7 Funktionsbeschreibung SolvisControl
Wenn eine Heizkreisanforderung besteht, wird das Tempe-
raturniveau der Heizkreise um den unter „Fachnutzer"
„Sonstiges"
„erweiterte Funktionen"
„Erhöhung VL-Soll verst. Betrieb" eingestellten Wert
angehoben, wenn die Wärmepumpe in Betrieb ist. D.h.,
ein Teil der Wärme wird im Gebäude gespeichert und ein
Teil im Pufferspeicher.
Im „maximalen Betrieb" wird bis S4 (Heizungspuffer oben)
aufgeladen, unabhängig davon, ob eine Anforderung be-
steht. Es gilt kein Warmwasservorrang. Die Heizkreise wer-
den weiterhin mit ihrer normalen Temperatur bedient. Ist
zudem am SolvisMax ein Hydraulikset SmartGrid vorhan-
den, kann ein größerer Bereich des Pufferspeichers genutzt
werden.
Die „Grenztemp. max. Betrieb" gibt vor, ab welcher Au-
ßentemperatur die Wärmepumpe bei Anliegen des Signals
(max. Betrieb) verwendet wird. Ggf. ist die Wärmepumpe
nicht in der Lage, bei tiefen Temperaturen den vollständi-
gen Wärmebedarf zu decken oder die gewünschte Vorlauf-
temperatur kann nicht erreicht werden. In diesem Falle
wäre der Einstellwert zu erhöhen.
Die größtmöglichen Gewinne aus SmartGrid sind von
Herbst bis Frühling möglich. Im Sommer steht i.d.R. genü-
gend Energie aus PV-Anlagen zur Verfügung um nur bei Be-
darf die Warmwasserbereitung zu starten. Zur Schonung
der Wärmepumpe und um übermäßige Temperaturerhö-
hungen im Speicheraufstellraum zu vermeiden, sollte im
Sommer ggf. auf SmartGrid verzichtet werden.
Smart Grid bezieht sich nur auf elektrische Wärmeerzeu-
ger, im Hybridsystem sind der Gas- oder Ölbrenner vom
Smart Grid nicht betroffen.
Zum Schutz der Wärmepumpe muss der Wechsel-
richter bzw. das Energiemanagementsystem dafür
sorgen, dass die Einschalt- und Pausenzeiten eine
ausreichende Dauer einhalten. Empfohlen sind je-
weils 30 Minuten.
Bei einer Eigenverbrauchsoptimierung führt Smart
Grid dazu, dass die benötigte elektrische Energie
steigt und Jahresarbeitszahl (JAZ) sinkt. Bei Verwen-
dung von Smart Grid können in der Folge geringe
Jahresarbeitszahlen zu Stande kommen. Dennoch
kann Smart Grid dazu beitragen, die Gesamtener-
giebilanz zu verbessern.
7.1.6 Silent Mode
Der „Silent Mode" lässt sich ein-/ausschalten und dient
der Schallreduzierung z. B. in der Nacht.
Im eingestellten Zeitfenster wird die Nachheizleistung re-
duziert. Ab Werk ist der Silent Mode montags bis sonntags
von 22:00 bis 6:00 Uhr aktiv.
Bei extremer Reduzierung der Nachheizleistung kann sich
ein zusätzlicher Stromverbrauch ergeben, wenn ein erhöh-
ter Wärmebedarf besteht.
Ggf. ist auch der Komfort eingeschränkt. Warmwasserbe-
reitschaftszeiten sollten sich möglichst nicht mit dem Silent
Mode überschneiden.
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7.2 Sonderfunktionen
„SmartGrid"
Zusätzlich zu den Grundfunktionen gibt es Sonderfunktio-
nen, die der Installateur bei der Initialisierung des Reglers
einstellt:
• Ost-/West-Dach oder
• Festbrennstoffkessel oder
• 3. gemischter Heizkreis.
Bei dem SolvisLeo 180 stehen nur die Sonderfunkti-
onen „3. gemischter Heizkreis" und „Festbrennstoff-
kessel" zur Verfügung.
7.2.1 3. gemischter Heizkreis
Mit Hilfe dieser Funktion kann ein 3. gemischter Heizkreis
realisiert werden. Das Mischventil wird vom Installateur an
Ausgang A6/A7 und der Vorlaufsensor an Eingang S16 an-
geschlossen. Bei Inbetriebnahme der Anlage muss dann als
Sonderfunktion „3. gemischter Heizkreis" eingegeben wer-
den.
7.3 Fernbedienung der SolvisCon-
trol
Der Systemregler SolvisControl ermöglicht die Überwa-
chung und Fernbedienung der Anlage. Mit einem Netz-
werkkabel (Spezifikation: mindestens Cat-5e) wird der Reg-
ler an einen freien Steckplatz des im Haus befindlichen
Routers oder Repeaters angeschlossen. Alternativ kann mit
der WLAN-Funktion eine drahtlose Anbindung erfolgen. Im
Folgenden werden die einzelnen Netzwerkfunktionen er-
läutert.
7.3.1 Remote-Funktion
Mittels der Remote-Funktion kann die Heizungsanlage mit
vollem Zugriff auf die gewohnte Bedienoberfläche des Reg-
lers im lokalen Netzwerk überwacht und ferngesteuert
werden. Dazu stellt der Installateur eine Verbindung zu
dem Router her und aktiviert die Remote-Funktion.
Im Hauptmenü Heizung wird am oberen Bildschirmrand
eine IP-Adresse angezeigt, die in einen Browser (Mozilla
Firefox, Microsoft Internet Explorer, Chrome etc.) eingege-
ben werden muss, um auf die SolvisControl zu gelangen
(Benutzername: „Solvis", Passwort: „RCSC3!").
Für eine Verbindung mit der SC-3 von außerhalb des loka-
len Netzwerkes empfehlen wir das SolvisPortal, das sich
leicht und schnell einrichten lässt. Das SolvisPortal bietet
außerdem eine Verschlüsselung an und funktioniert auch
bei Internetanschlüssen mit Mobilfunkroutern oder IPv6.
7.3.2 SolvisPortal
Eine weitere unkomplizierte und sichere Möglichkeit der
Fernbedienung und Überwachung (Logging) von jedem
Standort mit Internetverbindung aus ist unsere Cloud-An-
bindung SolvisPortal.
Dazu muss zunächst unter „https://solvisportal.de" ein
Nutzerkonto eingerichtet und mittels eines Pairing-Codes
eine Verknüpfung erstellt werden, siehe
sPortal", S. 33.
BAL-LEO-K · Technische Änderungen vorbehalten · 36006-2 · SOLVIS
Kap. „Solvi-