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10.4. FLICKER

In der Elektrotechnik ist der „Flicker" ein Phänomen, das durch plötzliche und sich
wiederholende Schwankungen der Netzspannung verursacht wird. Sie entsteht durch
häufiges Ein- und Ausschalten von Lasten und äußert sich als Störung in einem optischen
Eindruck von Instabilität (Flimmern) auf der Leuchtdichte der Leuchten. Dieser störende
Effekt muss gemäß den Anforderungen der Referenznorm IEC/EN61000-4-15 überwacht
werden, die vorschreibt, dass die Langzeitschwere der Flicker-Störungsintensität nicht
mehr als 1 für 95 % der Beobachtungszeit beträgt.
Die Ursachen für diese Störung sind oft auf das Ein- und Ausschalten großer mit dem Netz
verbundener Lasten zurückzuführen, die diskontinuierlich arbeiten (ein typisches Phänomen
in Gießereien oder bei Lichtbogenschweißmaschinen für den industriellen Einsatz).
Um die Kontrolle dieses zufälligen Phänomens abzuschätzen, wurde eine die Größe Pst
aus Messungen der Netzspannung eingeführt. Sie ist definiert als die Kurzzeit-
Schweregrad des Flickers aufgrund der „kurzen" Erfassungsdauer (10min) der für die
Durchführung der Analyse erforderlichen Netzspannung. Der Pst-Wert wird statistisch
ermittelt, indem die Netzspannung entsprechend analysiert wird.
EVU´s müssen auch in Bezug auf diese Störung bestimmte Auflagen erfüllen. Das
Instrument PQA924 erhält das verzerrte Signal im Vergleich zum idealen Signal und führt
eine statistische Analyse durch, um die folgenden Größen zu erhalten:
• Pinst → Momentaner Flicker-Wert, berechnet in Echtzeit
• Pst → Kurzzeit-Schweregrad des Flickers, berechnet mit Integrationszeiträumen von 10
Minuten
• Plt → Langzeit-Schweregrad des Flickers, berechnet aus einer Folge von 12 Pst-Werten
über einen Zeitraum von 2 Stunden nach der folgenden Formel:
DE - 80
PQA924
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1004151

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