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elv RLC 9000 Bau- Und Bedienungsanleitung Seite 6

Inhaltsverzeichnis
Bau- und Bedienungsanleitung
dem Anwender oder dem steuernden PC.
Bedienung
Der Einsatz eines modernen Mikropro-
zessors ermöglicht eine besonders einfa-
che und komfortable Bedienung. Nach dem
Einschalten befindet sich das RLC 9000 in
dem Automatik-Betriebsmodus RLC auto
ohne Mittelwertbildung und ohne Bias-
Spannung.
Je nach Art des Prüflings wird rechts
neben der Anzeige das Ersatzschaltbild
angezeigt, wobei folgende Kombinationen
möglich sind:
- reiner Widerstand (Rs leuchtet)
- reine Kapazität (Cs leuchtet)
- reine Induktivität (Ls leuchtet)
- Reihenschaltung von R und L, wobei R
dominiert (Rs leuchtet und Ls blinkt)
- Reihenschaltung von R und L, wobei L
dominiert (Ls leuchtet und Rs blinkt)
- Parallelschaltung von R und C, wobei R
dominiert (Rp leuchtet und Cp blinkt)
- Parallelschaltung von R und C, wobei C
dominiert (Cp leuchtet und Rp blinkt)
Über die Betriebsartenauswahl können
noch einige Sonderformen angefordert
werden, und zwar :
- Parallelschaltung von R und L, wobei R
dominiert (Rp leuchtet und Lp blinkt)
- Parallelschaltung von R und L, wobei L
dominiert (Lp leuchtet und Rp blinkt)
- Reihenschaltung von R und C, wobei R
dominiert (Rs leuchtet und Cs blinkt)
- Reihenschaltung von R und C, wobei L
dominiert (Cs leuchtet und Rs blinkt)
Ergibt die Messung des Prüflings, dass
ein reiner Widerstand, eine reine Kapazität
oder eine reine Induktivität vorliegt (Güte
oder Verlustfaktor größer als 500), so wird
auf der Anzeige der Messwert mit gültiger
Einheit angezeigt, und nur eine der 3 LEDs
Cs, Rs oder Ls leuchtet auf. Eine Betriebs-
artenauswahl ist in diesem Fall nicht mehr
erforderlich und wird von der Software
gesperrt.
In allen anderen Fällen werden je nach
Betriebsart ein Ersatzschaltbild, bestehend
aus einer leuchtenden und einer blinken-
den LED sowie der zugehörige Messwert
angezeigt. Die möglichen Betriebsarten
sind mit den Tasten an der rechten oberen
Seite des Gerätes anzuwählen, wobei die
zugehörige LED den aktiven Betriebs-
modus anzeigt. Nachfolgend sind alle
Betriebsmodi aufgeführt und beschrieben:
RLC
(Automatik-Modus)
auto
In dieser vollautomatisch arbeitenden
Betriebsart wird die dominierende Größe
im Display mit der zugehörigen gültigen
Einheit angezeigt. Als Ersatzschaltbild
wird bei R und L die Reihenschaltung und
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bei R und C die Parallelschaltung ange-
wendet. Dies ist die komfortabelste Art
Bauteile auszumessen, da eine Klassifizie-
rung von Widerstand, Kapazität oder In-
duktivität automatisch erfolgt. Sie brau-
chen somit nur das Bauteil an die Ein-
gangsklemmen anschließen, und sogleich
erscheint der betreffende Messwert auf dem
Display.
LC
(Reihenschaltung)
serial
Hierbei wird die Reihenschaltung von R
und C oder von R und L angenommen und
auf jeden Fall die Reihenkapazität oder
Reiheninduktivität angezeigt, unabhängig
davon, ob sie dominierend ist oder nicht.
Möchten Sie z. B. bei einem Widerstand,
bei dem der ohmsche Anteil dominiert, den
induktiven Anteil ermitteln, so betätigen
Sie diese Taste, und auf dem Display er-
scheint die Reiheninduktivität (vorausge-
setzt, der Verlustfaktor ist nicht größer als
500).
LC
(Parallelschaltung)
parallel
Im Gegensatz zur Messung von LCserial
wird in der Betriebsart LCparallel die Par-
allelschaltung von R und C oder von R und
L angenommen und auch auf jeden Fall die
Parallelkapazität oder die Parallelinduk-
tivität angezeigt, unabhängig davon, ob sie
dominierend ist oder nicht.
