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EDB82ZAD 00406766 Betriebsanleitung Global Drive Feldbus-Funktionsmodule für Frequenzumrichter 8200 motec/8200 vector...
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8200 vector. 1999 Lenze GmbH & Co KG Ohne besondere schriftliche Genehmigung von Lenze GmbH & Co KG darf kein Teil dieser Dokumentation vervielfältigt oder Dritten zugänglich ge- macht werden. Wir haben alle Angaben in dieser Dokumentation mit größter Sorgfalt zusammengestellt und auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
8200 motec Frequenzumrichter 8200 motec 8200 vector Frequenzumrichter 8200 vector Antrieb Frequenzumrichter 8200 motec oder Frequenzumrichter 8200 vector in Kombination mit einem Getriebemotor, einem Drehstrommotor und anderen Lenze-Antriebskomponenten Feldbus-Funk- Beliebiges Funktionsmodul (PROFIBUS-DP , INTERBUS, LECOM-B) tionsmodul AutomatisierungsInterFace: Schnittstelle für ein Kommunikationsmodul.
Anleitung vorgeschriebenen Einsatzbedingungen betreiben. dung sind Zubehör-Baugruppen für die Frequenzumrichter 8200 motec und 8200 vector, die auf die Schnittstelle ”Funktions-Interface (FIF)” gesteckt werden. koppeln die Frequenzumrichter 8200 motec und 8200 vector an das schnellen Kommunikations-Systeme PROFIBUS-DP (Funktionsmodul PROFIBUS) oder INTERBUS (Funktionsmodul INTERBUS) oder an das serielle Kommunikations-System LECOM-B von Lenze (Funktionsmodul LECOM-B).
Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Sicherheits- und Anwendungshinweise für Lenze-Antriebsstromrichter (gemäß: Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG) 1. Allgemein 4. Aufstellung Die Aufstellung und Kühlung der Geräte muß entsprechend den Vor- Während des Betriebes können Antriebsstromrichter ihrer Schutzart schriften der zugehörigen Dokumentation erfolgen. entsprechend spannungsführende, blanke, gegebenenfalls auch be- wegliche oder rotierende Teile, sowie heiße Oberflächen besitzen.
Sicherheitshinweise Restgefahren Personenschutz Überprüfen Sie vor Arbeiten am Antriebsregler, ob alle Leistungsklemmen und der Relaisausgang spannungslos sind, da – nach dem Netzabschalten die Leistungsklemmen U, V, W und BR0, BR1, BR2 noch mindestens 1 Sekunde lang gefährliche Spannungen führen. – bei gestopptem Motor die Leistungsklemmen L1, L2, L3; U, V, W und BR0, BR1, BR2 gefährliche Spannun- gen führen.
Automatisierung PROFIBUS-DP Funktionsmodul PROFIBUS-DP Beschreibung Das Funktionsmodul PROFIBUS-DP ist eine Komponente für die Frequenzumrichter 8200 motec und 8200 vector, die die Antriebsregler an das serielle, genormte Kommunikationssystem PROFIBUS-DP koppelt. Die Antriebsregler können damit auch nach- oder umgerüstet werden. Technische Daten...
9,6 - 187,5 1500 12000 max. Länge [m] 1000 PROFIBUS-DP-Slave Lenze-Antriebsregler mit Funktionsmodul PROFIBUS-DP (82ZAFP) Tip! Der Antriebsregler hat eine doppelte Basisisolierung nach VDE 0160. Eine zusätzliche Potentialtrennung ist nicht erforderlich. Inbetriebnahme Funktionsmodul Stop! Überprüfen Sie vor dem Einschalten der Netzspannung –...
Automatisierung PROFIBUS-DP 3.4.1 Erstes Einschalten Schritt Lenze-Einstellung Bemerkung 1. Leitsystem für die Kommunikation mit dem Funktionsmodul PROFIBUS-DP konfigurieren. 2. Nur beim ersten und letzten Busteilnehmer: Bus-Abschlußwiderstand aktivieren. – DIP-Schalter = ON ( 3-2) 3. Netzspannung des Antriebsreglers und ggf. die Die grüne LED am Funktionsmodul leuchtet (nur...
Volle DRIVECOM-Kompatibilität herstellen Das DRIVECOM-Profil 20 ist eine herstellerübergreifende Festlegung von wichtigen Parametern und Geräteverhalten. Das DRIVECOM-Profil 20 beschreibt die Gerätesteuerung. Um die volle DRIVE- COM-Kompatibilität zu erreichen, müssen Sie Lenze-spezifische Funktionen deaktivieren. Antriebsregler Funktion deaktivieren Antriebsverhalten bei aktivierter Funktion Haltezeit Auto-DCB ≠...
