbereich liegt zwischen 0 und dem auf Bedienzeile 59 eingestellten Wert.
• Auf Bedienzeile 59 muss die maximale Drehzahl in % der Nenndrehzahl eingestellt
werden.
Ist aufgrund der hydraulischen Auslegung eine Reduktion der maximalen Förderhö-
he notwendig, soll das über eine Reduktion der maximalen Drehzahl realisiert wer-
den, da dadurch Pumpenstrom eingespart wird.
Falls die Pumpe mit der Nennleistung arbeiten darf, wird die maximale Drehzahl auf
100 % belassen.
Der Einstellbereich liegt zwischen dem auf Bedienzeile 58 eingestellten Wert und
100 %.
Die Regelung der Heizkreispumpe wird anhand nachfolgender Graphik dargestellt. Sie
zeigt den Verlauf von Drehzahl, Vorlauf- und Rücklauftemperatur in Abhängigkeit der
Aussentemperatur.
Im oberen Aussentemperaturbereich (Bereich 1; im Beispiel T
Pumpendrehzahl auf der minimalen Drehzahl belassen, bis die Vorlauftemperatur ge-
mäss Heizkennlinie den maximalen Vorlauftemperatursollwert T
de (Betriebspunkt C).
Im unteren Aussentemperaturbereich (Bereich 2; im Beispiel T
nach die Vorlauftemperatur konstant auf T
wird kontinuierlich erhöht, bis sie die eingestellte Maximaldrehzahl erreicht hat (Be-
triebspunkt A; T
= –10 °C).
A
Die Heizleistung im Betriebspunkt A ist gleich hoch wie jene, die im Betriebspunkt B
resultieren würde (Vorlauftemperatur gemäss Heizkennlinie, minimale Drehzahl).
Basisdokumentation RVD230
11 Funktionsblock Anlagekonfiguration
= 20...–5 °C) wird die
A
Vmax
= –5...–10 °C) wird da-
A
gehalten. Die Pumpendrehzahl jedoch
Vmax
überschreiten wür-
CE1P2383de
14.04.2004