2 Übersicht über das Produkt
Der Sicherheitslaserscanner der Bauform SX ist eine berührungslos wirkende Schutzeinrichtung (ESPE). Er verwendet
aktive optoelektronische diffuse Reflexion nutzende Schutzeinrichtungen (AOPDDR) gemäß der Begriffsbestimmung und
den Anforderungen der internationalen Sicherheitsnorm IEC 61496-3. Bei der optischen Strahlung handelt es sich um
einen Infrarot-Laser der Klasse 1, der innerhalb des Geräts erzeugt wird.
Wenn das Gerät an einer Maschine, die eine Gefahr für Personenschäden birgt, angebracht wird, liefert es Schutz durch
die Wiederherstellung sicherer Maschinenbedingungen, bevor eine Person die Gefahrenpunkte erreicht.
Funktionsprinzip: Der unsichtbare Laserstrahl erzeugt einen zweidimensionalen Sicherheitsbereich, der durchquert wer-
den muss, um die Gefahrenpunkte zu erreichen. Auf diese Weise kann die gefährliche Bewegung der Maschine stillge-
setzt werden, bevor eine Person den Gefahrenpunkt erreicht.
Der Sicherheitsbereich kann horizontal oder vertikal sein und durch Verwendung einer grafischen Benutzeroberfläche
kann seine Form kann je nach Anwendungsbedarf geplant werden.
Der Strahl wird mit kurzen Impulsen ausgesendet, die von den Objekten im Sicherheitsbereich reflektiert werden. Das
Gerät berechnet den Abstand zu dem Objekt, indem es das Zeitintervall zwischen der Übertragung des Impulses und
dessen Empfang nach der Reflexion misst (Lichtlaufzeitprinzip).
Der Sicherheitsbereich wird von einem Spiegel abgetastet, der die Lichtimpulse in einem Bereich von 275° um das Gerät
herum durch eine Drehung bei konstanter Geschwindigkeit ablenkt. Auf diese Weise können alle undurchsichtigen Ob-
jekte einer bestimmten Größe im Sicherheitsbereich erfasst werden.
Innerhalb des Erfassungsbereichs des Scanners können zwei Bereiche gleichzeitig überwacht werden: Der eine ist die
Sicherheitszone, die verwendet wird, um Personal oder Objekte zu erfassen, die den Gefahrenbereich betreten; der an-
dere ist die Warnzone, die mit einer größeren Entfernung als eine Sicherheitszone festgelegt werden kann, sodass eine
Konfiguration in der Lage ist, Objekte zu erfassen, die sich der Sicherheitszone nähern. Es können auch Konfigurationen
mit einer Sicherheitszone und zwei verschiedenen Warnzonen erstellt werden.
Es sind einfache (Standard-) und kaskadierbare (Master- und Remote-)Systeme verfügbar.
Der Scanner schaltet seine Sicherheitsausgänge nur ein, wenn die Sicherheitszone frei von Hindernissen ist. Dies ge-
schieht entweder automatisch oder nach einem manuellen Wiederanlauf- (Reset-)Signal, je nach Betriebsart.
Wenn für einen Scanner in der Konfiguration die externe Geräteüberwachungsfunktion (EDM) ausgewählt wurde, ist kein
externer Kontroller erforderlich. Diese Funktion gewährleistet die nach der US-Norm für Steuerungszuverlässigkeit und
ISO 13849-1 Kategorie 3 und PL d für die Steuerung von Endschaltgeräten (FSDs) oder primären Maschinensteuerele-
menten (MPSEs) vorgeschriebene Fehlererkennungsfunktion.
Wenn die EDM-Funktion für einen Scanner nicht ausgewählt wurde (oder dies keine Option ist), sollte er an ein selbstü-
berwachendes Sicherheitsmodul, einen Sicherheitskontroller oder eine Sicherheits-SPS/PES mit der gemäß der Risiko-
beurteilung ermittelten Sicherheitsstufe angeschlossen werden. Für Anwendungen, die die Anforderungen an die Steuer-
ungszuverlässigkeit und/oder ISO 13849-1, Kategorie 3 oder PL d erfüllen müssen, kann beispielsweise ein Sicherheits-
modul vom Typ UM-FA-9A/-11A oder ein Sicherheitskontroller vom Typ SC10-2roe oder XS/SC26-2 verwendet werden.
Schlüssel
Beschreibung
SZ
Maximale Reichweite der Sicherheitszone
WZ
Maximale Reichweite der Warnzone
Abbildung 1. Die maximale Sicherheitszone (5,5 m) und Warnzone (40 m)
Sicherheitszone (SZ)
Warnzone (WZ)
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SX Sicherheitslaserscanner
Reichweite
5,5 Meter
40 Meter
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