Kommunikationskanal Parameter Das Übertragen der Parameter ist in der Parameter-Kanal Regel nicht so zeitkritisch wie die Über- z. B. Betriebsparameter, Ermöglicht den Zugriff auf alle Lenze-Codes. tragung der Prozeßdaten. Diagnose-Informationen, Parameteränderungen werden normalerweise automatisch im Motordaten Antriebsregler abgespeichert (C0003 beachten).
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Automatisierung PROFIBUS-DP Wählbare Nutzdatenlängen: 1 ... 10 Wörter Prozeßdaten 0 ö e o e da e PAW1/PEW1 PAW10/PEW10 Kennung 70 ... 79 (112 ... 121) Byte 1 Byte 2 ..Byte 19 Byte 20 Parameter-Kanal + 1 ... 10 Wörter Prozeßdaten a a e e 0 ö...
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Automatisierung PROFIBUS-DP In der Datei LENZ00DA.GSD finden Sie die Konfigurationen: Nutzdatenlänge ut date ä ge Auswahltext in LENZ00DA.GSD us a te t Belegter E/A Speicher Kennungsbyte 1 Kennungsbyte 2 [Wörter] [dez] [hex] [dez] [hex] Mit 4 Wörtern Parame- ö te a a e + PZD (1 Wort E/A) ter-Kanal ohne Konsi-...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Tip! Zusätzliche Kennungsbyte Neben den Konfigurationen in der Datei LENZ00DA.GSD sind noch folgende Kennungsbyte gültig: Parameter-Kanal – 25 , 37 (8 Byte ohne Konsistenz) – 183 , B7 (8 Byte mit Konsistenz) Prozeßdaten-Kanal – 240 ... 249 , F0 ...
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Automatisierung PROFIBUS-DP 3.5.2 Parameter-Kanal konfigurieren Der PROFIBUS-DP-Parameter-Kanal ermöglicht den Zugriff auf alle Lenze-Codes. 3.5.2.1 Aufbau des Parameter-Kanals Byte 1 Byte 2 Byte 3 Byte 4 Byte 5 Byte 6 Byte 7 Byte 8 Service Subindex Index Index Data 4 Data 3...
Kollision mit anderen Werten Auftrag momentan nicht ausführbar 3.5.2.2 Zugriff auf Lenze-Parameter Die Lenze-Parameter werden über die Lenze-Codes adressiert. Die Lenze-Parameter mit den zuge- hörigen Wertebereichen finden Sie der Codetabelle des Antriebsreglers. Adressierung Lenze-Codes Die Lenze-Codes werden in dieser Beschreibung Adressierung der Lenze-Codes über einen Offset:...
Automatisierung PROFIBUS-DP 3.5.2.3 Lese-Auftrag an den Antriebsregler Beispiel Kühlkörper-Temperatur C0061 (= 43 C) vom Antriebsregler lesen. 1. Nutzdatenbereich des Antriebsreglers bestimmen; d. h. wo liegen die DP-Nutzdaten im Leitsystem. 2. Adresse des gewünschten Parameters in das Feld ”Index und Byte 2 = 0 Subindex = 0, weil C0061 keinen Subcode enthält.
Automatisierung PROFIBUS-DP 3.5.2.4 Schreib-Auftrag an den Antriebsregler Beispiel Hochlaufzeit C0012 des Antriebsreglers auf 20 s verändern. 1. Nutzdatenbereich des Antriebsreglers bestimmen; d. h. wo liegen die DP-Nutzdaten im Leitsystem. 2. Adresse des gewünschten Parameters in das Feld ”Index und Byte 2 = 0 Subindex = 0, weil C0012 keinen Subcode enthält.
10 PAW10 PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) Nur für spezielle Anwendungen. Verändern nur u ü spe e e e du ge e ä de nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Aufbau des Parameters “DRIVECOM-Steuerwort“ (DRIVECOM-CTRL): Bedeutung Befehl ”Einschalten” 0 Befehl ”Stillsetzen” aktiv 1 Befehl ”Einschalten” aktiv Befehl ”Spannung-Sperren” 0 Befehl ”Spannung sperren” aktiv 1 Befehl ”Spannung-Sperren“ nicht aktiv Befehl ”Schnellhalt” 0 Befehl ”Schnellhalt” aktiviert 1 Befehl ”Schnellhalt“ nicht aktiv Befehl ”Betrieb-Freigeben”...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Aufbau des Parameters FIF-Steuerwort (FIF-CTRLx) FIF-Steuerwort 1 (FIF-CTRL1) FIF-Steuerwort 2 (FIF-CTRL2) Belegung Belegung JOG-Werte Hand/Remote-Umschaltung (DCTRL1-H/Re) (NSET1-JOG2/3 | NSET1-JOG1/3) C0046 aktiv nicht aktiv JOG1 (C0037) aktiv JOG (C003 ) a aktiv JOG2 (C0038) aktiv I-Anteil Prozeßregler ausschalten (PCTRL1-I-OFF) 11 JOG3 (C0039) aktiv JOG3 (C0039) aktiv nicht aktiv...
