Originalbetriebsanleitung
pilotgesteuerte Druckregelventile RP 824
1 Einleitung
Diese Anleitung soll den Anwender eines pilotgesteuerten Druckregelventils bei Einbau, Betrieb und Wartung
unterstützen. Lesen Sie diese Anleitung komplett durch, bevor Sie diese Armatur einbauen oder in Betrieb
nehmen.
Wenn die nachfolgende Anleitung – insbesondere die Achtungs- und Warnvermerke – nicht befolgt
wird, können daraus Gefahren entstehen und die Gewährleistung des Herstellers unwirksam werden. Für
technische Hilfestellung und Rückfragen steht Mankenberg zur Verfügung. Adressen siehe Abschnitt
Informationen [Seite 51]
Technische Informationen auch unter www.mankenberg.com
2 Bestimmungsgemäße Verwendung
Ein pilotgesteuertes Mankenberg-Überströmventil UV ist eine Armatur, die ausschließlich dazu bestimmt ist,
nach Einbau in ein Rohrleitungssystem den Vordruck des Mediums selbsttätig (ohne zusätzliche elektrische/
pneumatische Energie) zu regeln:
Die Druckkraft des Vordrucks wirkt auf ein Pilotventil. Dieses steuert das Hauptventil so, dass bei Abfall des
Vordrucks unter den Sollwert das Hauptventil solange drosselt (oder schließt), bis der Sollwert wieder erreicht
ist. Steigt der Vordruck über den Sollwert, so öffnet das Hauptventil.
Das Pilotventil ist zusammen mit dem Drosselblock am Hauptventil integriert. Der Drosselblock enthält 2 bzw. 3
Drosseln zur Optimierung des Regelverhaltens und 1 Schmutzfänger. Der gewünschte Sollwert des
Einstellbereichs muss an der Stellschraube des Pilotventils eingestellt werden.
HINWEIS
Ein pilotgesteuertes Druckregelventil beginnt erst bei Δp > 2 bar zu steuern
Auf geringere Differenz zum Sollwert reagiert das Ventil nicht. Soll auch bei kleinerem
Differenzdruck gesteuert werden, sind Sonderausführungen oder normale Druckminder-
bzw. Überströmventile zu verwenden.
Die obere Grenze der zulässigen Betriebsdaten ist an jeder gelieferten Armatur dauerhaft auf dem Typenschild
gekennzeichnet, diese sind einzuhalten.
Lebensdauer
Die Armatur ist für den quasi-statischen Betrieb ausgelegt. 1000 Voll-Lastwechsel zwischen 0 bar und PS max.
(PN oder MAWP) sind zulässig, bezogen auf die gesamte Lebensdauer des Druckbehälters; vgl. Nr. 1.4 AD
2000 Merkblatt S 1.
Relevante Druckstöße oder dynamische Beanspruchungen sind nicht zulässig. Die geschätzte Lebensdauer
beträgt etwa 5 Jahre.
2.1 Fehlanwendung
Diese Ventile sind keine Absperrorgane, die einen dichten Ventilabschluss gewährleisten. Sie können in der
Schließstellung nach DIN EN 60534-4 und/oder ANSI FCI 70-2 eine Leckrate entsprechend der Leckageklasse
III aufweisen.
Ein pilotgesteuertes Druckregelventil ist kein Sicherheitsventil. Eine Überdruckbegrenzung im Rohrabschnitt
muss durch eine geeignete Armatur sichergestellt sein.
Auf der Regelseite muss ein Sicherheitsventil installiert sein, das so bemessen und justiert ist, dass die
kleinere der beiden nachfolgenden Druckangaben als Ansprechdruck maßgeblich ist:
- der 1,5-fache maximale Einstelldruck bzw. (P
- PS
(siehe Typenschild)
out
Der Ansprechdruck des Sicherheitsventils sollte ca. 40% über dem max. Einstellwert des Druckregelventils
liegen.
Entgegen der Druckgeräterichtlinie Anhang 1 Abs. 7.3 ist die kurzfristige max. Drucküberschreitung auf 5% des
höchstzulässigen Druckes (siehe oben) begrenzt.
RP 824-4.X.231 Stand 17.11.2023
) des Ventils (siehe Typenschild)
out
30
Weitere
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