LA 3860
Gegebenenfalls, beispielsweise bei bivalenten Anlagen sind zu-
sätzlich die in der folgend aufgeführten Tabelle aufgelisteten
Vorgaben zu berücksichtigen, bzw. die genauen Richtwerte für
Füll- und Ergänzungswasser und die Gesamthärte der Tabelle
nach VDI 2035 – Blatt 1entnommen werden.
HINWEIS
Das spezifische Volumen einer Heizungsanlage ist vor
Befüllung der Anlage zu ermitteln.
Zur Beurteilung, ob ein Wasser die Tendenz zur Kalkauflösung
oder zur Kalkabscheidung hat, wird der sog. Sättigungsindex SI
herangezogen. Er zeigt an, ob der pH-Wert dem pH-Neutral-
punkt entspricht bzw. um wie viel dieser durch Säureüber-
schuss unterschritten, oder durch Kohlensäuredefizit über-
schritten wird. Bei Sättigungsindex unter 0 ist das Wasser
aggressiv, neigt zu Korrosionen. Bei Sättigungsindex über 0 ist
das Wasser kalkabscheidend.
Der Sättigungsindex SI sollte zwischen - 0,2 < 0 < 0,2 liegen
Füll- und Ergänzungswasser sowie Heizwasser, heizleistungsabhängig
Gesamtheizleistung in kW
50
spezifischer Wasserinhalt
2
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
50
spezifischer Wasserinhalt
2
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
(z.B. Umlaufwasserheizer) und
Anlagen mit elektrischen Hei-
zelementen
> 50 kW bis 200 kW
> 200 kW bis 600 kW
> 600 kW
Heizwasser, heizleistungsabhängig
Betriebsweise
3
salzarm
Salzhaltig
1. Zur Berechnung des spezifischen Anlagenvolumens ist bei Anlagen mit
mehreren Wärmeerzeugern die kleinste Einzelheizleistung einzusetzen.
2. Bei Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern mit unterschiedlichen spezifi-
schen Wasserinhalten ist der jeweils kleinste spezifische Wasserinhalt maß-
gebend.
3. Für Anlagen mit Aluminiumlegierungen ist Vollenthärtung empfohlen.
Abb. 6.1:Richtwerte für Füll- und Ergänzungswasser nach VDI 2035
ACHTUNG!
Bei der Verwendung von vollentsalztem Wasser ist darauf zu
achten, dass der minimal zulässige pH-Wert von 8,2 nicht
unterschritten
wird.
Eine
Zerstörung der Wärmepumpe führen.
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Summe Erdalkalien in mol/m³
(Gesamthärte in °dH)
20
20 bis 50
50
Spezifisches Anlagenvolumen in l/kW
1
Heizleistung
keine
3,0 (16,8)
3,0 (16,8)
1,5 (8,4)
< 0,05 (0,3)
2,0 (11,2)
1,0 (5,6)
1,5 (8,4
< 0,05 (0,3)
< 0,05 (0,3)
Elektrische Leitfähigkeit in µS/cm
> 10 bis 100
> 100 bis 1500
Aussehen
klar, frei von sedimentierenden Stoffen
Unterschreitung
kann
452167.66.48a · FD 0305
6.3.2 Korrosion
Bei Anlagen mit überdurchschnittlich großem spezifischem An-
lagenvolumen von 50 l/kW empfiehlt die VDI 2035 den Einsatz
von teil-/vollentsalztem Wasser.
Diese Maßnahmen (z.B. pH-Stabilisator) werden zur Einstellung
des pH-Wertes des Heizungswassers getroffen, um die Korros-
ionsgefahr in der Wärmepumpe und in der Heizungsanlage zu
minimieren.
Unabhängig von rechtlichen Anforderungen dürfen die nach-
folgenden Grenzwerte im verwendeten Heizungswasser für
verschiedene Inhaltsstoffe nicht über- bzw. unterschritten wer-
den, um einen sicheren Betrieb der Wärmepumpe zu gewähr-
leisten. Dazu ist vor Inbetriebnahme der Anlage eine Wasse-
ranalyse durchzuführen. Ergibt die Wasseranalyse für maximal
einen Indikator ein „-" oder für maximal zwei Indikatoren ein „o"
ist die Analyse als negativ zu bewerten.
Beurteilungsmerkmal
-
Bicarbonat (HCO
)
3
2-
Sulfate (SO
)
4
Hydrogencarbonat / Sulfate
-
2-
HCO
/ SO
3
4
elektrische Leitfähigkeit
2
pH Wert
+
Ammonium (NH
)
4
-
Chloridionen (Cl
)
Freies Chlor (Cl
)
2
Schwefelwasserstoff (H
Kohlendioxid (CO
)
2
-
Nitrate (NO
)
3
zur
Eisen (Fe)
Aluminium (Al)
Mangan (Mn)
Konzentrations-
bereich
Edelstahl Kupfer
(mg/l oder ppm)
< 70
70 - 300
> 300
< 70
70 - 300
> 300
> 1,0
< 1,0
< 10 µS/cm
1
10 - 500 µS/cm
> 500 µS/cm
< 6,0
6,0 - 8,2
8,2 - 9,0
> 9,0
< 2
2 - 20
> 20
< 50
50 - 150
> 150
< 0,5
0,5 - 5
> 5
S)
< 0,05
2
> 0,05
< 5
5 - 10
> 10
< 100
> 100
< 0,2
> 0,2
< 0,2
> 0,2
< 0,05
> 0,05
Deutsch
+
o
+
+
+
o
+
+
o
o/-
-
-
+
+
o
-
o
o
+
+
o
o
-
-
o
o
+
+
o
o
+
+
o
o
-
-
+
+
o
o
-
-
+
+
-
o
-
-
+
+
+
o/-
+
+
+
o
o
-
+
+
o
o
+
+
o
o
+
+
+
o
+
+
o
o
DE-7