Elektrolysestacks erheblich reduzieren. Während des Betriebes erfolgt laufend
eine Messung der Qualität des deionisierten Wassers. Bei zu schlechter Wasser-
qualität kann das Gerät gar nicht hochfahren. Daher ist hinsichtlich der Inbe-
triebnahme des Gerätes eine Betrachtung der Anode nicht erforderlich.
Kathode
Die Kathode ist zum Schutz der Membran mit deionisiertem Wasser gefüllt. Bei
der Erst-Inbetriebnahme ist ein Spülen mit Stickstoff erforderlich. Als sehr reak-
tionsträges inertes Gas sorgt Stickstoff dafür, dass keine unerwünschten Reak-
tionen stattfinden, welche eine Schädigung der Membran hervorrufen könnten.
Zusätzlich sollte der Elektrolysestack nach einem längeren Stillstand mit Stick-
stoff gespült werden, um Membran schädigende Fremdstoffe (wie beispielsweise
Luft) zuverlässig austragen zu können.
Stickstoff
Stickstoff ist gemeinsam mit Sauerstoff Hauptbestandteil unserer natürlichen
Atemluft. Die Lufthülle der Erde besteht zu 78 Volums-% (76 Gewichts-%) aus
Stickstoff. Ein zu hoher Stickstoff-Anteil kann jedoch zu Erstickungsgefahr
führen. Daher sind bei der Handhabung von Stickstoff Sicherheitsmaßnahmen
erforderlich.
Neben der erforderlichen Belüftung können auch Warneinrichtungen vorhanden
sein, die optisch oder akustisch auf einen Sauerstoffmangel hinweisen können.
Zusätzlich kann das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung erforderlich
sein, mit der Möglichkeit, rechtzeitig vor zu geringem Sauerstoffgehalt der Luft
zu warnen.
Bei zu großem Stickstoffgehalt in der Atemluft kommt es zu einem unmerkbaren
Sauerstoffmangel, welcher nach einigen Sekunden zu leichten Bewusst-
seinsstörungen führt, gefolgt von Bewusstlosigkeit. Nach wenigen Minuten tritt
Tod durch Erstickung ein.
Im Gegensatz zu einer Anreicherung von Kohlendioxid im Blut, welche zu einem
Erstickungsgefühl führt, ist ein Sauerstoffmangel durch zu viel Stickstoff in der
Atemluft nicht bewusst wahrnehmbar.
Prinzip
Die Erst-Inbetriebnahme oder ein langer Stillstand des Gerätes erfordern ein
Spülen der Wasserstoffseite (Kathode) mit Stickstoff. Für den Spülvorgang ist ei-
ne Stickstoffflasche mit Druckminderer vorzusehen. Das Spülen der Kathode er-
folgt mit einem Druck von ca. 2 bar, bei einer Durchflussrate von 8 bis 10 Nm
Gefahr eines zu hohen Druckes und einer zu hohen Durchflussrate bei der Stick-
stoffspülung
Ein zu hoher Druck und eine zu hohe Durchflussrate beim Spülen der Kathode
mittels Stickstoff kann schwerwiegende Personen- und Sachschäden verursa-
chen.
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WARNUNG!
Einen Druck von 3 bar nicht überschreiten
Eine Durchflussrate von 8 bis 10 Nm
3
/h nicht überschreiten
3
/h.