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Das Surround-System - T+A Dd 1230 R Betriebsanleitung

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Mehrkanalige Wiedergabe mit Hilfe von Surroundtechni-
ken eröffnet zwar neue Erlebniswelten, die technische
Realisierung eines Mehrkanal Surroundsystems birgt
aber auch einige Risiken. Viele Surroundsysteme stehen
im Ruf, nur eine relativ geringe Klangqualität, insbeson-
dere im normalen Stereobetrieb, zu erbringen.
Die Ursache hierfür liegt darin, dass analoge Stereo-
signale sehr empfindlich sind. Ihre Signalpegel liegen im
Bereich von nur wenigen Millivolt (Tausendstel Volt) und
bereits Störsignale, die nochmals tausendfach kleiner
sind können, vom menschlichen Ohr noch störend wahr-
genommen werden. Die in normalen Surroundverstär-
kern betriebene Vereinigung von Digitalsignalen und
hochfrequenten Videosignalen zusammen mit empfindli-
chen Analogsignalen in einem gemeinsamen Gehäuse
öffnet der gegenseitigen Störübertragung Tür und Tor.
Dies wollten wir bei der Konzeption unseres
roundsystems keinesfalls akzeptieren und entwicckelten
daher ein System mit einer konsequent getrennten und
auf zwei spezialisierte Geräte aufgeteilten Signalverar-
beitung: Für hochwertige Stereosignale steht ein analo-
ger zweikanaliger Stereoverstärker zur Verfügung, die
Verarbeitung der digitalen Surroundsignale geschieht im
eigenständigen Surround-Decoder.
Analoge und digitale Baugruppen sind beim
bestens voneinander getrennt. Eine gegenseitige Beein-
flussung der empfindlichen Analogsignale wird auf diese
Weise vermieden und eine klangliche Beeinträchtigung
bei analoger Stereowiedergabe ist ausgeschlossen.
Um den Surround-Decoder komfortabel in die Anlage zu
integrieren und um ihn auch für analoge, z.B. Dolby
Surround codierte Quellsignale nutzbar zu machen,
haben wir das
Surroundinterface (TASI) erfunden.
Durch diese Schnittstelle wird der Decoder elegant in
das Gesamtsystem integriert. Die Integration erfolgt
dabei ohne Nachteile für Stereosignale, denn im norma-
len Stereobetrieb ist der Decoder vollständig aus dem
Signalweg entfernt.
Nicht einmal die Länge der Signalwege verändert sich:
bei Stereobetrieb verbleiben alle Signale im Vorverstär-
kerteil des Verstärkers. Ein Umweg über den Surround
Decoder wird vermieden.
Das
Surround-System
Sur-
System
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Die TASI Schnittstelle sorgt auch dafür, dass der Deco-
der im Pro Logic II Betrieb an der signaltechnisch güns-
tigsten Stelle, direkt hinter dem Quellenwahlschalter, bei
optimalen Pegelverhältnissen eingeschleift wird.
Über die TASI ist es ferner möglich die hervorragenden
Endstufen eines
Stereosystems auch im Surround-
betrieb für die Frontkanäle zu nutzen.
Damit das Gesamtsystem optimal harmoniert, sind die
im Decoder eingebauten Endstufen schaltungstechnisch
identisch zu unseren Stereoendstufen. Identisches Fre-
quenz-, Phasen- und Transientenverhalten aller Kanäle
sind auf diese Weise ebenso gewahrt wie absolut glei-
che dynamische Eigenschaften.
Das
Surroundkonzept bietet weitere Vorteile. Es
stehen zwei getrennte Vorverstärkerzweige mit jeweils
eigenen Lautstärke- und Klangregelfunktionen zur Ver-
fügung: Ein Stereovorverstärker und ein davon unab-
hängiger Sechskanalvorverstärker im Surround-Decoder.
Es ist daher möglich, für Stereo und Surround jeweils
unterschiedliche, den Erfordernissen angepasste Pegel-
und Klangeinstellungen vorzunehmen. Mit dem Wechsel
der Betriebsart werden so auch gleich die richtigen Ein-
stellungen aktiv.

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