Inbetriebnahme Leichtöl
Kontrolle
Funktion des stufenlos
regulierenden Leichtölbrenners
Das Leichtöl wird durch eine Ölförder-
pumpe über die Ringleitung, den Gas-
Luftabscheider bzw. den Tagesölbehäl-
ter der Hochdruckpumpe zugeführt.
Das Leichtöl wird über das Druckregu-
lierventil und das Spülventil auf dem
Ölregelblock gespült. Beim Schließen
dieses Spülventils baut sich der Öldruck
auf und öffnet die hydraulischen Kugel-
absperrungen im Vorlauf und Rücklauf.
Das nach der Hochdruckpumpe einge-
baute Druckregulierventil (im Ölblock)
hält im Überströmprinzip den Öldruck
von ca. 28 - 30 bar konstant.
Das Düsengestänge hat 2 Anschlüsse,
den Ölvorlauf und den Ölrücklauf.
Es kommen wahlweise zwei Gerätety-
pen zum Einsatz, das Gestänge RDN/
RDG und das MAT-Gestänge.
Bei Leichtöl können die Vorlauf- und
Rücklaufmagnetventile gleichzeitig
betätigt werden.
Nach Öffnen der Düsennadel im Düsen-
gestänge wird der Öldruck über einen
Ölregler im Rücklauf geregelt (Minimal-
leistung ca. 3-5 bar - Maximalleistung
ca.16-18 bar).
Wird der Verbundregler auf max. Lei-
stung gebracht, wird der Öldruck auf ca.
16-18 bar erhöht (max. Leistung der
Düse). Diese Leistung muß gemäß dem
Düsenleistungsdiagramm der Nennlei-
stung des Wärmeerzeugers entspre-
chen.
Parallel zur Ölmengenregelung erfolgt
über die Luftstellkurve des Verbundreg-
lers die genaue Zuordnung der erforder-
lichen Luftmenge zur Verbrennung der
jeweiligen Ölmenge.
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Vor der erstmaligen Inbetriebnahme
der Anlage müssen folgende Kon-
trollen durchgeführt werden:
- Betriebsvorschriften des Kesselher-
stellers beachten. Der Kessel muß
betriebsfertig montiert sein.
- Ausreichende Wasserfüllung der Heiz-
anlage
- Die komplette Anlage ist auf die rich-
tige Verdrahtung zu prüfen.
- Überprüfung der Drehrichtung des
Lüfter- bzw. Pumpenmotors.
- Kontrolle der Drehrichtung des Lüfter-
bzw. Pumpenmotors (Direktschal-
tung) wird durch kurzes Betätigen
bzw. Drücken des Schaltschützes vor-
genommen.
Bei Stern-Dreieckschaltung müssen
Netz- und Sternschütz gleichzeitig
betätigt werden.
Die richtige Drehrichtung der Ölpumpe
kann am eingeprägten Richtungspfeil
festgestellt werden.
- Richtige Einstellung der Temperatur-
bzw. Druckregler, Begrenzer, Sicher-
heitswächter und elektr. Endschalter.
- Entlüftung der brennstoffführenden
Leitungen und Pumpen.
- Ist Öl im Tank, Leitungen und Pumpen
ist die richtige Öldüse eingesetzt.
- Dichtheitskontrolle der gesamten
Ölhydraulik.
- Sind Abgaswege geöffnet und ist die
Frischluftzufuhr gewährleistet.
- Brenner in Startstellung: Luftklappe
"Zu"-Position
- Feuerungsautomat entriegelt und in
Ausgangsstellung.
Inbetriebnahme Öl
- Alle Absperrventile am Ölversor-
gungssystem öffnen, Pumpen mit Öl
füllen.
- Manometer / Vorlauf, Vakuummeter
Pumpen etc. montieren.
- Ringleitung, wenn vorhanden mit Öl
befüllen, und in Betrieb nehmen.
Achtung!
Das hydraulische System ist vom Werk
aus mit Prüföl gefüllt. Dies kann bei
Erstinbetriebnahme zu Zündschwierig-
keiten führen. Zur Schonung der Pumpe
ist bei Werksauslieferung der Öldruck-
regler entlastet, das heißt, es ist nur ein
geringer Druck eingestellt.
Bei Brenner-Inbetriebnahme ist der
Öldruck langsam auf den Betriebsdruck
zu erhöhen.
Vor der ersten Brennstoffreigabe
muß eine Funktionsprüfung des
Brenner-Programmablaufes durch-
geführt werden.
Hubmagnet für Düsennadel bzw.
Magnetventile vor und nach Düsenge-
stänge abklemmen (siehe Elektro-
schaltplan).
Brenner starten und Programmablauf
auf Folgerichtigkeit der Inbetriebset-
zung kontrollieren.
1.
Spülvorgang über Ölblock
2.
Gebläse
3.
Luftklappe Vorbelüftung
(Endschaltereinstellung prüfen)
4.
Luftdruckkontrolle
5.
Luftklappe Startlast
(Endschaltereinstellung prüfen)
6.
Zündung (ggf. Zündgasventile)
7.
Brennstoffventile
8.
Störabschaltung nach Ablauf der
Sicherheitszeit (siehe Feuerungs-
automat)
9.
Feuerungsautomat entriegeln