6.8
Regelung von Luft/Brennstoff
Die Synchronisierung von Luft/Brennstoff erfolgt über die
entsprechenden Luft-, Gas- und Heizölstellantriebe anhand einer
Speicherung einer Einstellkurve über den elektronischen Nocken.
Zur Vermeidung von Druckverlusten und für einen größeren
Einstellbereich wird empfohlen, die Stellantriebe auf die
verwendete maximale Leistung und so nah wie möglich an der
maximalen Öffnung (90°) einzustellen.
Die
Luftflussregelung
Verbrennungsdurchsatz
Flammkopfeinstellung („Flammkopfeinstellung" auf Seite 24).
An der Gasdrossel erfolgt die Drosselung des Brennstoffs, bei
vollständig geöffnetem Stellantrieb, je nach geforderter Leistung
über den an der Gasarmatur angebrachten Druckstabilisator.
6.8.1
Lufteinstellung für maximale Leistung
Den Stellantrieb muss auf die maximale Öffnung (nahe 90°)
eingestellt werden, sodass die Luftdrosseln komplett
geöffnet sind.
6.8.2
System zur Regelung von Luft / Brennstoff
und Leistungsmodulation
Das System zur Einstellung von Luft / Brennstoff und zur
Modulation der Leistung, mit dem die Brenner der Serie RLS/E MX
ausgestattet sind, setzt eine Reihe integrierter Funktionen zur
vollständigen Optimierung des Brenners hinsichtlich Energie und
Betrieb um, d. h. sowohl im Einzelbetrieb als auch im kombinierten
Betrieb mit anderen Geräten (z. B. Heizkessel mit doppelter
Brennkammer oder mehrere, parallel geschaltete Generatoren).
Die zum System gehörenden Grundfunktionen steuern:
1
die Dosierung von Luft und Brennstoff durch Positionierung
der entsprechenden Ventile mit direkter Servosteuerung
unter Ausschluss möglicher Spiele in den Einstellsystemen
mit Hebelsystemen und mechanischem Nocken, die bei
herkömmlichen modulierenden Brennern verwendet werden;
2
die Modulation der Brennerleistung je nach der von der
Anlage geforderten Leistung unter Beibehaltung des Drucks
oder der Temperatur des Heizkessels mit den eingestellten
Betriebswerten;
3
Die Abfolge (Kaskadeneinstellung) mehrerer Heizkessel
durch entsprechenden Anschluss der verschiedenen Geräte
und Aktivierung der internen Software der einzelnen
Systeme (optional).
Weitere Schnittstellen und Funktionen zum Datenaustausch mit
dem Computer, zur Fernsteuerung oder Integration in zentrale
Überwachungssysteme sind je nach der Anlagenkonfiguration
erhältlich.
Das erste Anfahren, wie auch alle weiteren Arbeiten
zur inneren Einrichtung des Regelsystems oder zur
Erweiterung der Grundfunktionen erfordern den
Zugang mittels Kennwort und sind dem Personal
ACHTUNG
des technischen Kundendienstes vorbehalten.
Dieses verfügt über eine spezielle Ausbildung zur
internen Programmierung des Gerätes und zur
spezifischen, mit diesem Brenner umgesetzten
Anwendung.
6.8.3
Brennereinstellung (Gas)
Für die optimale Einstellung des Brenners sollten die Abgase am
Kesselausgang analysiert werden.
Nacheinander einstellen:
1 - Zündleistung
2 - MAX. Leistung
3 - MIN. Leistung
4 - Zwischen beiden liegende Leistung
5 - Luftdruckwächter
6 - Gas-Höchstdruckwächter
20198110
Inbetriebnahme, Einstellung und Betrieb des Brenners
entsprechend
dem
maximalen
erfolgt
durch
Veränderung
7 - Gas-Mindestdruckwächter
6.8.4
Zündleistung
Die Zündung hat bei einer verringerten Leistung im Vergleich zur
maximalen Betriebsleistung zu erfolgen. Laut Norm muss bei
diesem
Brenner
Betriebsleistung entsprechen oder darunter liegen.
Beispiel:
der
MAX. Betriebsleistung 600 kW.
Die Zündleistung muss gleich oder unter 200 kW bei ts = 3 s sein
Zur Messung der Zündleistung:
Den Flammensensor verdunkeln (der Brenner schaltet sich
ein und geht nach Ablauf der Sicherheitszeit in die
Störabschaltung über);
10 Zündungen mit darauf folgenden Störabschaltungen
durchführen;
am Zähler die verbrannte Gasmenge ablesen:
diese Menge muss dem Ergebnis der folgenden Formel
entsprechen oder darunter liegen, bei ts = 3s:
Qa (max. Brennerdurchsatz) x n x ts
Vg =
Vg
bei den erfolgten Zündungen abgegebenes Volumen (Sm
Qa
Zünddurchsatz (Sm
n
Anzahl der Zündungen (10)
ts
Sicherheitszeit (Sek)
Beispiel für Gas G20 (9,45 kWh/Sm
Zündleistung 200 kW, die folgendem Wert entspricht:
200
9,45
Nach 10 Zündungen mit Störabschaltung muss der am Zähler
abgelesene Durchsatz gleich oder geringer sein als:
21,16 x 10 x 3
Vg =
3600
Einstellung der Luft
Die Einstellung der Luft erfolgt durch Ändern des Winkels der
Luftklappe, indem die Grade des Stellantriebs der Luft im
Programm des elektronischen Nockens geändert werden.
6.8.5
Maximale Leistung
Die Höchstleistung wird innerhalb des Regelbereichs gewählt
(Abb. 3 auf Seite 10).
Gaseinstellung
Den Gasdurchsatz am Zähler ablesen.
Ein Richtwert kann der Tab. O auf Seite 31 entnommen werden.
Es genügt, den Gasdruck am Manometer (dargestellt in Abb. 24
auf Seite 27) abzulesen und die auf Seite 27 gegebenen
Angaben zu befolgen.
–
Falls er herabgesetzt werden muss, den Austrittsgasdruck über
den unter dem Gasventil angeordneten Druckregler verringern.
–
Falls er erhöht werden muss, den Gasdruck am Austritt über
den Regler erhöhen.
Einstellung der Luft
Falls nicht erforderlich, die Grade des Stellantriebs der Luft ändern.
6.8.6
Mindestleistung
Die Mindestleistung wird innerhalb des Regelbereichs gewählt
(Abb. 3 auf Seite 10).
36
D
die
Zündleistung
1/3
3600
3
/h)
3
):
3
= 21,16 Sm
/h
3
= 0,176 Sm
der
höchsten
3
)