Automatisierung PROFIBUS-DP 3.5.3.2 Prozeß-Eingangsdaten konfigurieren Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1510 Konfiguration Pro- Ordnet Statusinformationen oder Istwerte des An- zeß-Eingangsdaten triebsreglers den Prozeßdaten-Eingangswörtern Master des Master zu. 1 PEW1 FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) 16 Bit 2 PEW2...
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Automatisierung PROFIBUS-DP FIF-OUT DRIVECOM C1510/x = 18 STAT FIF-STAT.B1 FIF-STAT.B2 C1510/x = 1 … FIF-STAT.B14 FIF-STAT.B15 FIF-STAT.B16 FIF-STAT.B17 … C1510/x = 2 FIF-STAT.B30 FIF-STAT.B31 MCTRL1-NOUT C1510/x = 3 16 Bit MCTRL1-NOUT+SLIP C1510/x = 4 16 Bit MCTRL1-IMOT C1510/x = 5 16 Bit PCTRL1-ACT 16 Bit...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Aufbau des Parameters “DRIVECOM-Statuswort“ (DRIVECOM-STAT): Bedeutung Status Gerätezustand ”EINSCHALTBEREIT” Zustand geringer “EINSCHALTBEREIT“ Zustand mindestens “EINSCHALTBEREIT“ Status Gerätezustand ”EINGESCHALTET” Zustand geringer “EINGESCHALTET“ Zustand mindestens “EINGESCHALTET“ Status Gerätezustand ”BETRIEB-FREIGEGEBEN” Zustand geringer “BETRIEB-FREIGEGEBEN“ Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN“ Status Gerätezustand ”STÖRUNG” keine Störung (TRIP) Störung (TRIP) aufgetreten Status Befehl “Spannung-Sperren“...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Aufbau des Parameters FIF-Statuswort (FIF-STATx) FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) FIF-Statuswort 2 (FIF-STAT2) Belegung Belegung Aktueller Parametersatz Bit 0 (DCTRL1-PAR-B0) Aktueller Parametersatz Bit 1 (DCTRL1-PAR-B1) Parametersatz 1 oder 3 aktiv Parametersatz 1 oder 2 aktiv Parametersatz 2 oder 4 aktiv Parametersatz 3 oder 4 aktiv Impulssperre (DCTRL1-IMP) TRIP oder Q...
Automatisierung PROFIBUS-DP 3.5.3.3 Die DRIVECOM-Zustandsmaschine Die Steuerinformation wird vom Feldbus- Beispiel: Zustand Information durch Parameter ”Statuswort” Störung erkannt Funktionsmodul über das Steuerwort (Index 6041 ) Bit 15 ... Bit 0 (binäre Darstellung) vorgegeben. Die Antriebsregler haben die standar- disierten Gerätezustände nach STÖRUNGSREAKTION-AKTIV Gerät einschalten DRIVECOM-Profil 20.
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Bit belie- Spannung-Sperren Übergang “EINSCHALTSPERRE“. Es wird Reglersperre ausgelöst. Ø Schnellhalt Übergang “EINSCHALTSPERRE“. Ø War der Antrieb freigegeben geführter Ablauf an der Lenze-Quickstop-Rampe. Ø Reset-Störung Störung quittieren. Ø Liegt keine Störung mehr an, automatisch “EINSCHALT- SPERRE“. Reset-Störung HLG-Null HLG-Stoppen HLG-Sperren...
Automatisierung PROFIBUS-DP Fehlersuche und Störungsbeseitigung Zwei LED’s am Funktionsmodul geben Aufschluß über den Status: LED grün LED gelb Blinkt Die Initialisierung zwischen Funktionsmodul Telegrammempfang und Antriebsregler ist noch nicht erfolgt Leuchtet Funktionsmodul ist mit Spannung versorgt, keine Störung Funktionsmodul ist nicht mit Spannung ver- kein Telegrammempfang sorgt Störung...
Subcode 1 von Cxxxx Subcode 2 von Cxxxx Cxxxx* Parameterwert des Codes ist in allen Parametersätzen gleich. Bezeichnung Bezeichnung des Codes. Lenze Lenze-Einstellung (Wert bei Auslieferung oder nach Überschreiben mit Lenze-Einstellung über C0002). Auswahl {1 %} 99 min. Wert {Schrittweite/Einheit} max. Wert WICHTIG Kurze, wichtige Erläuterungen.
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Nur für spezielle Anwendungen. Verändern u ü spe e e e du ge e ä de 10 PAW10 PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) nur nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1520 Alle Wörter zum 65535 nur Anzeige Master 1 PEW1 ..10 PEW10 C1521 Alle Wörter vom Master 1 PAW1 ..10 PAW10 C1522 Alle Wörter zum...
