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Reteval Flimmer-Option; Flimmerprotokolle - Lkc Technologies Reteval Benutzerhandbuch

Elektroretinograph
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RETeval Flimmer-Option

RETeval Flimmer-Option
Der RETeval Elektroretinograph misst die implizierte Flimmerzeit anhand der zeitlichen
Verzögerung (implizierte Zeit) und der Amplitude der elektrischen Reaktion der Retina
auf Lichtblitze, die auf der Haut unter dem Auge gemessen wird, schnell und präzise.
Durch Pupillengrößenkompensation in Echtzeit und Hautelektroden (Sensorstreifen)
ermöglicht die patentierte Technologie des Geräts Messungen ohne die Verwendung
pupillenweitender Augentropfen. Der gesamte Test eines Patienten sollte weniger als 5
Minuten dauern.
Zwischen der implizierten Flimmerzeit wurde eine Korrelation mit einer Reihe von
Netzhauterkrankungen, wie Retinitis pigmentosa (Berson 1993), Enhanced-S-Cone
Syndrom (Audo et al. 2008), Zentralvenenthrombose (Miyata et al. 2018), diabetischer
Retinopathie (Fukuo et al. 2016, Zeng et al. 2019). festgestellt. Des Weiteren wurde die
implizierte Flimmerzeit bei Untersuchungen von Frühgeburten auf Retinopathia
praematurorum (RPM) (Kennedy et al. 1997) und bei der Identifizierung der
Netzhauttoxizität des krampfunterdrückenden Arzneistoffs Vigabatrin verwendet
(Miller et al. 1999, Johnson et al. 2000, FDA Advisory Committee 2009).
In einem Protokoll-Auswahlmenü kann aus über 10 Flimmeroptionen, einschließlich
einer
vorhergehend
beschriebenes
speziell
für
visusbedrohende
diabetische
Retinopathie entwickelten Variante, ein Testprotokoll gewählt werden.

Flimmerprotokolle

Der RETeval Elektroretinograph unterstützt Untersuchungsverfahren mit Flimmer-ERG.
Zu Beginn jeder Stimulusperiode werden kurze Lichtblitze erzeugt. So wird bei den
vorinstallierten Protokollen beispielsweise eine Stimulusfrequenz von ungefähr 28,3 Hz
verwendet. Die eventuelle Hintergrundbeleuchtung hat eine PWM-Frequenz nahe 1 kHz,
die weit über der kritischen menschlichen Flimmerfrequenz liegt und daher als
gleichmäßige Beleuchtung wahrgenommen wird.
Die vorinstallierten Flimmerprotokolle zeichnen in der Regel für jede Stimuluskondition
über einen Zeitraum zwischen 5 und 15 Sekunden Daten auf und stoppen, sobald ein
präziser
interner
Wert
erreicht
ist.
Einige
Protokolle
haben
mehrere
Stimuluskonditionen, die nacheinander mit einer kurzen (<1 s) Dunkelpause Pause
zwischen den verschiedenen Konditionen angeboten werden. Der Verlauf dieser Multi-
Stimulus-Protokolle kann am Bildschirm verfolgt werden.
Bei vielen dieser Protokolle wird die Netzhaut in konstanter Stärke, angegeben in Troland
(Td), beleuchtet. Diese Protokolle sind in der Benutzerschnittstelle und in den PDF-
Bei diesen Protokollen misst der RETeval-
Berichten mit „Td" gekennzeichnet.
Elektroretinograph die Pupillengröße in Echtzeit und passt die Blitzhelligkeit anhand der
folgenden Formel ständig an, um die gewünschte Lichtmenge unabhängig von der Größe
der Pupille ins Auge zu bringen: Troland = (Pupillenfläche in mm
)(Leuchtdichte in
2
cd/m
). So müssen die Pupillen nicht geweitet werden, um konsistente Ergebnisse zu
2
erzielen. Auch bei der Medikation von Mydriatika erweitern sich die Pupillen auf
unterschiedliche Durchmesser und kann die Konsistenz der Ergebnisse mit Troland-
basierten Stimuli gesteigert werden. Während Troland-basierte Tests die Abhängigkeit
der Ergebnisse von der Pupillengröße verringern, verhindern sekundäre Faktoren wie
der Stiles-Crawford-Effekt und/oder Veränderungen in der Lichtstreuung auf der
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