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Benutzerdefinierte Protokolle - Lkc Technologies Reteval Benutzerhandbuch

Elektroretinograph
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RETeval Flimmer-Option
Netzhaut, dass Troland-basierte Tests von der Pupillengröße völlig unabhängig sind
(Kato et al. 2015, Davis, Kraszewska, and Manning 2017, Sugawara et al. 2020).
Es werden Stimuli mit einer retinalen Blitzlichtstärke von 4, 8, 16 und 32 Td∙s weißes
Licht (1931 CIE x, y von 0,33, 0,33) ohne Hintergrundbeleuchtung erzeugt.
In einigen Fällen kann die Stimuluskompensation der Pupillengröße ungeeignet sein.
Diese Protokolle sind in der Benutzerschnittstelle und in den PDF-Berichten mit „cd"
gekennzeichnet. Wenn der Patient beispielsweise seine Augenlider für das Gerät nicht
weit genug geöffnet halten kann, um die Pupille zu messen, kann es sinnvoll sein, das
Auge durch ein geschlossenes Augenlid zu stimulieren oder den Stimulus einer früheren
Veröffentlichung anzupassen.
Bei der Untersuchung der Anwesenheit einer
Netzhautfunktion kann ein Stimulus mit heller, konstanter Leuchtdichte ausreichen. Von
der Pupillengröße unabhängige Stimuli werden in Form von Leuchtdichte (Einheiten von
cd/m²) oder Blitz-Leuchtdichte (Einheiten von cd∙s/m²) beschrieben. Es werden Stimuli
mit einer Blitz-Leuchtdichte von 1, 3, 10 und 30 cd∙s/m
weißes Licht (1931 CIE x, y von
2
0,33, 0,33) ohne Hintergrundbeleuchtung erzeugt. Zusätzlich wird ein 3 cd∙s/m² weißer
Blitz mit einem 30 cd/m² großen, weißen Hintergrund erzeugt, um den im ISCEV ERG-
Standard beschriebenen Flimmerstimulus zu entsprechen (Robson et al. 2022).
Die Signalverarbeitung für Flimmertests verwendet einen Fourier-basierten Ansatz und
ist beschrieben in Davis, Kraszewska, and Manning (2017).
Bei Hautelektroden wie Sensorstreifen fällt die ERG-Signalamplitude niedriger aus als bei
Hornhautelektroden. Bei ERGs, die mit der aktiven Elektrode auf der Haut aufgezeichnet
werden,
wird
eine
Mittelung
vorgenommen.
Zur
Auswertung
attenuierter,
pathologischer Elektroretinogramme sind Hautelektroden möglicherweise ungeeignet.
Im Hinblick auf einen guten Kontakt, konsistente Elektrodenpositionierung und
akzeptable
Elektrodenimpedanz,
sollten
Benutzer,
die
Elektroretinogramme
aufzeichnen, die technischen Anforderungen der von ihnen gewählten Elektrode
beherrschen.

Benutzerdefinierte Protokolle

Möchten Sie mit einem Protokoll arbeiten, das nicht im Gerät vorinstalliert ist, kann der
RETeval -Elektroretinograph mit benutzerdefinierten Protokollen erweitert werden.
Möchten Sie ein eigenes Protokoll verwenden, erkundigen Sie sich bei LKC (E-Mail:
support@lkc.com) nach den Möglichkeiten.
Zu den Beispielen benutzerdefinierter
Protokolle gehören Wiederholungsmessungen, Randomisierung der Abfolge multipler
Stimuli, Änderungen der Blitzintensität, Frequenz, Farbe und/oder Dauer und Stimuli mit
verlängerter Dauer, wie Ein-Aus, ansteigende und sinusförmige Stimuli.
Benutzerdefinierte Protokolle können im Ordner Protocols auf dem Gerät gespeichert
werden. Die vorinstallierten Protokolle können am Gerät im Ordner EMR/built-in
protocols betrachtet werden und den Ausgangspunkt für die Erstellung eigener
benutzerdefinierter Protokolle bilden. Protokolle werden in der Programmiersprache
Lua, die alle Funktionen bietet, geschrieben.
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