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Automatisierung PROFIBUS-DP Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1530 PROFIBUS-DP-Dia- C 530 nur Anzeige e ge Bedeutung gnose reserviert reserviert reserviert reserviert Zustand der DP-State-Machine (DP-STATE) 00 ”WAIT_PRM” 01 ”WAIT_CFG” 10 ”DATA_EX” 11 nicht möglich Zustand der Watchdog-State-Machine (WD-STATE) 00 ”BAUD_SEARCH”...
Automatisierung INTERBUS Funktionsmodul INTERBUS Beschreibung Das Funktionsmodul INTERBUS ist eine Komponente für die Frequenzumrichter 8200 motec und 8200 vector, die die Antriebsregler an das schnelle Kommunikationssystem INTERBUS koppelt. Die Antriebsreglerkönnen damit auch nach- oder umgerüstet werden. Technische Daten Kommunikations-Medium RS485 Antriebs-Profil DRIVECOM-Profil “Antriebstechnik 20”...
Automatisierung INTERBUS Installation 4.3.1 Mechanische Installation Siehe Anleitung des Funktionsmoduls. 4.3.2 Elektrische Installation 4.3.2.1 Klemmenbelegung Frontansicht Versorgung Klemme ”Reglersperre (CINH)” über in- Versorgung Klemme ”Reglersperre (CINH)” über ex- terne Spannungsquelle X3/20 (+20 V DC) terne Spannungsquelle + 24 V DC (+12 V DC - 0 % ...
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Automatisierung INTERBUS Mögliche Einstellungen des Dip-Schalters Prozeßdatenwörter (PZD) PCP-Datenwörter (PCP) ID-Code C1515 Letzter Bus-Teilnehmer Alle anderen Bus-Teilnehmer BA8200AUT...
Lenze-Antriebsregler mit INTERBUS-Modul Ø Lenze-Antriebsregler mit INTERBUS-Modul Lenze-Antriebsregler mit INTERBUS-Modul 3.1 Fernbus-Modul Busteilnehmer im Fernbus, z. B. Lenze-Antriebsregler mit INTERBUS-Modul (Slave). Hier ist keine Busklemme zur Vernetzung erforderlich. 3.2 Fernbus-Kabel Verbindet die INTERBUS-Master-Anschaltbaugruppe mit den Busklemmen und/oder den Fernbus-Modulen. INTERBUS-Loop Busklemme und max.
Überprüfen Sie vor dem Einschalten der Netzspannung die gesamte Verdrahtung auf Vollständigkeit, Kurzschluß und Erdschluß. Halten Sie die Einschaltreihenfolge ein! 4.4.1 Erstes Einschalten Schritt Lenze-Einstellung Bemerkung 1. Dip-Schalter am Funktionsmodul einstellen. 2 Prozeß-Datenwörter, 1 PCP-Datenwort Nutzdatenlänge in Wörtern je 16 Bit mit Schal- 4-2) ter 4,3 und 2.
4.4.2 Volle DRIVECOM-Kompatibilität herstellen Das DRIVECOM-Profil ist eine herstellerübergreifende Festlegung von wichtigen Parametern und Geräteverhalten. Das DRIVECOM-Profil 20 beschreibt die Gerätesteuerung. Um die volle DRIVE- COM-Kompatibilität zu erreichen, müssen Sie Lenze-spezifische Funktionen deaktivieren. Antriebsregler Funktion deaktivieren Antriebsverhalten bei aktivierter Funktion Haltezeit Auto-DCB ≠...
Über C1525 kann die aktuelle Schalterstellung abgefragt werden. Mögliche Einstellungen des Dip-Schalters Prozeßdatenwörter (PZD) PCP-Datenwörter (PCP) ID-Code C1515 Letzter Bus-Teilnehmer Alle anderen Bus-Teilnehmer Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1515 Prozeßdaten-Spezifi- 0 ... 6 wie Dip-Schalter Prozeßdaten-Spezifikation über Software-Schalter k ti kation ä d ändern.
Automatisierung INTERBUS 4.5.2 Parameter-Kanal (PCP-Kommunikation) konfigurieren Nachfolgend sind nur die Parameter und ihre Inhalte aufgeführt, die die Lenze-Antriebsregler zurück- geben. Alle weiteren Übergabeparameter der angegebenen PCP-Dienste können Sie den entspre- chenden Beschreibungen der Leitsysteme entnehmen. 4.5.2.1 PCP-Kommunikation initialisieren Folgende Einträge müssen Sie in die Kommunikations-Beziehungsliste (KBL) eintragen, damit die...
Automatisierung INTERBUS 4.5.2.2 Verfügbare PCP-Dienste Vom Antriebsregler zurückgegebene Parameter Initiate t ate Feldname Wert Bedeutung Baut eine logische Verbindung au e e og sc e e b du g Profile-Number DRIVECOM-Profil der Version 0 zwischen Master und dem Password Paßwort-Funktion von PROFIBUS wird nicht unterstützt F nktionsmod l INTERBUS a f Funktionsmodul INTERBUS auf.
