5.9 Einstellung des Frequenzreglers
Einstellung der minimalen und maximalen Betriebsfrequenz
Die minimale und maximale Betriebsfrequenz, mit der die Wärmepumpe betrieben werden darf, ist der
Montageanweisung der Wärmepumpe zu entnehmen.
Achtung !
) ) ) )
Diese Einstellungen dürfen nur durch den autorisierten Kundendienst vorgenommen werden, da die
Einstellungen Wärmepumpen-spezifisch sind und Fehleinstellungen zur Schädigung des Verdichters
führen können.
Reglernachstellzeit Tn einstellen
Die eingestellte Zeit sollte der Durchlaufzeit des Heizungswassers durch das gesamte System (abhän-
gig von den baulichen Gegebenheiten) entsprechen. Dies ist in etwa die Zeit, nach der sich eine Ände-
rung der Vorlauftemperatur am Thermometer für die Rücklauftemperatur bemerkbar macht (z.B. 7,5).
Regelverstärkung Kp einstellen
Die Verstärkung Kp muss so eingestellt werden, dass die der Heizkennlinie entsprechende Rücklauf-
temperatur zügig, aber stabil geregelt wird (z.B. 5,6). Es dürfen keine Ausregelsprünge an der Wärme-
pumpe hörbar sein (kurzes Aufheulen des Verdichters).
Einstellungen anpassen/optimieren
•
Vorgefundene Einstellwerte notieren!
•
Jeweils nur einen Parameter ändern (also nicht Tn und Kp gleichzeitig).
•
Die Einstellung nur schrittweise ändern!
•
Eine weitere Korrektur immer erst dann vornehmen, wenn die Auswirkung der vorhergegangenen
deutlich erkennbar ist.
•
Vergrößerung von Tn oder die Verkleinerung von Kp verleihen der Regelung die Tendenz zu grö-
ßerer Stabilität, verlangsamen aber gleichzeitig den Ausregelvorgang.
•
Bei Verkleinerung von Tn oder Vergrößerung von Kp wird dagegen eine Störung schneller ausge-
regelt, gleichzeitig wächst aber auch die Tendenz zur Instabilität der Regelung.
H inweis:
) ) ) )
Eine PI-Regelung erfolgt nur in Leistungsstufe B2, deshalb dürfen in einer anderen Stufe, bei kon-
stanter Frequenz, keine Einstellungen vorgenommen werden.
Leistungsstufe B2 wird durch Umschalten in die Betriebsart 2. Wärmeerzeuger erreicht. Beim Zu-
rückschalten in „Automatik" bleibt B2 gesetzt.
Korrekturmaßnahmen bei zu langsam reagierender Regelung
Wird nach einer Sollwert- oder Laständerung die Rücklauf-Solltemperatur nicht oder zu langsam er-
reicht, dann
•
Kp schrittweise vergrößern (Beschleunigung des Regelvorganges).
•
ergibt Kp = 10 Hz/°C noch kein gutes Regelverhalten, dann zunächst Tn schrittweise verringern
und anschließend die Feineinstellung über Kp vornehmen.
Korrekturmaßnahmen bei nicht stabiler Regelung
Kommt nach einer Sollwert- oder Laständerung die Regelung nicht zur Ruhe (Frequenzwechsel, „Auf-
heulen des Verdichters"), dann
•
Kp schrittweise verringern.
37