RETeval Flimmer-Option
Flimmertestergebnisse
Nach erfolgreichem Abschluss des Tests werden die Ergebnisse
am RETeval -Elektroretinographen angezeigt. Es ist beachten,
dass sich die implizierte Zeit mit der Blitzintensität stark ändert.
Wird bei der klinischen Interpretation auf die Literatur
verwiesen, ist es wichtig, dass Ihre Tests mit der gleichen
Blitzintensität und Hintergrundbeleuchtungsstärke durchgeführt
werden. Nach dem ISCEV-Standard sollte jedes Labor typische
Referenzwerte für eigene Geräte, Aufzeichnungsprotokolle und
Patientenpopulationen festlegen oder untermauern.
Nach dem Test wird eine Ergebnisauswertung angezeigt, siehe nebenstehende
Abbildung.
Ergebnisse aus der Vergangenheit können im Hauptmenü unter der Option Ergebnisse
abgerufen werden. Scrollen Sie durch die Liste, um das gewünschte Testergebnis
auszuwählen.
Die Ergebnisse werden in chronologischer Reihenfolge gespeichert
(jüngste Ergebnis zuerst). Dabei werden die oben gezeigte Zusammenfassung und der
Stimulus sowie die elektrischen Amplituden und Wellenformen, die von den
Sensorstreifen für jedes Auge bei jedem Schritt aufgezeichnet wurden, angezeigt. Bei der
elektrischen Wellenform werden zwei Zeiträume angezeigt. Die Lichtblitze zur Netzhaut-
Stimulation sind zum Zeitpunkt = 0 ms und in der Nähe des Zeitpunkts = 35 ms
aufgetreten.
Anhand von Amplituden- und Zeitmessungen werden sowohl die
Grundschwingung der Antwort (d.h. die am besten passende Sinuskurve) als auch die
gesamte Wellenform wiedergegeben, weil die wissenschaftliche Literatur beide
Methoden unterstützt.
Die Grundschwingung liefert der Literatur zufolge für die
Behandlung von Ischämiepatienten genauere Ergebnisse (Severns, Johnson, and Merritt
1991) und ist robuster gegenüber der Beleuchtung, die der Patient vor dem Test
ausgesetzt war (McAnany and Nolan 2014), während die Verwendung der gesamten
Wellenform dem ISCEV-Standard entspricht (McCulloch et al. 2015) und in einigen Fällen
eine größere diagnostische Aussagekraft hat (Maa et al. 2016). Die schwarze Kurve gibt
die elektrische Reaktion des Auges auf das flimmernde Licht an. Die rote gestrichelte
Kurve (wenn vorhanden) stellt die Grundschwingung der elektrischen Antwort dar. Die
Amplitude wird als Spitze-Tal-Wert angegeben. Die gestrichelten Linien zeigen die aus
den Wellenformen extrahierten Messwerte an. Wenn Referenzintervalle verfügbar sind,
wird ein rechteckiger Kasten angezeigt, der 95 % der Daten in der visuell normalen
Testpopulation umschließt. Wenn eine Cursor-Messung außerhalb dieses Intervalls liegt,
sind die rechteckigen Boxen daher atypisch.
Atypische Messungen, die mit einer
Krankheit assoziiert sind (lange Zeiten oder kleine Amplituden), werden rot
hervorgehoben (d. h. < 2,5 % für Amplituden oder > 97,5 % für implizite Zeiten).
Messungen, die nahe an der Grenze zur roten Hervorhebung liegen (die nächsten 2,5 %),
werden gelb hervorgehoben.
Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt
Referenzintervalle im Handbuch (ab Seite 62).
RETeval
Benutzerhandbuch
30