2 mm dicken Stahlblech nach DIN 1623, DIN 1298, DIN EN 1856
und entsprechenden Formstücken herzustellen.
Abgasrohre innerhalb der Verkleidung des Kamineinsatzes müssen
mit mindestens 3 cm dicken formbeständigen, nicht brennbaren
Steinfasermatten der Klasse A1 nach DIN 4102 Teil 1, mit einer
Anwendungsgrenztemperatur von mindestens 750 °C bei Prüfung
nach DIN 52271 und einem Bindemittel von nicht mehr als 1,2%
ummantelt werden; anstelle des Maßes 3 cm muss das Maß 6 cm
eingehalten werden, wenn die Verkleidung des Abgassammlers aus
Metall besteht.
Dies gilt nicht, soweit das Verbindungsstück zur konvektiven Er-
wärmung der Raumluft bestimmt ist.
ANMERKUNG:
Anforderungen an das Verbindungsstück nach DIN 18160 Teil 2.
5.9 WÄRMEABGABE
Da unterschiedliche Bauarten von Kaminanlagen mit unseren Ka-
mineinsätzen möglich sind, ist eine genaue Planung der Kaminan-
lage durch ein Fachunternehmen unerlässlich. Eine ausreichende
Wärmeabgabe muss sichergestellt werden. Dies kann über Konvek-
tionsluftleitungen in der Verkleidung oder über wärmeabgebende
Verkleidungsteile realisiert werden.
5.9.1 WARMLUFTANLAGEN
Bei Kaminanlagen, die bestimmungsgemäß die Wärme über Kon-
vektion (Warmluftofen, Heizkamin. etc) abführen, sind folgende
Punkte (siehe Anleitung Punkt 5.8) zu beachten:
-
Der Querschnitt für die Lufteintrittsöffnung und für die
Luftausstrittsöffnung (siehe Anleitung Punkt 10.)
-
Bei Verwendung des Konvektionsluftmantels müssen alle
vier Anschlussstutzen belegt werden.
-
Die Luftleitungen müssen aus nicht brennbaren
formbeständigen Baustoffen bestehen
-
In einem Bereich von 30 cm neben und 30 cm über den
Warmluftaustrittsgittern dürfen sich keine brennbaren
Baustoffe und Gegenstände, z.B. Holzdecken, und keine
Einbaumöbel befinden.
5.9.2 GESCHLOSSENE KAMINANLAGEN
Bei Kaminanlagen, die bestimmungsgemäß die Wärmeabgabe über
die äußere Kaminverkleidung (Grundofen, Hypokaustenanlage, An-
lagen mit verschließbaren Konvektionsluftöffnungen etc.) also über
Wärmestrahlung der Verkleidung an die Umgebung abgeben, sind
folgende Punkte unbedingt zu beachten:
•
Die Kaminanlage ist nach den einschlägig bekannten Fachregeln des
KL Handwerks auszulegen und zu erstellen (jetzt neu: TR OL 2006).
•
Wir empfehlen grundsätzlich den Einsatz von ausreichend Speicher-
material (z.B. Magnetherm), um die Wärme optimal zu nutzen und die
Gefahr der Überhitzung in Temperaturspitzen zu vermeiden.
•
Die Ofengröße, d.h. die Größe der wärmeabgebenden Oberfläche ist
abhängig von der Wärmeleistung und dem Wärmebedarf zu ermitteln!
•
Die Verkleidungsteile sind gemäß den erhöhten Anforderungen auszu-
wählen.
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