Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Einleitung ............................... Auszeichnungen............................ 1.1.1 Warnhinweise ......................... 1.1.2 Informationshinweise ......................1.1.3 Symbole und Auszeichnungen ....................Gesetze und Richtlinien ........................Gewährleistung und Haftung......................... Unterstützung............................Urheberrecht ............................Gültigkeit der vorliegenden Anleitung ....................Zielgruppe ............................. Allgemeine Sicherheitshinweise........................Installation ............................. Inbetriebnahme und Betrieb........................Wartung..............................
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Inhaltsverzeichnis KEB Automation KG Diagnose/Visualisierung X4A........................Belegung der Klemmleiste X4A ......................Datenkabel RS232 PC-Drive Controller....................USB-Seriellwandler ..........................Anschluss der RS485--Schnittstelle...................... Fernbedienung ............................Feldbusschnittstellen ........................... Typenschlüssel Feldbus........................CAN............................... Realtime-Ethernetmodul ........................Geberschnittstellen............................Multi-Encoder-Interface......................... Eingangssignale............................ Geberbuchsen X3A/X3B ........................Geberkabellänge........................... Geberkabel............................Beschreibung der Geberschnittstellen ....................
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Abbildungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abb. 1 Pinbelegung Buchse SubD-9 (Draufsicht) ..................... Abb. 2 Serielles Kabel zur Verbindung mit einem PC ..................Abb. 3 Anschluss CAN-Bus..........................Abb. 4 Zuordung der Eingangssignale (als Differenzsignale) ................Abb. 5 Geberkabellänge............................ Abb. 6 Anschluss einer Bremse ........................ma_dr_f6-cu-a-inst-20118593_de...
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Tabellenverzeichnis KEB Automation KG Tabellenverzeichnis Tab. 1 Steckersets ............................Tab. 2 Übersicht Anschluss- und Bedienelemente ................... Tab. 3 LEDs beim Einschalten .......................... Tab. 4 Funktion VCC LED..........................Tab. 5 Funktion NET ST - LED ......................... Tab. 6 Funktion DEV ST - LED .........................
Einleitung | 1 1 Einleitung Die beschriebenen Geräte, Anbauteile, Hard- und/oder Software sind Produkte der KEB Automation KG. Die beigefügten Unterlagen entsprechen dem bei Druckle- gung gültigen Stand. Druckfehler, Irrtümer und technische Änderungen vorbehal- ten. 1.1 Auszeichnungen 1.1.1 Warnhinweise Bestimmte Tätigkeiten können während der Installation, des Betriebs oder danach Gefahren verursachen.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen oder sollten Probleme auftreten, die in der Dokumentation nicht ausführlich genug behandelt werden, können Sie die erforderliche Auskunft über die örtliche Vertretung der KEB Auto- mation KG erhalten. Die Verwendung unserer Geräte in den Zielprodukten erfolgt außerhalb unse- rer Kontrollmöglichkeiten und liegt daher ausschließlich im Verantwortungs-...
Änderungen ausdrücklich vorbehalten. Dies gilt auch in Bezug auf eine etwaige Verletzung von Schutzrechten Dritter. Eine Auswahl von KEB Produkten im Hinblick auf ihre Eignung für den beabsichtig- ten Einsatz hat durch den Anwender zu erfolgen. Prüfungen und Tests können nur im Rahmen der bestimmungsgemäßen...
2 | Allgemeine Sicherheitshinweise KEB Automation KG 2 Allgemeine Sicherheitshinweise Die Produkte sind nach dem Stand der Technik und anerkannten sicherheitstechni- schen Regeln entwickelt und gebaut. Dennoch können bei der Verwendung funkti- onsbedingt Gefahren für Leib und Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Schäden an der Maschine und anderen Sachwerten entstehen.
Unvorhersehbare Fehlfunktionen a) Die Funktion des Gerätes ist von seiner Parametrierung abhängig. Niemals oh- ne Kenntnis der Applikation austauschen. b) Modifikationen und Instandsetzung ist nur durch von der KEB Automation KG autorisiertem Personal zulässig. c) Nur originale Herstellerteile verwenden. d) Zuwiderhandlung hebt die Haftung für daraus entstehende Folgen auf.
3 | Produktbeschreibung KEB Automation KG 3 Produktbeschreibung 3.1 Beschreibung der Steuerkarte APPLIKATION Die Steuerkarte APPLIKATION stellt folgende Grundfunktionen zur Verfügung: • Digitale und analoge Ein- und Ausgänge • Potenzialfreier Relaisausgang • CAN-Feldbusschnittstelle • Serielle Diagnoseschnittstelle zur Verbindung mit einem PC • Steuerungshardware „sicher getrennt“ nach EN 61800-5-1 •...
