SCADA-Funktionen in Überwachungsrichtung
Verarbeitung von analogen Messwerten
2-14 | 1KGT 150 797 V003 0 - ABB AG
Die Methode "Schwellwertüberwachung mit Integration" nutzt die Analogeingabe-Baugruppe für
die Schwellwertüberwachung. Der IOC berechnet für jeden Zyklus den Unterschied zwischen dem
letzten übertragenen Wert und dem aktuellen Wert. Die Differenz wird zu dem aufsummierten Wert
im Schwellwert-Differenzregister addiert. Übersteigen die aufsummierten Differenzen den parametri-
sierten Schwellwert, wird der aktuelle Wert im FIFO-Speicher gespeichert und an die PDP gemeldet.
Der aktuelle Wert wird dadurch zum letzten gemeldeten Wert. Das Schwellwert-Differenzregister
wird auf Null gesetzt. Die Summierung erfolgt unter Berücksichtigung des Vorzeichens der Differenz.
Abbildung 8: Schwellüberwachung mit Integration
Das Schwellwert-Differenzregister wird gelöscht, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:
• Der Wert lag über dem Schwellwert.
• Die Erkennung der Schalthandlung wurde ausgelöst.
• Der Wert übertraf eine überwachte Schwelle.
Der Konfigurations-Parameter Schwellwert definiert den Schwellwert. Um die Unabhängigkeit vom
Abfragezyklus zu gewährleisten, wird der Schwellwert per Schwellwert-Integration pro Sekunde be-
rechnet.
Die Schwelle wird entsprechend dem Konfigurations-Parameter Netzfrequenz neu skaliert:
• 50 Hz: Schwellwert Grundwert 1 s = Schwellwert / 0,58 = 12 %
• 60 Hz: Schwellwert Grundwert 1 s = Schwellwert / 0,5 = 10 %
• 16,6 Hz: Schwellwert Grundwert 1 s = Schwellwert / 1,62 = 25 %
RTU500 Serie Fernwirk-Unterstation