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Feldname Wert Bedeutung Liefert Informationen zur Iden- Gerätehersteller Visible String Firmenname tifizierung des Antriebsreglers. “Lenze“ Geräte-Name Ge ä e a e Visible-String s b e S Gerätebezeichnung für Antriebsregler und Feldbusmodul. (15 Z i h ) (15 Zeichen) Typ Antriebsregler...
Automatisierung INTERBUS 4.5.2.3 Zugriff auf Lenze-Parameter Die Lenze-Parameter werden über die Lenze-Codes adressiert. Die Lenze-Parameter mit den zuge- hörigen Wertebereichen finden Sie der Codetabelle des Antriebsreglers. Adressierung Lenze-Codes Die Lenze-Codes werden in dieser Beschreibung Adressierung der Lenze-Codes über einen Offset: mit „L-Cxxxx“...
C0047 (MCTRL1-MSET) Nur für spezielle Anwendungen. Verändern nur u ü spe e e e du ge e ä de PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung INTERBUS Die Zuordnung der max. 6 Prozeßdaten-Ausgangswörter (PAW) des Master auf Bit-Steuerbefehle oder Sollwerte des Antriebsreglers ist frei konfigurierbar: Um die DRIVECOM-Gerätesteuerung zu aktivieren, müssen Sie einem PAW das DRIVECOM-Steuerwort zuordnen (C1511/x = 17). – Das DRIVECOM-Steuerwort wird auf das FIF-Steuerwort 1 abgebildet. ...
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Automatisierung INTERBUS Aufbau des Parameters “DRIVECOM-Steuerwort“ (DRIVECOM-CTRL): Bedeutung Befehl ”Einschalten” 0 Befehl ”Stillsetzen” aktiv 1 Befehl ”Einschalten” aktiv Befehl ”Spannung-Sperren” 0 Befehl ”Spannung sperren” aktiv 1 Befehl ”Spannung-Sperren“ nicht aktiv Befehl ”Schnellhalt” 0 Befehl ”Schnellhalt” aktiviert 1 Befehl ”Schnellhalt“ nicht aktiv Befehl ”Betrieb-Freigeben”...
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Automatisierung INTERBUS Aufbau des Parameters FIF-Steuerwort (FIF-CTRLx) FIF-Steuerwort 1 (FIF-CTRL1) FIF-Steuerwort 2 (FIF-CTRL2) Belegung Belegung JOG-Werte Hand/Remote-Umschaltung (DCTRL1-H/Re) (NSET1-JOG2/3 | NSET1-JOG1/3) C0046 aktiv nicht aktiv JOG1 (C0037) aktiv JOG (C003 ) a aktiv JOG2 (C0038) aktiv I-Anteil Prozeßregler ausschalten (PCTRL1-I-OFF) 11 JOG3 (C0039) aktiv JOG3 (C0039) aktiv nicht aktiv...
Automatisierung INTERBUS 4.5.3.2 Prozeß-Eingangsdaten konfigurieren Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1510 Konfiguration Pro- Ordnet Statusinformationen oder Istwerte des An- zeß-Eingangsdaten triebsreglers den Prozeßdaten-Eingangswörtern Master des Master zu. 1 PEW1 FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) 16 Bit 2 PEW2...
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Automatisierung INTERBUS FIF-OUT DRIVECOM C1510/x = 18 STAT FIF-STAT.B1 FIF-STAT.B2 C1510/x = 1 … FIF-STAT.B14 FIF-STAT.B15 FIF-STAT.B16 FIF-STAT.B17 … C1510/x = 2 FIF-STAT.B30 FIF-STAT.B31 MCTRL1-NOUT C1510/x = 3 16 Bit MCTRL1-NOUT+SLIP C1510/x = 4 16 Bit MCTRL1-IMOT C1510/x = 5 16 Bit PCTRL1-ACT 16 Bit...
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Automatisierung INTERBUS Aufbau des Parameters “DRIVECOM-Statuswort“ (DRIVECOM-STAT): Bedeutung Status Gerätezustand ”EINSCHALTBEREIT” Zustand geringer “EINSCHALTBEREIT“ Zustand mindestens “EINSCHALTBEREIT“ Status Gerätezustand ”EINGESCHALTET” Zustand geringer “EINGESCHALTET“ Zustand mindestens “EINGESCHALTET“ Status Gerätezustand ”BETRIEB-FREIGEGEBEN” Zustand geringer “BETRIEB-FREIGEGEBEN“ Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN“ Status Gerätezustand ”STÖRUNG” keine Störung (TRIP) Störung (TRIP) aufgetreten Status Befehl “Spannung-Sperren“...
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Automatisierung INTERBUS Aufbau des Parameters FIF-Statuswort (FIFSTATx) FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) FIF-Statuswort 2 (FIF-STAT2) Belegung Belegung Aktueller Parametersatz Bit 0 (DCTRL1-PAR-B0) Aktueller Parametersatz Bit 1 (DCTRL1-PAR-B1) Parametersatz 1 oder 3 aktiv Parametersatz 1 oder 2 aktiv Parametersatz 2 oder 4 aktiv Parametersatz 3 oder 4 aktiv Impulssperre (DCTRL1-IMP) TRIP oder Q...
