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7.3 Funktionen
7.3.1 Zeitprogramme
Absenkung
Durch das Einstellen von Absenkzeiten, kann der Betrieb der
Warmwasserbereitung gesperrt werden. Es sind zwei unabhän-
gige Absenkzeiten programmierbar. Die einzelnen Absenkzeiten
werden aktiviert, sobald der Stunden- oder Minutenwert ungleich
Null ist. Während der Absenkzeiten wird der Speicher auf Ab-
senktemperatur gehalten. Die Funktionen Solarthermie, Nutzung
von Strom aus Photovoltaikanlagen und Boost (Schnellheizen)
sind während einer Sperrzeit mit den jeweils eingestellten Soll-
werten möglich.
Silent-Betrieb
Ist die Funktion Silent aktiv, erfolgt der Wärmepumpenbetrieb zur
Warmwasserbereitung mit einem geringeren Luftvolumen zur
Minderung der Schallentwicklung durch den Ventilator.
Es können zwei unabhängige Zeiträume oder wiederkehrende
Zeitblöcke hinterlegt werden, in denen der Wärmepumpenbe-
trieb mit reduziertem Luftvolumenstrom erfolgt. Dies führt zu
einer längeren Aufheizzeit des Warmwassers.
Vorbeugende thermische Desinfektion
Die Startzeit der vorbeugenden thermischen Desinfektion und
der gewünschte Sollwert müssen eingestellt werden. Die Funk-
tion wird aktiviert, sobald der Stunden- oder Minutenwert un-
gleich Null ist.
Zum Erreichen der eingestellten Solltemperatur wird sowohl die
Wärmepumpe als auch die Elektroheizung von Beginn an einge-
schaltet. Damit wird sichergestellt, dass der geforderte Sollwert
möglichst schnell erreicht werden kann.
HINWEIS
Ist nach 4 Stunden die Solltemperatur nicht erreicht, wird die
vorbeugende thermische Desinfektion abgebrochen. Die eingestellte
Startzeit kann an jedem Wochentag aktiviert werden. Die vorbeugende
thermische Desinfektion sollte nicht nach 20 Uhr gestartet werden, damit
die 4 Stunden zur Verfügung stehen.
7.3.2 Elektroheizung
Die integrierte Elektroheizung kann zur Unterstützung des
Wärmepumpenbetriebs verwendet werden. Die Elektroheizung
wird automatisch eingeschaltet, wenn die Warmwasser-Solltem-
peratur im Wärmepumpenbetrieb innerhalb der eingestellten
Verzögerungszeit nicht erreicht wird. Im ECO Modus wird die
Elektroheizung nur angefordert, wenn die Einsatzbereiche der
Wärmepumpe verlassen werden und kein 2. Wärmeerzeuger
vorhanden ist. Dies ist z.B. der Fall, wenn die Lufteintrittstempe-
ratur unter-/überschritten wird. Über die Taste "Boost" kann für
eine einstellbare Dauer die Warmwasserbereitung mit Unterstüt-
zung der Elektroheizung erfolgen.
Ist die Lufttemperatur größer als -7 °C, ist die Elektroheizung ge-
sperrt. Nur für die Boost-Funktion (Schnellheizen) kann sie auch
oberhalb der -7 °C-Grenze manuell eingeschaltet werden.
7.3.3 Zweiter Wärmeerzeuger
Mit Hilfe des integrierten Rohrwärmetauschers (1 m²) kann ein
vorhandener Wärmeerzeuger zur Aufheizung des Speichers ge-
nutzt werden. Die Nutzung eines 2.Wärmerzeugers muss im
Menü aktiviert werden. Er wird dann angefordert, wenn die Ein-
satzbereiche der Wärmepumpe verlassen werden. Dies ist der
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Fall, wenn die untere oder obere Lufteintrittsgrenze oder der
Warmwasser-Sollwert über der erreichbaren Temperatur im
Wärmepumpenbetrieb liegt (z.B. vorbeugende thermische Des-
infektion). Der 2.Wärmeerzeuger hat in diesem Fall Vorrang vor
der Elektroheizung in der Wärmepumpe. Beim Aktivieren des 2.
Wärmeerzeugers kann abweichend von der unteren Einsatz-
grenze der Lufttemperatur zusätzlich eine Bivalenztemperatur
gewählt werden. Wird diese Temperatur unterschritten, so wird
der Wärmepumpenbetrieb bereits ab der eingestellten Tempera-
tur gesperrt und der 2. Wärmeerzeuger genutzt.
Für die Beladung des Speichers über den Zusatzwärmetauscher
ist eine Umwälzpumpe bauseits erforderlich, die bei Bedarf be-
trieben werden soll. Dazu sind zwei Lösungen möglich:
Ansteuerung einer Umwälzpumpe zur Nutzung des
Wärmetauschers durch vorhandene Warmwasser-
Wärmepumpen-Regelung
Diese Variante empfehlen wir beim Vorhandensein einer steti-
gen Wärmequelle z.B. Pufferspeicher einer Holzheizung wäh-
rend der Nutzung des 2.Wärmeerzeugers.
Der Anschluss der Umwälzpumpe erfolgt an der Klemme X4.
Ansteuerung einer Umwälzpumpe zur Nutzung des
Wärmetauschers durch vorhandene
Kesselregelung
Diese Variante empfehlen wir, wenn neben der Umwälzpumpe
auch ein Kessel für die Erzeugung der Wärme eingeschaltet wer-
den muss. In diesem Fall ist in der Regel ein Fühler der vorhan-
denen Kesselregelung im Speicher der Wärmepumpe erforder-
lich. Der vorhandene Fühler muss elektrisch angeklemmt und
physisch im Gerät verbleiben. Hierzu innerhalb der Dämmung im
Bereich der Elektroheizung aufgerollt verstauen und ggf. die
Sollwerte im Menü verringern. Bild unten zeigt die Position des
auszutauschenden Fühlers R5, der elektrisch an die externe
Kesselregelung angeschlossen wird. Empfohlene Tiefe des Füh-
lers im Rohr: ca. 550 mm.
Einbauposition externer Temperaturfühler für
bivalenten Betrieb
(Darstellung mit demontierter Gerätehaube)
451905.66.07 · FD 9908
DHW 300VD+
www.gdts.one