OSPF
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Open Shortest Path First (OSPF) ist ein dynamisches Routing-Protokoll auf
Basis des Link-State-Algorithmus. Dieser Algorithmus beruht auf den
Verbindungszuständen (Link-States) zwischen den beteiligten Routern.
Maßgebliche Metrik in OSPF sind die "OSPF Kosten" (OSPF costs), die sich
aus der verfügbaren Bitrate eines Links berechnen.
Entwickelt hat das OSPF der IETF. OSPF ist aktuell als OSPFv2 im RFC
2328 spezifiziert. Neben vielen anderen Vorteilen von OSPF hat die
Tatsache, dass es sich um einen offenen Standard handelt, zur weiten
Verbreitung dieses Protokolls beigetragen. OSPF hat das Routing-
Information-Protokoll (RIP) als das standardmäßige Interior-Gateway-
Protokoll (IGP) in großen Netzen abgelöst.
OSPF bietet einige wesentliche Vorteile:
Kostenbasierte Routing-Metriken: Anders als RIP bietet OSPF
anschauliche Metriken basierend auf der Bandbreite jeder einzelnen
Netzverbindung. OSPF bietet eine große Flexibilität beim Netzdesign,
weil der Benutzer diese Kosten einfach verändern kann.
Routing über mehrere Pfade (Equal cost multiple path/ECMP): OSPF hat
die Fähigkeit, mehrere gleichwertige Pfade zu einem gegebenen Ziel zu
unterstützen. Dadurch bietet OSPF eine effiziente Ausnutzung der
Netzressourcen (Lastverteilung) und verbessert die Verfügbarkeit
(Redundanz).
Hierarchisches Routing: Aufgrund der logischen Unterteilung des Netzes
in Areas verkürzt OSPF die Zeit zur Verteilung der Routing-
Informationen. Die Mitteilungen über Änderungen in einem Teilnetz
bleiben im Teilnetz, ohne den Rest des Netzes zu belasten.
Unterstützung von Classless-Inter-Domain-Routing (CIDR) und Variable-
Length-Subnet-Mask (VLSM): Dies erlaubt dem Netzadministrator, die
IP-Adress-Ressourcen effizient zuzuordnen.
Schnelle Abstimmungszeit: OSPF unterstützt die Verteilung von
Nachrichten über Routenänderungen in kürzester Zeit. Dies beschleunigt
die Abstimmungszeit zur Erneuerung der Netztopologie.
UM RoutingConfig HiOS-3S RSP
Release 6.1 09/2016
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