MAP Mix Provectus
Arbeiten mit dem MAP Mix Provectus im MM8000-Emulationsmodus
Der MAP Mix Provectus (MMP) kann als Ersatz für das alte Modell MAP Mix 8000 EL (MM8000)
verwendet werden, sofern gewisse Einschränkungen beachtet werden. Es wird jedoch grundsätzlich
empfohlen, den MMP wann immer möglich im nativen Betriebsmodus einzusetzen. Ein Software
Developer Kit (SDK) mit Unterstützung für das erweiterte PBI-Protokoll und Modbus/TCP-Schnittstellen ist
erhältlich.
Der MMP ist ein vollständig anderes Design und weicht im Betrieb stark von dem MM8000-Modell ab.
Der neue MMP verfügt über eine viel höhere Kapazität als der MM8000. Daher muss die GAS-Zufuhr so
ausgelegt sein, dass sie mit den für MMP üblichen höheren Gasflüsse umgehen kann. Der endgültige
Fluss aus dem MMP hängt von der Mischungseinstellung ab, d.h. bei einer 50% / 50%-Mischung in
einem 2-Gase-MMP beläuft sich der Fluss auf 1000 l/min. Aufgrund dieses hohen Ausgangsflusses
erfolgt die Befüllung weitaus schneller als mit dem MM8000.
Bei MAP Mix Provectus-Geräten mit Firmwareversionen V1.1.0 und älter kann dies nicht gedrosselt
werden. Die Firmwareversion V2.0.0 verfügt über ein integriertes Menü zur Reduzierung des
Höchstausgangsflusses (ungeachtet der Möglichkeiten für die angezeigte Mischung). Verwenden Sie
diese Einstellung, um eine Drucküberschwingung bei der Tankbefüllung zu vermeiden.
Um einen fehlerfreien Mischerbetrieb zu gewährleisten, muss bei der Installation sichergestellt werden,
dass für jedes Gas genügend Kapazität vorhanden ist und dass Einschränkungen von der Gasleitungen
den Druck und Fluss des Gases nicht beeinträchtigen.
Installationsanforderungen finden Sie unter "Gasanschlüsse" auf Seite 17. Beachten Sie ebenfalls die
Zahlen für Mindestdruckverlust im Verhältnis zum Fluss in den Tabellen auf Seite 72.
Das MMP kann grundsätzlich auf drei verschiedene Arten in MM8000-Modus laufen:
• Der MMP emuliert den MM8000 mittels der PBI-Protokoll-Schnittstelle auf COM1 (gesteuert von der
Verpackungsmaschine, dem PLC oder dem PC)
• Der MMP emuliert den MM8000 mittels analoger Steuerspannungen zur Auswahl von Mischungen. In
der Regel vom PLC-DAC geliefert.
• Der MMP emuliert den MM8000 mittels Anschluss an den CMV-2
Das bei MM8000 verwendete MixSet-Programm kann ebenfalls mit dem MMP-Mischer zur
Konfigurierung des Puffertankdrucks und zum Wechseln zwischen analogen Steuermodi eingesetzt
werden. Zudem kann es bei der Suche nach Konfigurationsfehlern, zum Starten bzw. Stoppen des
Systems und zur Auswahl von Gemischen verwendet werden.
MM8000-Emulation mittels der PBI-Protokoll (PSIP)-Schnittstelle auf COM1
Um den MMP für den MM8000-Modus zu konfigurieren verwenden Sie zunächst das am COM2-
Anschluss des Mischers angeschlossene Terminalserverprogramm PuTTY. Falls Sie einen Mischer mit
Benutzerschnittstelle haben, können Sie die Parameter im Menü Haupteinstellungen vornehmen.
• Melden Sie sich als Vorgesetzter (0000) an und wählen Sie Haupteinstellungen -> Konfiguration
Mischer.
• Im Mischermodus wählen Sie den gewünschten MM8000-Emulationsmodus:
- 2-Gase-Mischer können auf CO2/N2, N2/O2 oder CO2/O2 gesetzt werden
- 3-Gase-Mischer können nur auf 3-Gas-Modus (N2/CO2/O2) gesetzt werden
- Da die Eingänge vorkonfiguriert sind, können Sie im MM8000-Modus KEINE GAS-Typen zuordnen.
- Wählen Sie die Alarmgrenzwerte für Gaseingangsdruck (je GAS)
Dansensor A/S
DE
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Bedienungsanleitung
PBI-300863-B 02/2013
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