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Hirschmann HiOS-3S RSP Referenzhandbuch Seite 2610

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VRRP/HiVRRP
6 VRRP/HiVRRP
Endgeräte bieten in der Regel die Möglichkeit, 1 Standard-Gateway für die
Vermittlung von Datenpaketen in fremde Subnetze einzutragen. An dieser
Stelle bezieht sich die Bezeichnung „Gateway" auf einen Router, über den
Endgeräte mitanderen Subnetzen kommunizieren.
Beim Ausfall dieses Routers kann das Endgerät keine Daten mehr in externe
Subnetze senden.
In diesem Fall bietet das Virtual-Router-Redundancy-Protokoll (VRRP)
Unterstützung.
VRRP ist eine Art „Gateway-Redundanz". VRRP beschreibt ein Verfahren,
das mehrere Router zu 1 virtuellen Router zusammenfasst. Endgeräte
adressieren immer an den virtuellen Router und VRRP trägt dazu bei, dass
ein physischer Router, der dem virtuellen Router angehört, die Vermittlung
übernimmt.
Selbst wenn ein physischer Router ausfällt, trägt VRRP dazu bei, dass ein
anderer physischer Router als Teil des virtuellen Routers die Vermittlungs-
aufgaben übernimmt.
VRRP hat beim Ausfall eines physischen Routers eine typische Umschaltzeit
von 3 bis 4 Sekunden.
In vielen Fällen wie z. B. bei Voice-over-IP, Video-over-IP und industriellen
Steuerungen sind solch lange Umschaltzeiten inakzeptabel.
Die Firma Hirschmann hat VRRP zum Hirschmann Virtual Router Redun-
dancy Protocol (HiVRRP) weiterentwickelt. HiVRRP bietet bei entsprechen-
der Konfiguration Umschaltzeiten von höchstens 400 Millisekunden.
HiVRRP ermöglicht dank dieser Umschaltzeit den Einsatz der „Gateway-
Redundanz" in zeitkritischen Anwendungen. Selbst in Tunnelsteuerungen,
die Umschaltzeiten von weniger als 1 Sekunde fordern, erhöht der Anwender
die Netzverfügbarkeit mit dieser Form der „Gateway-Redundanz".
UM RoutingConfig HiOS-3S RSP
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Release 6.1 09/2016

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