Neben dem Boost/Cut (+/-) Regler befindet sich der Regler
zur Variation der Bandbreite ("Q").
Im linken Anschlag ist die Bandbreite um die angewähl-
te Mittenfrequenz sehr schmal, man spricht von "high Q" mit
einem Wert von 1,5 (ca. 0.75 Oktaven). Im rechten Anschlag
ist die Bandbreite maximal breit gewählt, also "low Q". Der
Wert liegt bei 0,2 (ca. 5 Oktaven). Der Bandbreiten-Faktor
berechnet sich aus der Breite der Frequenzkurve am -3dB
Punkt relativ zur 0dB Linie.
Der OPTIMIZER unterstützt das proportional-Q Prinzip,
auch bekannt als "variable Q". Die Amplitude ändert sich in
Abhängig-keit von der eingestellten Bandbreite. Bei einer
Verbreiterung der Bandbreite sinkt die Amplitude um die
Mittenfrequenz proportional ab. Das hat den entscheiden-
den Vorteil, daß bei einer extrem breit gewählten Bandbreite
(z.B. Q=0,2) die Nachbarfre-quenzen, ausgehend von der
Mittenfrequenz, in einem relativen Verhältnis schwächer
mitverstärkt werden als in einem konstant-Q Equalizer. Die
Einstellungen mit proportional-Q klingen dadurch durchweg
musikalischer und sind subjektiv leichter einstellbar. Auch
sind die sinnvoll nutzbaren Bereich wesentlich größer als
beim konstant-Q Equalizer.
Neben der automatischen Bandbreiten-Amplituden-
Anpassung bleiben natürlich die "boost" und "cut"
Regelmög-lichkeiten bei gewähltem Parametric-Modus
erhalten. Bei geringer Verstärkung zeigt sich ein leichter
"Frequenzhügel", der bei steigender Verstärkung ("boost")
immer schmaler wird.
OPTIMIZER
B B
A A N N D D B B R R E E I I T T E E
" " Q Q " "
Das musikalische "proportio-
nal Q" Prinzip sorgt für eine
proportionale Abschwächung
der Amplitude bei breiter
werdender Bandbreite.
Abb. 3:
Die Q-Werte liegen zwischen
0,2 und 1,5 bei maximaler
Verstärkung und Absenkung
+/- 12dB.
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