Mitteldruck-Schraubenspindelpumpen
Montage
Inbetriebnahme
Wartung
Mitteldruck-
Schraubenspindelpumpen
Allgemeines
Schraubenspindelpumpen sind rotie-
rende Verdrängerpumpen mit guter
Saugfähigkeit, einsetzbar für schmie-
rend wirkende Medien.
1. Anwendungsrichtlinien
1.1 Wellenabdichtung für
Normalausführung
Dichtungstype
Zulaufdruck
max.
Radialdichtringe 0,5 bar
Packungsringe
3 bar
Gleitringdichtung 5 bar
1.2 Überdruckventil
Das Überdruckventil schützt die Pumpe
vor Überlastung, als Druckregelventil
nicht geeignet. Es ist unbedingt erfor-
derlich, wenn sich ein Absperrorgan in
der Druckleitung befindet. Der standard-
mäßig eingestellter Druck liegt, wenn
bei Bestellung nicht ausdrücklich
anders verlangt bei Niederdruckpum-
pen (Reihe N) bei ca. 6 bar, Mitteldruck-
pumpen (Reihe M) ca. 40 bar oder 10%
über angegebenem Betriebsdruck wie
bei der C-Reihe. Drehen der Verstell-
schraube im Uhrzeigersinn = Drucker-
höhung.
2. Montage
2.1
Anlagenseitige Teile reinigen (kein
Schmutz bzw. lose Festkörper in den
Leitungen!) Leitungen (Flansche) span-
nungsfrei montieren. Durchflußrichtung
sowie mögliche Wärmedehnungen der
Rohrleitungen beachten.
2.2
Pumpenaggregat bzw. Grundrahmen
spannungsfrei befestigen.
2.3 Kupplung
Motor- und Pumpenwelle müssen fluch-
ten. Axialspiel zwischen den Kupp-
lungshälften ca. 1,5 mm; Einheit
Pumpenwelle-Kupplung-Motorwelle
muß sich nach der Montage von Hand
drehen lassen. Montage der Kupplungs-
hälften: Aufschieben (schlagen nicht
zulässig) in angewärmtem Zustand
(min.100°C); Kunststoffkupplungen kalt
aufpressen.
24
2.4
Pumpen- und Motordrehsinn prüfen und
vergleichen. Motor über Motorschutz-
schalter schützen.
3. Inbetriebnahme
3.1
Die Pumpe darf nicht trockenlaufen! Vor
der ersten Inbetriebnahme der Pumpe
mit Medium auffüllen; saug- und druck-
seitige Absperrorgane öffnen! Das
Medium muß frei sein von festen
Bestandteilen.
Temperatur
max.
3.2
80°C
Bei heißen Medien (über 100°C) Pumpe
150°C
vor dem Anfahren aufheizen (Pumpen-
150°C
heizung); Achtung: Das in der Pumpe
und Leitungen befindliche Medium muß
sich beim Aufheizen frei ausdehnen
können (wegen Entwicklung von unzu-
lässigen Drücken bei eingeschlosse-
nem Medium).
3.3
Zähflüssige Medien, welche durch Auf-
heizen erst pumpfähig werden, müssen
in der Pumpe und in den Leitungen auf-
gewärmt werden (Pumpenheizung
sowie Begleitheizung für Leitungen).
Achtung: Wärmedehnung des Medi-
ums (siehe oben).
Bei Förderung von schwerem Heizöl
muß ein Kaltstart der Pumpe unbedingt
vermieden werden (Pumpenheizung
vorsehen); da hierdurch die Wellendich-
tung beschädigt werden kann.
3.4
Beim ersten Anfahrvorgang Drucklei-
tung entlüften.
3.5
Abschalten der Pumpe: Verbleibender
statischer Druck in der Druckleitung darf
zulässigen Zulaufdruck nicht über-
schreiten; gegebenenfalls Entlastung
der Pumpe durch druckseitiges Rück-
schlagventil erforderlich, da dieser
Druck die Wellendichtung belastet und
beschädigen könnte. Dasselbe gilt für
Parallelbetrieb mehrerer Pumpen.
4. Wartung
Eine besondere Wartung der Schrau-
benspindelpumpen ist nicht erforderlich.
Bei Schaden an der Pumpe bzw. an der
Anlage kann Medium austreten. Um
Folgeschäden zu vermeiden, sollten
entsprechende Warngeräte installiert
werden.