Produktbeschreibung | 3 3.3 Zubehör Um kundenseitig vorkonfektionierte Kabel einsetzen zu können, sind die Stecker der Steuerkarte optional erhältlich. Entsprechend der eingesetzten Optionen sind folgende Steckersets erhältlich: Steuerkarte Sicherheitsmodul Set enthält Materialnummer APPLIKATION Typ 1 Klemmleiste 28-polig 00F6V80-001A Klemmleiste 20-polig Klemmleiste 6-polig APPLIKATION Typ 3 Klemmleiste 32-polig...
3 | Produktbeschreibung KEB Automation KG 3.5 Motorüberwachung X1C (Temperatur, Bremse) Die Klemmleiste X1C ist eine 6-polige, steckbare Klemmleiste mit Federkraftanschluss. Sie umfasst: • 1 Ausgang zur Ansteuerung von 24V-Motorbremsen • 1 analoger Eingang zur Temperaturerfassung 3.6 Steuerklemmleiste X2A Die Steuerklemmleiste X2A ist eine 28-polige steckbare, zweireihige Klemmleiste mit Fe- derkraftanschluss.
Produktbeschreibung | 3 3.11 Status LEDs 3.11.1 Bootanzeige Bevor die LEDs ihre reguläre Funktion aufnehmen, signalisieren sie nach dem Einschal- ten den Bootvorgang: LEDs Status Bemerkung Gerät aus Initialisierung Steuerung wird mit 24V versorgt FPGA gebootet FPGA wurde fehlerfrei gebootet (ca. 6 s) Betriebsbereit Gerät ist betriebsbereit und die LEDs nehmen ihre reguläre Funktion auf (ca.
3 | Produktbeschreibung KEB Automation KG 3.11.5 OPT - LED LED Farbe Beschreibung Reserviert für Optionen. Tab. 7: Funktion OPT - LED Tipp Die LEDs DEV ST und OPT können zu Diagnosezwecken umprogrammiert werden, z.B. kann die LED OPT so programmiert werden, dass sie den Sta- tus eines digitalen Eingangs anzeigt.
Anschluss der Steuerkarte | 4 4 Anschluss der Steuerkarte Beachten Sie folgende Hinweise, um Störungen zu vermeiden! • Steuer- und Leistungskabel getrennt verlegen (ca. 10…20 cm Abstand). • Kreuzungen mit Leistungskabeln im rechten Winkel verlegen. • Bei induktiver Last am Relaisausgang ist eine Schutzbeschaltung vorzusehen (z.B.
Anschluss der Steuerkarte | 4 4.2.1 Digitale Eingänge Spezifikation Anzahl Bezeichnung DI1…DI8 Klemmen X2A.1…X2A.8 Klassifizierung Typ 3 gemäß DIN EN 61131-2 Low-Pegel (logisch 0) -3 … +5 V High-Pegel (logisch 1) 11 … 30 V / 2 … 6 mA Besonderheiten DI1 kann firmwareabhängig als Analogeingang AN3 genutzt werden.
4 | Anschluss der Steuerkarte KEB Automation KG Anschluss Anschluss Verbraucher Anschluss Ausgänge an digitale Ein- gänge 10 12 ext. 4.2.3 Relaisausgang 4.2.3.1 Relaisausgang Form C Spezifikation Relaisausgang Anzahl Form C Bezeichnung Klemmen X2A.13 (Öffner) X2A.14 (Schließer) X2A.15 (Schaltkontakt) Form C Spannung Maximal DC 30 V...
Anschluss der Steuerkarte | 4 4.2.4 Analogeingang 4.2.4.1 Differenzeingang Keine Potenzialtrennung der Analogeingänge zur Steuerspannung! ACHTUNG Fehlfunktionen oder Defekt durch Spannungsdifferenzen. a) Wenn der Analogwert außerhalb des Common Mode Bereiches liegt, ist eine Potenzialausgleichsleitung zwischen der Analogquelle und dem Analogeingang erforderlich. Potenzialausgleichsleitung mit 0V der Steuerklemmleiste verbin- den.
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4 | Anschluss der Steuerkarte KEB Automation KG Anschluss Anschluss der analogen Differenzeingänge AN1 und AN2 20 22 0…±20mA 0…±10Vdc 4…20mA *) Potenzialausgleichsleitung 4.2.4.2 Absoluteingang Spezifikation (Absoluteingang) Anzahl Bezeichnung Klemmen X2A.1 (standard: digitaler Eingang DI1); firmwareabhängig als analoger Eingang AN3 nutzbar.
