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Braun AESCULAP e.motion Pro System Bedienungsanleitung Seite 28

Inhaltsverzeichnis
AESCULAP
e.motion
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14 | Zementiertechnik
·
Unabhängig von der verwendeten Fixierungsmethode ist es
von größter Bedeutung, korrekte Techniken anzuwenden, um
Komplikationen und ein frühzeitiges Versagen zu vermeiden.
Außerdem ist es wichtig, selbst bei exakten Schnitten sicherzu­
stellen, dass die Komponenten vollständig auf den vorbereiteten
Knochenflächen sitzen. Die Varus­ / Valgus­Ausrichtung kann
durch ungleichmäßige medio­laterale Zementmäntel und
schlecht sitzende Komponenten erheblich beeinträchtigt werden.
Falls nicht besonders vorsichtig vorgegangen wird, besteht das
Risiko, Femurkomponenten in flektierter Position zu platzieren.
·
Endgültige Komponenten sitzen nach ihrer Zementierung stabiler
als die Proben. Deshalb empfiehlt es sich, die Balance und Stabi­
lität nach dem Zementieren erneut zu prüfen, damit bei Bedarf
weitere Anpassungen vorgenommen werden können. Schlechte
Zementiertechniken konnten mit einer frühen und kontinuierlichen
Komponentenmigration in Verbindung gebracht werden. Diese
wiederum führt zu einer signifikant höheren Rate von aseptischen
Lockerungen. Daher muss beim Zementiervorgang besonders
sorgfältig gearbeitet werden (4).
·
Die Vorbereitung der Knochenflächen und des spongiösen
Knochens sollte mit Jet­Lavage erfolgen, bei der das Knie
unter einer Blutsperre liegt. Dieser Schritt gestattet eine gute
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Pro System
®
Zementpenetration und Verbindung mit den vorbereiteten
knöchernen Flächen (5, 6). Außerdem werden Knochenreste
entfernt, die als Fremdkörper agieren und den Polyethylenver­
schleiß nach der Operation erhöhen können. Das Implantatbett
muss vor dem Zementieren gründlich getrocknet und freigelegt
werden (7, 8). Alle Flächen müssen zur besseren Zementpene­
tration während des Zementiervorgangs unter Druck gesetzt
werden. Besonderes Augenmerk sollte auf die Zementierung der
dorsalen femoralen Kondylen gelegt werden (9). Diese hat einen
wesentlichen Einfluss auf die Fixation der Prothesen. Zusätzlich
sollten Sie beim Aushärten des Zements mit gestrecktem Bein
distalen Druck auf bauen, um das Eindringen des Zements in den
Knochen zu verbessern.
·
Achten Sie darauf, allen überschüssigen Zement, der aus der
Implantat­Knochen­Schnittstelle hervortritt, vollständig zu ent­
fernen. Jegliche Überreste von hervorstehendem Zement können
das umgebende Weichgewebe beeinträchtigen oder verletzen.
Diese freien Zementreste können zu einem Drittkörperverschleiß
führen, der zu einer frühzeitigen Verschlechterung der Fixierung
beitragen kann (10). Weitere Empfehlungen zur Zementiertechnik
sind in der wissenschaftlichen Broschüre O61801 „AESCULAP
Implantatverankerung beim Kniegelenk" zusammengefasst.
®
·
Spülen Sie das Gelenk nach der Zementpolymerisation und Ent­
fernung des gesamten überschüssigen Zements gründlich aus.
Falls eine Blutsperre verwendet wird, lösen Sie diese und führen
die Hämostase durch.
·
Verschließen Sie die einzelnen Weichgewebeschichten in üblicher
Vorgehensweise.
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