5.7.2 Bei defekten Temperaturfühlern
Der Regler überwacht die Temperaturfühler. Sollte ein Fühler nicht angeschlossen sein, ein Kurz-
schluss bzw. ein Bruch in einer Fühlerleitung vorliegen, so wird auf Heizbetrieb geschaltet, damit die
Anlage nicht einfriert.
5.7.3 Bei Frostgefahr
Sinkt die Außentemperatur unter 3 °C so wird die Heizungsumwälzpumpe gestartet um bei Außenauf-
stellung der Wärmepumpe das Eingefrieren sicher zu verhindern. Sinkt die Heizwassertemperatur im
Rücklauf unter 15 °C ±1K ab, so werden ebenfalls die Heizungs- und die Zusatzumwälzpumpe einge-
schaltet.
Für Luft-Wärmepumpen werden außerdem die Heizungs- und die Zusatzumwälzpumpe eingeschaltet,
wenn die Heizwasservorlauftemperatur unter 6 °C liegt.
5.8 Sonderfunktionen
5.8.1 Inbetriebnahme (von Luft/Wasser-Wärmepumpen)
Unmittelbar nach dem Aktivieren der Funktion Inbetriebnahme wird für die Zeitdauer von einer Stunde
eine mögliche Abtauung unterdrückt, eine momentan laufende Abtauung wird sofort abgebr ochen.
Solange diese Funktion aktiviert ist, wird der Zweite Wärmeerzeuger freigegeben.
Die Heizungspumpe läuft während der Inbetriebnahme dauernd (keine Optimierung gültig).
Eine mögliche Warmwasser- oder Schwimmbadanforderung wird ignoriert.
5.8.2 Anheizprogramm (Estrichaustrocknung)
Die Anheizung eines Estrichs wird nach festgelegten Schemen (Norm bzw. Richtl inien) durchgeführt.
Die hier beschriebenen Daten und Abläufe werden jedoch entsprechend den Anforderungen einer
Wärmepumpensteuerung angepasst.
Die Aktivierung der einzelnen Programme erfolgt im Menue (Menuepunkt 7: SONDERFUNKTIONEN),
hier wird auch die Maximaltemperatur eingestellt.
Generell stehen zwei Programmtypen wählbar zur Verfügung:
5.8.2.1 Funktionsheizen
Systeme und Komponenten zur Installation von Fußbodenheizungen
Dieses Programm gilt als Funktionsprüfung für Fußbodenheizungen und wird nach der vorgeschriebe-
nen Liegezeit des Estrichs durchgeführt.
Hierdurch sollen eventuelle Mängel am Estrich und an der Fußbodenheizung aufg ezeigt werden.
Schritt 1:
Für 72 Stunden (3 Tage) ist eine konstante Rücklauftemperatur von 20 °C zu halten.
Schritt 2:
Für 96 Stunden (4 Tage) ist die maximale Rücklauftemperatur (einstellbar) zu halten.
Schritt 3:
Die Wärmepumpe bleibt solange aus, bis die Rücklauftemperatur unter 20 °C gefallen ist
Die Zeitdauer von Schritt 3 wird auf maximal 72 Stunden begrenzt, da bei hohen Außentemperaturen
die Rücklauftemperatur von 20 °C möglicherweise nicht unterschritten wird.
Nach dem Funktionsheizen geht die Wärmepumpe in den Normalbetrieb (wie eingestellt und konfigu-
riert) über.
5.8.2.2 Belegreifheizen
5.8.2.2.1 Allgemeines
Das Belegreifheizen erfolgt im Anschluss an das Funktionsheizen.
Durch dieses Programm soll die Feuchte aus dem Estrich soweit reduziert werden, dass eine Verle-
gung des Fußbodenbelages erfolgen kann.
Eine Messung des Feuchtigkeitgehaltes ist dennoch zwingend notwendig, eventuell muss eine weitere
Austrocknung erfolgen (kann mit Hilfe der Festwertregelung realisiert werden).
nach DIN EN 1264-4
nach einer Fachinformation verschiedener Verbände und Institute
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