Automatisierung INTERBUS 4.5.3.3 Die DRIVECOM-Zustandsmaschine Die Steuerinformation wird vom Feldbus- Beispiel: Zustand Information durch Parameter ”Statuswort” Störung erkannt Funktionsmodul über das Steuerwort (Index 6041 ) Bit 15 ... Bit 0 (binäre Darstellung) vorgegeben. Die Antriebsregler haben die standar- disierten Gerätezustände nach STÖRUNGSREAKTION-AKTIV Gerät einschalten DRIVECOM-Profil 20.
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Bit belie- Spannung-Sperren Übergang “EINSCHALTSPERRE“. Es wird Reglersperre ausgelöst. Ø Schnellhalt Übergang “EINSCHALTSPERRE“. Ø War der Antrieb freigegeben geführter Ablauf an der Lenze-Quickstop-Rampe. Ø Reset-Störung Störung quittieren. Ø Liegt keine Störung mehr an, automatisch “EINSCHALT- SPERRE“. Reset-Störung HLG-Null HLG-Stoppen HLG-Sperren...
Automatisierung INTERBUS Fehlersuche und Störungsbeseitigung Zwei LED’s am Funktionsmodul geben Aufschluß über den Status: LED grün LED gelb Blinkt Die Initialisierung zwischen Funktionsmodul Telegrammempfang und Antriebsregler ist noch nicht erfolgt Leuchtet Funktionsmodul ist mit Spannung versorgt, keine Störung Funktionsmodul ist nicht mit Spannung ver- kein Telegrammempfang sorgt Störung...
Subcode 1 von Cxxxx Subcode 2 von Cxxxx Cxxxx* Parameterwert des Codes ist in allen Parametersätzen gleich. Bezeichnung Bezeichnung des Codes. Lenze Lenze-Einstellung (Wert bei Auslieferung oder nach Überschreiben mit Lenze-Einstellung über C0002). Auswahl {1 %} 99 min. Wert {Schrittweite/Einheit} max. Wert WICHTIG ...
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(MCTRL1-MSET) ment Nur für spezielle Anwendungen. Verändern u ü spe e e e du ge e ä de PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) nur nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung INTERBUS Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1520 Alle Wörter zum 65535 nur Anzeige Master 1 PEW1 ..10 PEW10 C1521 Alle Wörter vom Master 1 PAW1 ..10 PAW10 C1522 Alle Wörter zum...
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Automatisierung INTERBUS 4-26 BA8200AUT...
Beschreibung Das Funktionsmodul LECOM-B (RS485)ist eine Komponente für die Frequenzumrichter 8200 motec und 8200 vector, die die Antriebsregler über den Lenze-Feldbus LECOM-B (RS485) an einen über- geordneten Leitrechner (SPS oder PC) koppelt. Die Antriebsregler können damit auch nach- oder umgerüstet werden.
Schnittstellenwandler 2101IB Pegelwandler mit Potentialtrennung zum Umsetzen zwischen RS232 und RS485/RS422 Tip! Der Antriebsregler hat eine doppelte Basisisolierung nach VDE 0160. Eine zusätzliche Potentialtrennung ist nicht erforderlich. Verwenden Sie für die Verdrahtung das aufgeführte Lenze-Zubehör. Zubehör für Leitrechner Bezeichnung Bestell-Nr. Erläuterung...
– ob das Bus-System beim physikalisch ersten und letzten Busteilnehmer abgeschlossen ist. Halten Sie die Einschaltreihenfolge ein! 5.4.1 Erstes Einschalten Schritt Lenze-Einstellung Bemerkung 1. Netzspannung des Antriebsreglers und ggf. die sepa- Die grüne LED am Funktionsmodul leuchtet rate Spannungsversorgung des Funktionsmoduls zu- (nur sichtbar bei 8200 vector).
LECOM-Prozeßdaten werden nicht im Antriebsregler gespeichert. 5.5.1 Parameter-Kanal konfigurieren Der LECOM-B-Parameter-Kanal ermöglicht den Zugriff auf alle Lenze-Codes: Antriebsregler-Codes (siehe Codetabelle der Antriebsregler). – Diese Codes werden im Antriebsregler automatisch nichtflüchtig gespeichert. Ausgenommen hiervon sind Prozeßdaten wie z. B. Steuerworte oder Sollwerte.
