müssen wenigstens in einem Abstand von 2 m ver-
wendet werden.
2. Die jeweils erste Rohrhalterung hinter dem LCP DX
und vor dem Verflüssiger sollte elastisch sein. Rohr-
halterungen dürfen nicht zu dicht an Biegungen sit-
zen, damit die Leitungen sich ausdehnen können.
Leitungssystem herstellen
1. Zum Herstellen des Kälteleitungssystems Leitungs-
enden am LCP DX und Verflüssiger öffnen, Beim
Öffnen muss hörbar Gas (die werkseitige Stickstoff-
Füllung) ausströmen als Zeichen dafür, dass keine
Undichtigkeiten im Kältekreislauf existieren.
2. Leitungen ausschließlich mit Hilfe eines Rohrschnei-
ders ablängen.
3. Leitungen niemals aufsägen, damit keine Sägespä-
ne entstehen können.
4. Leitungen nur unter Stickstoff löten! Dazu an einer
Seite der bereits hergestellten Leitung trockenen
Stickstoff in das Rohr einströmen lassen. Vor Beginn
einen kräftigen Strom einleiten, bei Lötbeginn auf ein
Minimum reduzieren und diesen schwachen
Schutzgasstrom während des gesamten Lötprozes-
ses aufrecht erhalten.
5. Vor dem Löten der letzten Verbindung eine Ver-
schraubung lösen, damit kein Überdruck im Lei-
tungssystem entstehen kann. Nach dem Löten Ver-
schraubung wieder fest anziehen.
6. Alternativ zum Löten ist Bördeln möglich. Bördelver-
bindungen jedoch nur auf geglühte Rohre und auf
Durchmesser bis maximal 20 mm beschränken!
Nach dem Ablängen der Rohre durch leichtes Auf-
bördeln auf den richtigen Innendurchmesser brin-
gen. Die Bördel müssen mit dem vorgeschriebenen
Drehmoment mit einem Drehmomentschlüssel fest-
gezogen werden.
Kältedämmung der Flüssigkeitsleitung
1. Flüssigkeitsleitung außerhalb des Gebäudes mit Käl-
tedämmung nach DIN 4140 aus HT/Armaflex UV-
beständig oder einem gleichwertigen Material verse-
hen.
2. Empfehlenswert ist eine Wandstärke von 9 mm.
Kältedämmung der Heißgasleitung
1. Die Gasleitung muss im Innenbereich isoliert werden
(Berührungsschutz).
Dichtheitsprüfung / Durchführen der Dichtheits-
prüfung
Die Anlage muss als Gesamtanlage einer Dichtheitsprü-
fung unterzogen werden. Die Prüfung ist am Aufstel-
lungsort durchzuführen, falls nach Fertigstellung der An-
lage.
Für die Prüfung der Dichtheit werden in Abhängigkeit
von den Herstellbedingungen mehrere Verfahren ange-
wendet, z. B. Druckbeaufschlagung mit Inertgas, Nach-
Rittal Liquid Cooling Package
weis von radioaktivem Gas. Um eine Emission gefährli-
cher Substanzen zu vermeiden, kann die Druckprüfung
mit Inertgas, z. B. Stickstoff, Helium oder Kohlendioxid,
durchgeführt werden. Azetylen-Sauerstoff oder Kohlen-
wasserstoffe dürfen aus Sicherheitsgründen nicht ver-
wendet werden. Luft und Gasgemische sind zu vermei-
den, da bestimmte Gemische gefährlich sein können.
Für eine grobe Anzeige von Leckagen kann ein Vakuum-
verfahren angewendet werden. Um die Funktions-Fä-
higkeit der Kälteanlage sicherzustellen, muss der Her-
steller die geeigneten Kriterien für das Vakuumverfahren
festlegen.
Der Hersteller muss ein Prüfverfahren wählen, mit dem
die den nachfolgenden Anforderungen entsprechenden
Ergebnisse erreicht werden.
Verbindungen müssen mit einem Detektor oder nach ei-
nem Verfahren mit einer Nachweisempfindlichkeit ent-
sprechend der in EN 1779 beschriebenen Nach-
weisempfindlichkeit bei einer Blasenprüfung (Auftragen
von Flüssigkeit) überprüft werden, wenn der Prüfdruck
1 × PS beträgt.
Hinweis:
Niedrigere Prüfdrücke sind zulässig, sofern
eine gleichwertige Nachweisempfindlichkeit
gegeben ist.
Der Hersteller muss nachweisen, dass das angewende-
te Prüfverfahren den vorgenannten Anforderungen ent-
spricht. Die EN 1779:1999 kann für diese Prüfung zu-
grunde gelegt werden.
Der Detektor muss in regelmäßigen Abständen nach
den Anweisungen des Herstellers kalibriert werden.
Jedes festgestellte Leck muss instand gesetzt und er-
neut einer Dichtheitsprüfung unterzogen werden.
1. System mit trockenem Stickstoff bei mindestens
28 bar Überdruck prüfen. Dabei müssen die Rota-
lock-Ventile an den Verdichtern auf der Saug- und
Druckseite geschlossen sein. Der Verdichter wird
dadurch nicht mit dem Prüfdruck beaufschlagt.
2. Anlage auf Dichtheit prüfen. Empfohlen wird, jede
Verbindung, auch Verschraubungen, mit Nekal
Spray auf Dichtheit zu prüfen.
Evakuieren
1. Nach dem erfolgreichen Abdrücken die im System
enthaltene Luft entfernen. Dazu eine Vakuumpumpe
anschließen und auf einen Druck <0,3 mbar (Abso-
lutdruck) absaugen.
2. Nach Möglichkeit eine zweiseitige Evakuierung von
der Saug- und der Druckseite des Verdichters vor-
nehmen.
3. Anlage mit trockenem Stickstoff füllen und erneut
evakuieren. Dadurch werden Luft und Restfeuchte
aus dem System entfernt.
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