DHW 300VD+
Bei Arbeiten an der Warmwasser-Wärmepumpe ist diese
immer spannungsfrei zu schalten.
Bei dem elektrischen Anschluss der Warmwasser-Wärme-
pumpe sind die entsprechenden VDE-, EN- bzw. IEC-Nor-
men einzuhalten. Darüber hinaus sind die technischen An-
schlussbedingungen der Energie-Versorgungsunternehmen
zu beachten.
Diese Wärmepumpe ist gemäß Artikel 1, Abschnitt 2 k) der
EU-Richtlinie 2014/35/EG (Maschinenrichtlinie) für den Ge-
brauch im häuslichen Umfeld bestimmt und unterliegt damit
den Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/35/EU (Nieder-
spannungsrichtlinie). Sie ist damit ebenfalls für die Benut-
zung durch Laien zur Bereitung von Brauchwasser für Lä-
den, Büros und anderen ähnlichen Arbeitsumgebungen,
von landwirtschaftlichen Betrieben und Hotels, Pensionen
und ähnlichen oder anderen Wohneinrichtungen vorgese-
hen.
Dieses Gerät kann von Kindern ab 8 Jahren und darüber
sowie von Personen mit verringerten physischen, sensori-
schen oder mentalen Fähigkeiten oder Mangel an Erfahrung
und Wissen benutzt werden, wenn sie beaufsichtigt oder be-
züglich des sicheren Gebrauchs des Gerätes unterwiesen
wurden und die daraus resultierenden Gefahren verstehen.
Kinder dürfen nicht mit dem Gerät spielen. Reinigung und
Benutzer-Wartung dürfen nicht von Kindern ohne Beauf-
sichtigung durchgeführt werden.
ACHTUNG!
Arbeiten an der Warmwasser-Wärmepumpe dürfen nur von fachkundigen
Personen ausgeführt werden!
Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten!
2
Beschreibung
2.1 Allgemein
Das Lüftungsgerät mit Warmwasser-Wärmepumpe ist für die
kontrollierte Entlüftung von frostfreien Wohnräumen konzipiert
und nutzt zur Wärmerückgewinnung die Wärme der Abluft für die
Warmwasserbereitung. Die Luftführung erfolgt mittels Luftka-
näle.
Der Anschluss von Dunstabzugshauben an das Lüftungssystem
ist nicht zulässig. Weiterhin ist das Lüftungsgerät nicht zur Bau-
werkstrocknung vorgesehen.
Über ein Luftkanalsystem wird verbrauchte Luft in den Räumen
mit der größten Belastung an Feuchtigkeit und Gerüchen als Ab-
luft abgesaugt und nach außen als Fortluft abgeführt. Ab-
lufträume sind z.B. Bad und Küche. Gleichzeitig wird über dezen-
trale Nachströmöffnungen frische Außenluft in Zulufträume
eingebracht.
In der Regel stellen Flure sogenannte Überströmbereiche dar, in
denen die Luft aus den Zuluft- in die Ablufträume strömt. Für ein
ungehindertes Überströmen dienen unterschnittene Türen oder
Überströmgitter.
Der innere optionale Wärmetauscher ist für den Anschluss an
einen zusätzlichen Wärmeerzeuger geeignet, wie Heizkessel
oder Solaranlage. Die Geräte sind serienmäßig mit einer Elektro-
heizung (1,5 kW) ausgerüstet.
Maßgebend für den Energiebedarf und die Aufheizdauer für die
Warmwasserbereitung ist die Temperatur der angesaugten Luft
der Wärmequelle und die Warmwassertemperatur.
www.gdts.one
Mit fallender Ablufttemperatur sinkt die Wärmepumpenheizleis-
tung und es verlängert sich die Aufheizdauer. Für einen wirt-
schaftlichen Betrieb sollte die Luftansaugtemperatur 15 °C nicht
dauerhaft unterschreiten.
Die Elektroheizung erfüllt folgende Funktionen:
Zusatzheizung
Mit der Taste "Boost" kann für eine einstellbare Dauer die
Warmwasserbereitung mit Unterstützung der Elektrohei-
zung erfolgen.
Einsatzgrenze
Sinkt die Lufteintrittstemperatur unter -7 ±1,0 °C, schaltet
sich die Elektroheizung oder der bivalente Betrieb automa-
tisch ein und erwärmt das Wasser bis zur eingestellten
Warmwassersolltemperatur.
Notheizung
Bei einer Störung der Wärmepumpe kann durch die Elektro-
heizung oder den bivalenten Betrieb die Warmwasserver-
sorgung aufrecht erhalten werden.
Thermische Desinfektion
An der Bedienfeldtastatur können im Menüpunkt thermische
Desinfektion ein Zeitprogramm und Wassertemperaturen
über 60 °C (bis 85 °C) programmiert werden.
Nacherwärmung
Wassertemperaturen über 60 °C werden mit der Elektrohei-
zung oder mit dem zweiten Wärmeerzeuger erreicht.
HINWEIS
Bei
Warmwassertemperaturen
abgeschaltet, und die Warmwasserbereitung erfolgt über die
Elektroheizung oder den zweiten Wärmeerzeuger. Werkseitig ist der
Heizstabregler auf 65 °C eingestellt.
2.2 Kältemittelkreislauf
(Funktionsprinzip der
Wärmepumpe)
Der Kältemittelkreislauf ist ein geschlossenes System in dem
das Kältemittel R134a als Arbeitsmittel fungiert. Im Lamellentau-
scher wird der angesaugten Luft bei niedriger Verdamp-
fungstemperatur die Wärme entzogen und an das Kältemittel
übertragen. Das dampfförmige Kältemittel wird von einem Ver-
dichter angesaugt und auf ein höheres Druck-/Temperaturniveau
verdichtet und zum Verflüssiger transportiert, wo die im Ver-
dampfer aufgenommene Wärme und ein Teil der aufgenomme-
nen Verdichterenergie an das Wasser abgegeben wird. An-
schließend wird der hohe Verflüssigungsdruck mittels eines
Drosselorgans (Expansionsventil) bis auf den Verdampfungs-
druck entspannt und das Kältemittel kann im Verdampfer wieder
Wärme aus der angesaugten Luft aufnehmen.
451905.66.07 · FD 9908
Deutsch
> 60 °C
wird
die
Wärmepumpe
DE-3