Bau- und Bedienungsanleitung
Leitungen gekennzeichnet werden.
Für einen einfachen und problemlosen
Anschluss der Trafoleitungen sind die bei-
den gelben 230V-Primärleitungen zunächst
an der Gehäuserückwand hochzubiegen,
während die übrigen Leitungen direkt an
der Durchführung im Gehäuseoberteil um
90° nach vorne abzuwinkeln sind. Die ro-
ten Kabel der 6,3V-Röhrenheizungswick-
lung werden anschließend direkt am Ende
des das Leitungspaar umgebenden Isolier-
schlauches wieder um 180° zur Rückwand
zurückgebogen.
Um den Abstand zwischen den An-
schlussleitungen der einzelnen Wicklun-
gen möglichst klein zu halten, sind die
entsprechenden Leitungspaare miteinan-
der zu verdrillen. Diese Maßnahme sorgt
für eine Minimierung der die Leiter umge-
benden magnetischen Felder.
Aufgrund der hohen Heizströme ist die-
se Präventivmaßnahme bei den Anschluss-
leitungen der Röhrenheizung besonders
wichtig. Die Zuführung der Heizspannung
zur Signalplatine erfolgt über je eine
schwarze Trafoanschlussleitung ((1) bzw.
(2)) und den angefertigten Verbindungs-
leitungen (Nr. 3 und Nr. 4), die später
zwischen den Punkten ST x15 auf der
Netzteilplatine und ST x16 auf der Signal-
platine anzulöten sind. Um die aus den
Heizströmen resultierenden Felder zu mi-
nimieren, sind hier die schwarzen
6,3V-Trafoleitungen und die zugehörigen
Verbindungsleitungen Nr. 3 bzw. Nr. 4 zu
verdrillen. Die Rückführung des zweiten
Wicklungsendes von der Signalplatine des
linken Kanals zur Netzteilplatine über die
Lötstützpunkte ST 3 und ST 4 führt zwar
keine großen Ströme, sollte aber trotzdem
mit den Heizspannungsleitungen verdrillt
werden. Zum Verdrillen dieser Leitungen
werden die zusammengehörigen Kabel
(Trafo schwarz (1), Kabel Nr. 3 und Nr. 5,
bzw. Trafo schwarz (2) und Kabel Nr. 4)
jeweils am Ende der Trafoleitung zusam-
mengehalten und bis zum Trafo hin mit-
einander verdrillt. Die freien Enden der
konfektionierten Leitungen (Nr. 3, Nr. 4
und Nr. 5) sind anschließend auch an der
Rückwand des Gehäuses hochzubiegen.
Sind die Leitungen soweit positioniert,
beginnen wir mit der Montage der Netz-
teilplatine. Bevor die Platine montiert wird,
muss der Kabelbinder, der später die bei-
den Primär-Trafoleitungen in ihrer Lage
fixiert, so durch die zugehörigen Bohrun-
gen vor ST 1 und ST 2 gesteckt werden,
dass die Enden des Kabelbinders auf der
Bestückungsseite herausragen. Die Netz-
teilplatine, ist so zu positionieren, dass sich
die Netzanschlussklemmen hinten befin-
den. Anschließend wird die Platine mit je
einer M4-Mutter und unterlegter Fächer-
scheibe festgeschraubt.
Bei der nun folgenden Verdrahtung der
16
Netzteilplatine ist besonders sorgfältig
vorzugehen, da die im Netzteil einer Röh-
renschaltung erzeugten Spannungen eini-
ge hundert Volt betragen. Ein Verdrah-
tungsfehler kann hier großen Schaden an-
richten. Vor allem ist es wichtig, dass die
Leitungsenden vor dem Verlöten durch
Umbiegen in der Lötöse zusätzlichen me-
chanischen Halt bekommen. Im ersten
Schritt werden wir die Verdrahtung der
Zuleitung für die Röhrenheizung beschrei-
ben. Hierzu sind die roten Leitungen ((1)
und (2) vom Trafo kommend) an die ent-
sprechenden Lötösen ST x13 anzulöten.
Nachdem dann die schwarze 0,75mm
Leitung (Nr. 5) an ST 4 befestigt wurde,
sind die beiden Kabel Nr. 3 und Nr. 4, die
die abgesicherten Heizspannungen zu den
Signalplatinen führen, an die Lötstützpunk-
te ST x15 anzulöten.
Danach können die übrigen Wicklungs-
anschlüsse an die in Tabelle 3 bezeichne-
ten Lötösen angelötet werden. Die beiden
gelben Leitungen der Primärwicklung sind
nach dem Anlöten durch den bereits in die
Platinenbohrungen eingesetzten Kabelbin-
der zu fixieren.