Anschluss der Steuerkarte | 4 4.2.5 Analogausgang Spezifikation Anzahl Bezeichnung ANOUT Klemmen X2A.22 Analogausgang X2A.21 Bezugspotenzial Klassifizierung DIN EN 61131-2 Spannungsausgang DC 0,0…10 V (entspricht 0…100 % Aus- gabegröße) Auflösung 11 Bit Minimale Lastimpedanz 1 kΩ Bemerkungen Im Bereich bis 0,1 V ist die auszugeben- de Größe nicht linear zur Ausgangs- spannung.
4 | Anschluss der Steuerkarte KEB Automation KG 4.2.6 Spannungsversorgung 4.2.6.1 Spannungseingang Die Versorgung der Steuerkarte erfolgt • extern durch eine zentrale 24V-Versorgung. Zur Auswahl einer geeigneten Spannungsquelle muss in jedem Fall die maximale Stromaufnahme ermittelt werden. 4.2.6.1.1 Ermittlung der Stromaufnahme Der Eingang P24Vin (X2A.28) versorgt folgende Komponenten: •...
Anschluss der Steuerkarte | 4 4.2.6.1.2 Externe Versorgung Spezifikation externe Versorgung Bezeichnung P24Vin, 0V Klemmen X2A.28 (P24Vin) X2A.27 (0V) Spannung DC 24 V (+20 % / -17 %) Stromaufnahme Berechneter Wert bis max. 4,8 A Anschluss der externen Versorgung Die Versorgung der Steuerkarte erfolgt durch eine externe 24 V Span- nung.
5 | Sicherheitsmodul X2B KEB Automation KG 5 Sicherheitsmodul X2B Das eingebaute Sicherheitsmodul wird durch die 6te Stelle der Materialnummer identifi- ziert. 6. Stelle Ausstattung Sicherheitsmodul Typ 1 (APPLIKATION) Sicherheitsmodul Typ 3 5.1 Sicherheitsmodul Typ 1 Das Sicherheitsmodul Typ 1 umfasst folgende Funktionen: und SBC.
Diagnose/Visualisierung X4A | 6 6 Diagnose/Visualisierung X4A Die integrierte, serielle Schnittstelle stellt folgende Funktionen zur Verfügung: • Parametrierung des Gerätes mit der KEB Software COMBIVIS • Anschluss für Tastatur/Anzeige-Operator. • Anschluss für Bluetooth-Adapter. • DIN66019II als Kommunikationsprotokoll. Schnittstelle Spezifikation RS485 Gleichtaktspannungsbereich 0…12 V...
6 | Diagnose/Visualisierung X4A KEB Automation KG 6.2 Datenkabel RS232 PC-Drive Controller 0058025-001D Abb. 2: Serielles Kabel zur Verbindung mit einem PC 6.3 USB-Seriellwandler Der USB-Seriellwandler (Materialnummer 0058060-0040) wird zum Anschluss von Drive Controllern, Operatoren oder IPC-Steuerungen mit 66019-Schnittstelle oder HSP5-Schnittstelle am USB-Port von Personal Computern verwendet. Der USB-Seriellwandler ist intern potenzialgetrennt.
Feldbusschnittstellen | 7 7 Feldbusschnittstellen 7.1 Typenschlüssel Feldbus Standardmäßig ist bei der Steuerung eine CAN-Schnittstelle integriert. Weitere Feldbusschnittstellen werden durch die 10te Stelle der Materialnummer identifi- ziert. 10. Stelle Steuerkartenvariante APPLIKATION | Multi-Encoder-Interface, CAN® , Realtime-Ethernetmodul APPLIKATION | Multi-Encoder-Interface, CAN® , Realtime-Ethernetmo- dul, alternative Klemmleiste 7.2 CAN Spezifikation...
7 | Feldbusschnittstellen KEB Automation KG NET ST - LED im Modus CAN Die NET ST - LED ist gemäß CiA 303-3 eine Kombination aus RUN und ERROR LED. Leuchtmuster NET ST LED (Rot/ Status Leuchtmuster Beschreibung Grün-Kombi) Pre-Op g-0 (Raster 200 ms) Gerät im Status PRE-...