C0047 (MCTRL1-MSET) Nur für spezielle Anwendungen. Verändern nur u ü spe e e e du ge e ä de PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung LECOM-B (RS485) Die Zuordnung der Quasi-Prozeßdaten-Ausgangswörter (PAW) des Master auf Bit-Steuerbefehle oder Sollwerte des Antriebsreglers ist frei konfigurierbar. FIF-IN FIF-CTRL.B0 FIF-CTRL.B1 FIF-CTRL.B2 DCTRL DRIVECOM FIF-CTRL.B3 C1511/x = 17 CTRL FIF-CTRL.B4 … FIF-CTRL.B8 C1511/x = 1 C0410/x DCTRL FIF-CTRL.B9 CINH FIF-CTRL.B10 TRIP-SET FIF-CTRL.B11...
Seite 73
Automatisierung LECOM-B (RS485) Aufbau des Parameters FIF-Steuerwort (FIF-CTRLx) FIF-Steuerwort 1 (FIF-CTRL1) FIF-Steuerwort 2 (FIF-CTRL2) Belegung Belegung JOG-Werte Hand/Remote-Umschaltung (DCTRL1-H/Re) (NSET1-JOG2/3 | NSET1-JOG1/3) C0046 aktiv nicht aktiv JOG1 (C0037) aktiv JOG (C003 ) a aktiv JOG2 (C0038) aktiv I-Anteil Prozeßregler ausschalten (PCTRL1-I-OFF) 11 JOG3 (C0039) aktiv JOG3 (C0039) aktiv nicht aktiv...
Automatisierung LECOM-B (RS485) 5.5.2.2 Prozeß-Eingangsdaten konfigurieren Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal C1510 Konfiguration Pro- Ordnet Statusinformationen oder Istwerte des An- zeß-Eingangsdaten triebsreglers den Prozeßdaten-Eingangswörtern Master des Master zu. 1 PEW1 FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) 16 Bit (C1517, Bit 0 ...
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Automatisierung LECOM-B (RS485) FIF-OUT DRIVECOM C1510/x = 18 STAT FIF-STAT.B1 FIF-STAT.B2 C1510/x = 1 … FIF-STAT.B14 FIF-STAT.B15 FIF-STAT.B16 FIF-STAT.B17 … C1510/x = 2 FIF-STAT.B30 FIF-STAT.B31 MCTRL1-NOUT C1510/x = 3 16 Bit MCTRL1-NOUT+SLIP C1510/x = 4 16 Bit MCTRL1-IMOT C1510/x = 5 16 Bit PCTRL1-ACT 16 Bit...
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Automatisierung LECOM-B (RS485) Aufbau des Parameters FIF-Statuswort (FIF-STATx) FIF-Statuswort 1 (FIF-STAT1) FIF-Statuswort 2 (FIF-STAT2) Belegung Belegung Aktueller Parametersatz Bit 0 (DCTRL1-PAR-B0) Aktueller Parametersatz Bit 1 (DCTRL1-PAR-B1) Parametersatz 1 oder 3 aktiv Parametersatz 1 oder 2 aktiv Parametersatz 2 oder 4 aktiv Parametersatz 3 oder 4 aktiv Impulssperre (DCTRL1-IMP) TRIP oder Q...
Automatisierung LECOM-B (RS485) Fehlersuche und Störungsbeseitigung Zwei LED’s am Funktionsmodul geben Aufschluß über den Status: LED grün LED gelb Blinkt Die Initialisierung zwischen Funktionsmodul und Telegrammempfang Antriebsregler ist noch nicht erfolgt Leuchtet Funktionsmodul ist mit Spannung versorgt, keine Störung Funktionsmodul ist nicht mit Spannung versorgt kein Telegrammempfang Störung Ursache...
Subcode 1 von Cxxxx Subcode 2 von Cxxxx Cxxxx* Parameterwert des Codes ist in allen Parametersätzen gleich. Bezeichnung Bezeichnung des Codes. Lenze Lenze-Einstellung (Wert bei Auslieferung oder nach Überschreiben mit Lenze-Einstellung über C0002). Auswahl {1 %} 99 min. Wert {Schrittweite/Einheit} max. Wert WICHTIG ...
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(MCTRL1-MSET) ment Nur für spezielle Anwendungen. Verändern u ü spe e e e du ge e ä de PWM-Spannung (MCTRL1-VOLT-ADD) nur nach Rücksprache mit Lenze! h Rü k it L PWM-Winkel (MCTRL1-PHI-ADD) reserviert FIF-IN.W1 16 Bit oder 0 ... 65535 FIF-IN.W2...
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Automatisierung LECOM-B (RS485) Code Einstellmöglichkeiten WICHTIG Bezeichnung Lenze Auswahl Normierung Parameter- kanal Wenn innerhalb der Ansprech-Überwachungs- C1513 Ansprech-Überwa- {1 ms} 65534 zeit keine Meldung vom Master erfolgt, wird chungzeit Kommu- 0 = abgeschaltet die unter C1514 eingestellte Aktion ausgeführt. nikation...
