3 Technische Informationen
3.5
Richtwerte zum Kurzzeitbolzenschweißen ohne Schweißbad-
schutz oder mit Schutzgas
Das Kurzzeitbolzenschweißen wird eingesetzt, wenn ein möglichst gerin-
ger Einbrand auf dünnen Blechen erzielt werden soll. Es wird im Allgemei-
nen mit Bolzen von M 3 bis M 10 (Bolzen mit Flansch Typ PS nach
DIN EN ISO 13918) durchgeführt. Wenn das Aussehen des Wulsts von
untergeordneter Bedeutung ist, kann auf den Schweißbadschutz verzich-
tet werden. Arbeiten Sie in diesem Fall aber mit einem Strom von mindes-
tens ca. 100 x Nenndurchmesser des Bolzens, d. h. bei einem Bolzen M 8
sollte die Stromquelle mindestens ca. 800 A abgeben können.
Grundsätzlich gilt: Möglichst hoher Strom, möglichst geringe Zeit. Wird
die Zeit wegen zu geringer Leistungsfähigkeit der Stromquelle zu stark
verlängert, wird der Schweißwulst ungleichmäßig und porös.
Schweißungen unter Schutzgas ergeben ein sauberes Wulstaussehen
und Porenarmut der Schweißzone. Dabei ist es möglich, auch mit längerer
Schweißzeit und geringerem Strom ansprechende Ergebnisse zu erzielen.
Als Schutzgas sollte bei Stahl und nichtrostendem Stahl vorzugsweise
Mischgas M 21 (82 % Ar, 18 % CO
men.
Die Einstellwerte beim Kurzzeitbolzenschweißen hängen nicht nur vom
Bolzendurchmesser, sondern auch von der Blechdicke und der Kolben-
masse der Pistole ab. Eine Tabelle finden Sie im DVS-Merkblatt 0904.
Grundsätzlich sollten Sie zunächst den Maximalstrom und die minimale
Schweißzeit an der Stromquelle einstellen und nach Probeschweißungen
die Werte anpassen.
) nach DIN EN ISO 14175 zum Einsatz kom-
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