R
(Reihenwiderstand)
serial
In dieser Funktion gelangt der Reihen-
widerstand einer angenommenen Reihen-
schaltung von R und C oder von R und L
zur Anzeige. Auch hierbei spielt es keine
Rolle, ob der Wert dominierend ist oder
nicht. Als Anwendungsbeispiel sei die Be-
stimmung des ohmschen Reihenwider-
standes einer Spule genannt.
R
(Parallelwiderstand)
parallel
Wiederum als Gegenstück zu Rserial
wird bei der Betriebsart Rparallel der
Parallelwiderstand einer angenommenen
Parallelschaltung aus R und C oder aus R
und L angezeigt.
Q (Güte)
Diese Funktion ermittelt die Güte eines
Bauelementes.
D (Verlustfaktor)
In dieser Betriebsart wird der Verlust-
faktor eines Bauelements angezeigt.
ZeroC(al)-Funktion (Nullabgleich)
Um parasitäre Elemente des Messgerätes
und der Messleitungen auszugleichen, be-
steht mit Hilfe der Zero-C-Funktion die
Möglichkeit, parasitäre Elemente software-
gesteuert zu eliminieren.
Normalerweise reicht der hardware-
mäßige Nullabgleich mittels des Spindel-
trimmers für die meisten Messungen aus.
Abweichungen treten erst im Grenzbereich
der Auflösung oder bei erhöhter Genauig-
keitsanforderung auf. In diesem Fall ist ein
softwaremäßiger Nullabgleich erforderlich,
der durch einen Druck auf die Zero-C-
Taste ausgelöst werden kann. Nach Akti-
vierung desselben, leuchtet die zugehörige
LED auf und bleibt solange an, bis der
gesamte Abgleich beendet ist.
Es folgt als erstes der Abgleich mit offe-
nen Eingangsbuchsen, wobei auf dem Dis-
play der Text OFFEN angezeigt wird. Nach-
dem man sich vergewissert hat, dass kein
Prüfling mehr angeschlossen ist, muss die
Zero-C-Taste betätigt werden, wonach der
erste Schritt des Abgleichs beginnt. Hierzu
erscheint auf dem Display ein O und ein
durchlaufender Strich. Sind alle nötigen
Messungen beendet, erscheint der Text
„brucKE" auf dem Display, um anzuzeigen,
dass die Eingänge kurzgeschlossen werden
müssen. Ist dies geschehen, muss wieder die
Zero-C-Taste betätigt werden, um mit den
Abgleichmessungen fortzufahren. Hierzu
erscheint auf dem Display ein „b" und ein
durchlaufender Strich. Nach Abschluss auch
dieser Messungen ist das Gerät abgegli-
chen, die Zero-C-LED verlischt, und der
normale Betrieb wird wieder aufgenommen.
Da dieser Abgleich auch alle Alterungs-
und Temperatureinflüsse mit berücksich-
tigt, ist es nicht sinnvoll, die Abgleich-
daten zu speichern. Nach erneutem Ein-
schalten des Gerätes ist deshalb gegebe-
nenfalls ein Neuabgleich erforderlich.
Mittelwert-Funktion
Sofern Schwankungen in der Anzeige
des Messwertes auftreten, sei es durch äu-
ßere Störeinstreuungen oder in den Grenz-
bereichen des Messgerätes, kann mit Hilfe
der Mittelwertfunktion eine Gleit-Mittel-
wertbildung über 20 Messwerte aktiviert
werden. Hierbei bildet der zentrale Mikro-
prozessor den Mittelwert aus den letzten
20 Messungen und bringt diesen zur An-
zeige, d. h. der Wert wird fortlaufend ak-
tualisiert.
Zur Aktivierung dieser Funktion ist die
Taste „Mean Value" zu betätigen, wobei
zur Signalisierung die zugehörige LED
aufleuchtet.
Damit sich der Messwert beim Wechsel
des Prüflings nicht erst langsam ändert,
wird die Mittelwertbildung mit neuen Wer-
ten begonnen, sobald ein Messwert 20 %
vom vorhergehenden Wert abweicht.
Bias-Funktion
Als nützliche Funktion bei der Messung
gepolter Bauelemente ist die Bias-Funkti-
on zu nennen. In dieser Betriebsart wird
dem Messsignal eine Gleichspannung über-
lagert, damit gepolte Bauelemente keinen
Schaden nehmen, wenn sie ausgemessen
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