OSPF
8.2 Prinzipielle Arbeitsweise von
OSPF
OSPF wurde speziell auf die Bedürfnisse von grösseren Netzen
zugeschnitten und bietet eine schnelle Konvergenz sowie eine minimale
Verwendung von Protokollnachrichten.
Das Konzept von OSPF basiert auf der Erzeugung, Aufrechterhaltung und
Verteilung der sogenannten Link-State-Database. Diese Link-State-
Database beschreibt
sämtliche Router innerhalb einer Routing Domäne (Area) und
ihre aktiven Interfaces bzw. Routen,
wie sie miteinander verbunden sind und
die Kosten dieser Verbindungen.
Die Router innerhalb einer Area besitzen eine identische Datenbasis, d.h.
jeder Router kennt die exakte Topologie innerhalb dieser Area.
Jeder Router trägt seinen Teil dazu bei, die entsprechende Datenbasis
aufzubauen, indem er seine lokale Sichtweise als sogenannte Link-State-
Advertisements (LSAs) propagiert. Diese LSAs werden dann an die anderen
Router innerhalb einer Area geflutet.
OSPF unterstützt eine Vielzahl unterschiedlichster Netztypen wie Punkt-zu-
Punkt-Netze (z.B. Packet over SONET/SDH), Broadcast-Netze (Ethernet)
oder Nicht-Broadcast-Netze.
Broadcast-Netze zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere Systeme
(Endgeräte,Switches, Router) am gleichen Segment angeschlossen sind
und somit auch gleichzeitig über Broadcasts/Multicasts angesprochen
werden können.
Prinzipiell führt OSPF folgende Schritte aus, um seine Aufgaben im Netz
wahrzunehmen:
Aufbau der Adjacencys mit Hilfe des Hello-Protokolls
Synchronisation der Link State Database
Routenberechnung
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8.2 Prinzipielle Arbeitsweise von
UM RoutingConfig HiOS-3S RSP
OSPF
Release 6.1 09/2016