Im Anschluss daran ist die Schutzleiter-
verbindung herzustellen. Dazu wird auf dem
kurzen grün-gelben Schutzleiter (Nr. 2) eine
Aderendhülse aufgequetscht und diese
Leitung anschließend in die rechte Klem-
me von KL 2 eingeschraubt. Weiterhin
muss die lange Schutzleiterleitung (Nr. 1)
in die mittlere Bohrung des Massean-
schlussbleches eingelötet werden.
Nachdem die Netzteilplatine montiert
ist, folgt der Einbau der Signalplatine.
Vorher sind auch hier noch einige Vorbe-
reitungen notwendig:
Um bei der späteren ersten Inbetrieb-
nahme schon eine gewisse grobe Vorein-
stellung zu haben, sollten sich alle Trim-
mer in Mittelstellung befinden. Diese sind
für den späteren Abgleich zwar bei einge-
bauter Platine zugänglich, die Stellung der
Trimmer ist dann aber nur schwer erkenn-
bar. Weiterhin sind die Heizspannungszu-
leitungen direkt an der Netzteilplatine um
90° nach unten abzuwinkeln.
Sind diese Vorbereitungen getroffen, so
kann mit der endgültigen Montage begon-
nen werden. Die Signalplatine muss dabei so
positioniert werden, dass sich die Röhren-
Tabelle 3: Zuordnung der Trafo-Anschlussleitungen zu den Lötstützpunkten
Wicklung
Leitungsfarbe
230V primär
gelb/gelb
6,3V sekundär (2)
schwarz/rot
6,3V sekundär (1)
schwarz/rot
350V sekundär (2)
blau/grün
350V sekundär (1)
blau/grün
50V sekundär (1)
weiß/violett
50V sekundär (2)
weiß/violett
sockel mittig unter den Ausspar ungen für
die Röhren im Gehäuseoberteil befinden.
Die Befestigung erfolgt dann mit je einer
M4-Mutter und unterlegter Zahnscheibe.
Im nächsten Arbeitsschritt ist die Ver-
drahtung der Signalplatinen fertigzustel-
len. Dazu wird zuerst die Heizspannungs-
versorgung durch das Anlöten der entspre-
chenden Anschlussleitungen an die Löt-
stützpunkte ST x16 und ST x14 und die
Rückführung an ST 3 hergestellt.
Um die weitere Verdrahtung vornehmen
zu können, müssen zuvor die beiden Aus-
gangsübertrager eingebaut werden. Diese
2
-
sensiblen Komponenten haben einen we-
sentlichen Einfluss auf die erreichbaren tech-
nischen Daten einer Röhrenendstufe. Durch
den Einsatz minderwertiger Ausgangsüber-
trager lassen sich die technischen Daten
eines Röhrenverstärkers beliebig verschlech-
tern. Daher sind wir bei der Auswahl dieser
zentralen Komponente keine Kompromisse
eingegangen und setzen im ELV-RV-100
einen besonders hochwertigen Übertrager-
typ aus deutscher Fertigung ein.
Die Übertrager sind so zu positionieren,
dass die Lautsprecheranschlüsse, die auf
dem Übertrager mit den Klemmen 12, 14
und 16, bzw. mit „0", „4 Ω" und „8 Ω"
bezeichnet sind, jeweils nach außen, d. h.
zu den Seitenteilen weisen. Die Befesti-
gung der Übertrager erfolgt dann mit je 4
Schrauben M5 x 45 mm und unterlegter
Zahnscheibe, die von der Gehäuseinnen-
seite durch die entsprechenden Bohrungen
im Übertrager und im Gehäuseoberteil zu
stecken sind. Als Abstandshalter zwischen
Gehäuseoberteil und Übertragerkern die-
nen die M5-Kunststoff-Unterlegscheiben,
von denen jeweils eine über jede M5-Befe-
stigungsschraube zu setzen ist. Auf der
Gehäuseoberseite werden dann die lackier-
ten Abdeckhauben über den Aussparungen
positioniert. Mit dem Aufschrauben der M5-
Hutmuttern auf die durchgesteckten Schrau-
benköpfe sind die Übertrager anschließend
endgültig zu befestigen.
Damit ist der Einbau der Komponenten
abgeschlossen, und wir wenden uns nun
den verbleibenden Verdrahtungsarbeiten
zu. Hier beginnen wir mit dem Anschluss
der primärseitigen Wicklungen, d. h. den
Verbindungen vom Übertrager zu den End-
stufenröhren.
Lötstützpunkt
ST 1/ST 2
ST 214/ST 213
ST 114/ST 113
ST 210/ST 209
ST 110/ST 109
ST 112/ST 111
ST 212/ST 211