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elv RLC 9000 Bau- Und Bedienungsanleitung Seite 5

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Blockschaltbild des RLC 9000
C
I1
I/U
Wandler
•1, •10
wir im vorliegenden Fall beim RLC 9000
eine feste Messfrequenz von 1000 Hz ge-
wählt haben. Deshalb ist zu beachten, dass
alle ermittelten Messwerte sich auf diese
Frequenz beziehen. Besonders bei Induk-
tivitäten fällt dies bei der Messung der
Güte auf. Hat z. B. eine Standard-Indukti-
vität von 14 µH bei 1 kHz eine Güte von
2 • π • f • L
{
}
0,1
Rs,
so hat dieselbe Induktivität bei 1 MHz
bereits eine Güte von 100, da sich der
Imaginäranteil auf das 1000fache erhöht
hat. Speziell bei der Betrachtung von Güte
und Verlustfaktor ist somit die Messfre-
quenz von besonderer Bedeutung, wäh-
rend die Werte von R, L und C davon in
erster Näherung unabhängig sind, sofern
sich der Frequenzbereich in einem für das
Bauelement üblichen und zuträglichen
Rahmen bewegt.
Nach diesen grundlegenden Vorbe-
trachtungen kommen wir nun zunächst zu
einer einleitenden, kurzen Funktions-
beschreibung des RLC 9000.
Funktion
Aus dem 32-MHz-Quarzoszillator Q 1
V1
B1
S1
V2
werden durch den Teiler T 1 zwei um 90
phasenverschobene 1-kHz-Rechteck-
signale erzeugt. Aus dem Signal mit 0
Phasenverschiebung wird in Verbindung
mit einem Bandpass 4. Ordnung ein Sinus-
signal von 1 kHz mit fester Phasenbe-
ziehung zum Referenzsignal erzeugt. Be-
vor dieses Sinussignal auf den Prüfling
gelangt, kann über einen Summationspunkt
SU 1 diesem Sinussignal eine Gleich-
spannung gleicher Amplitude überlagert
werden, um einen gepolten Prüfling vor
negativen Spannungen zu schützen.
Um die durch die technische Realisie-
rung bedingten parasitären Kapazitäten zu
eliminieren, kann mit dem regelbaren Ver-
stärker und dem Kondensator C ein hard-
waremäßiger Cnull-Abgleich durchgeführt
werden.
Über den Schalter S 1 wählt der Mikro-
prozessor aus, ob die Spannung am Prüf-
ling oder der Strom durch den Prüfling zu
messen ist. Der Strom durch den Prüfling
wird über den I/U-Wandler I 1, der vom
Prozessor in 2 Stufen (1, 10) schaltbar ist,
in eine dem Strom äquivalente Spannung
umgewandelt.
Die ausgewählte zu messende Spannung
gelangt über den Differenzverstärker V 2
auf den schaltbaren Verstärker V 3, der
F1
SU1
1 kHz 4. Ord.
Bias
S2
V3
F2
•1, •10, •100
1 kHz 2. Ord.
uP
IEC
o
o
-
T1
Teiler
90°
G1
SU2
P1
V24B
vom Prozessor in 3 Stufen (0,2, 2, 20)
schaltbar ist. Nach Verstärkung auf einen
maximal zu verarbeitenden Pegel gelangt
das Messsignal über den 1-kHz-Bandpass
2. Ordnung (F 2) einerseits auf den Pegel-
detektor P 1, dessen Signal der Prozessor
benötigt, um Übersteuerungen zu erken-
nen und andererseits auf den Summations-
punkt SU 2, wo dem Messsignal vor der
Gleichrichtung noch ein 1-kHz-phasen-
selektiertes Rechtecksignal überlagert wird.
Durch die Überlagerung mit dem 1-kHz-
o
o
0
- oder 1-kHz-90
-Rechtecksignal wird
von dem Nutzsignal nur der Bereich 0
o
180
oder der Bereich 90° bis 270° im
nachfolgenden Dual-Slope-AD-Wandler
integriert.
Es wurde somit ein phasenselektiver
Gleichrichter gebildet, als Voraussetzung
für die 4 Messungen I
, I
, U
0
90
Durch den AD-Wandler AD 1 mit der
außerordentlich hohen Auflösung von 20 Bit
(1 Mio Stufen) wird das Signal in einen
Digitalwert gewandelt und dem Mikropro-
zessor übergeben. Nachdem der Prozessor
alle Messungen durchgeführt hat, wird der
Messwert errechnet und auf dem Display
angezeigt. Über die Tasten, die Anzeige und
die IEC-Bus- sowie die V24B-Schnittstel-
len kommuniziert der Mikroprozessor mit
Q1
10 MHz
AD
A/D
Wandler
o
bis
und U
.
0
90
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