Geberschnittstellen | 8 8 Geberschnittstellen 8.1 Multi-Encoder-Interface Das Multi-Encoder-Interface besteht aus zwei Kanälen. Kanal A unterstützt folgen- de Gebertypen: • Inkrementalgebereingang (RS485) mit oder ohne Nullsignal • Resolver • EnDat (digital mit 1V ss Inkrementalsignalen) • BiSS (digital) • Hiperface • SinCos mit/ohne Nullsignal; mit/ohne Absolutlage (SSI oder analog 1V ss) Kanal B unterstützt folgende Gebertypen: •...
8 | Geberschnittstellen KEB Automation KG 8.4 Geberkabellänge Die maximale Geberleitungslänge beträgt 50 m. Zusätzlich wird der Wert durch die Signalfrequenz, Kabelkapazität und Versorgungsspannung begrenzt. Die maximale Geberkabellänge bedingt durch den Spannungsabfall auf der Ver- sorgungsleitung errechnet sich wie folgt: Versorgungsspannung - min. Geberspannung max.
Geberschnittstellen | 8 Signale Beschreibung Eingang Nullsignal oder Daten RS485. Nullsignal ist 1-aktiv, wenn Signale A und B auch 1-aktiv sind. Nur Kanal B: Ausgang Nullsignal RS485. Nullsignal ist 1-aktiv, wenn Signale A und B auch 1-aktiv sind. Es wird ausgegeben, wenn die Lage auf Kanal A 0° hat. 10, 11, Sin+/- Nur Kanal A:...
9 | Bremsenansteuerung und Temperaturerfassung KEB Automation KG 9 Bremsenansteuerung und Temperaturerfassung Bezeichnung Bemerkungen Bremsenansteuerung / Ausgang Bremsenansteuerung / Ausgang Reserviert Reserviert Temperaturerfassung / Eingang+ Temperaturerfassung / Eingang- Tab. 18: Belegung der Klemmleiste X1C 9.1 Bremsenansteuerung Falsche Dimensionierung der Bremse kann zu Fehlfunktionen führen VORSICHT Bremse trennt nicht oder nur verzögert...
Bremsenansteuerung und Temperaturerfassung | 9 9.2 Temperaturerfassung Stromschlag durch Sensoren ohne sichere Trennung! GEFAHR a) Nur Sensoren mit Basisisolierung verwenden. Störungen durch falsche Leitungen oder Verlegung! ACHTUNG Fehlfunktionen der Steuerung durch kapazitive oder induktive Einkopplung a) Leitungen vom Motortemperatursensor (auch geschirmt) nicht zusammen mit Steuerleitungen verlegen.
9 | Bremsenansteuerung und Temperaturerfassung KEB Automation KG 9.2.2 Anschluss eines KTY-Sensors Kein Schutz der Motorwicklung bei falschem Anschluss! ACHTUNG Nichtbeachtung führt zu Fehlmessungen und gegebenfalls zur Zerstörung der Motorwicklung a) KTY-Sensoren in Durchlassrichtung betreiben. b) KTY-Sensoren nicht mit anderen Erfassungen kombinieren.
Änderungshistorie | 10 10 Änderungshistorie Ausgabe Version Bemerkung 2016-10 Fertigstellung Vorserienversion 2017-03 Fertigstellung Serienversion 2017-07 Steckersets aufgenommen; Bremsenansteuerung aktualisiert. 2017-09 Bezeichnung der Klemmen in Kapitel 2.4.7. korrigiert. Neue Spezifikation des Analogeingangs eingefügt. 2019-07 Einsatz von universellen Klemmensets; redaktionelle Änderun- gen. 2021-08 Redaktionelle Änderungen durch Umstellung auf Redaktions- system.
Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüs- tung von Maschinen Teil 1: Allgemeine Anforde- rungen (VDE 0113-1, IEC 44/709/CDV). Kunde Der Kunde hat ein Produkt von KEB erworben und EN 61800-5-1 integriert das KEB Produkt in sein Produkt (Kun- denprodukt) oder veräußert das KEB Produkt wei- Elektrische Leistungsantriebssysteme mit einstell- ter (Händler).
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Glossar Power-Off-Funktion Die Power-Off-Funktion (kurz: Power-Off) dient Sichere Beschleunigung (Safely limited accelerati- beim Ausfall der Netzspannung für eine gezielte Reaktion (z.B. Sillsetzen des Antriebs). Dazu wird die im Antriebsstrang gespeicherte Energie ge- nutzt. Sicher begrenzes Schrittmaß (Safely limited incre- ment) Richtlinie 2006/42/EG Maschinenrichtlinie Sicher begrenzte Position (Safely limited position)