Anhang Anhang Konsistente Parameterdaten beim PROFIBUS-DP 6.1.1 Was bedeutet Konsistenz? Die Verwendung konsistenter Parameterdaten ermöglicht den fehlerfreien Datenaustausch zwi- schen dem Zentralprozessor (CPU) und dem PROFIBUS-DP-Master über den gemeinsamen Spei- cher (Dual Port Memory). Konsistenz wird erreicht durch die entsprechende Konfigurierung des PROFIBUS-DP-Master.
Das LECOM-A/B-Protokoll basiert auf DIN 66019, ISO 1745 und ANSI X3.28 (Kategorie 2.5 und A2, A4). Diese Normen ähneln sich und beschreiben ein Steuerungsverfahren im Übermittlungsabschnitt eines Übertragungssystems. Der Leitrechner (Master) kommuniziert mit einem Slave (Lenze-Antriebsregler) über drei Aufrufarten: RECEIVE 6-7) ...
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Anhang Adressierung über Codebank Bei älteren LECOM-A/B-Treibern können nur Codenummern im Bereich von 0 bis 255 adressiert wer- den, da diese Treiber nur ein Byte als Codenummer verwenden. Um auch mit diesen Treiber den grö- ßeren Codenummern-Bereich zu adressieren, kann das sogenannte Codebanking verwendet wer- den.
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Anhang Erweiterte Adressierung Eine andere Möglichkeit ist die direkte Adressierung von Parametern mit der erweiterten Adressie- rung. Die Abkürzungen haben folgende Bedeutungen: Das ASCII-Zeichen ”!” = 21 = 33 zeigt an, daß die erweiterte Adressierung verwendet wird. CH1 ... CH4 Codenummer in hexadezimaler Codierung: jedes Zeichen entspricht einem Nibble der Codenummern (CH1 ist das höchstwertige, CH4 das niederwertigste Nibble).
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Parameterwert im String-Format (VS) Das String-Format (VS)des Protokolls ermöglicht, Strings mit maximal 20 Zeichen in beiden Richtun- gen zu übertragen. Der Lenze-Antriebsregler kann String-Parameter nur senden (z.B. C200). Parameterwerte im Octett-String-Format (VO) Das LECOM-A/B-Protokoll enthält das Octett-String-Format (VO), mit dem man Datenblöcke über- tragen kann.
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Adressierung: ”!” <—————————— BCC —————————> Telegrammantwort Der Lenze-Antriebsregler muß eine Quittierung an den Leitrechner zurückschicken. Ausnahme ist das Broadcast-Telegramm. Hier erfolgt keine Rückmeldung. Der Lenze-Antriebsregler sendet zwei Arten der Quittierung: positive Quittierung (ACK = 06 ), wenn: –...
Anhang 6.2.2 RECEIVE Mit dem Aufruf RECEIVE werden Parameterwerte der Lenze-Antriebsregler angefordert. Die Code- nummer des angeforderten Parameters werden im RECEIVE-Telegramm mit folgender Struktur übermittelt: Die Abkürzungen haben folgende Bedeutungen: EOT (04 Ende der (vorangegangenen) Übertragung AD1, AD2 logische Geräteadresse des anzusprechenden Slaves...
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Anhang Beispiele zum RECEIVE-Telegramm Beispiel 1 Der aktuelle Drehzahlsollwert (Codenummer C46)soll beim Antriebsregler mit der Busadresse 01 ge- lesen werden. Der Leitrechner sendet folgendes RECEIVE-Telegramm: Der Antriebsregler kann auf drei verschiedene Arten antworten: Gültige Anforderung: Der aktuelle Wert des Parameters C46 ist 35,4 (Hz). oder Ungültige Anforderung: Bei der Daten-Übertragung ist ein Checksummenfehler (Paritätsfehler) auf- getreten.
Anhang 6.2.3 SEND Mit dem Aufruf SEND werden Daten vom Master zum Slave übermittelt. Der Master sendet dabei ein Telegramm mit folgender Struktur: Die Abkürzungen haben folgende Bedeutungen: EOT (04 Ende der (vorangegangenen) Übertragung AD1, AD2 logische Geräteadresse des anzusprechenden Slaves STX (02 Anfang des Textes C1, C2...
Anhang 6.2.4 BROADCAST / MULTICAST Mit dem Aufruf BROADCAST kann man in einem busförmigen Netzwerk gleichzeitig alle Teilnehmer oder eine Gruppe von Teilnehmern (Multicast) ansprechen. Die Struktur des BROADCAST-Tele- gramms entspricht der des SEND-Telegramms mit der Ausnahme, daß die Teilnehmer keine Quittie- rung zurücksenden.
Informationen für die Parameter-Kommunikation mit dem Antriebsregler. So lesen Sie die Attributtabelle: Spalte Bedeutung Eintrag Code Bezeichnung der Lenze-Codestelle Cxxxx Index Index, unter dem der Parameter adressiert wird. Wird nur bei Steuerung über INTERBUS, PROFIBUS-DP oder Systemb s (CAN) benötigt PROFIBUS-DP oder Systembus (CAN) benötigt.