system
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WALTER MEIER
systembeschrieb
Warum eine Bodenheizung?
Fussbodenheizungen nutzen die grösste Fläche des Raumes als Heizkörper. Dadurch können mit sehr
niedrigen Heiztemperaturen die gewünschten Raumtemperaturen erreicht werden. Fussbodenheizungen
in Verbindung mit Fliess- oder Zementestrichen sind im europäischen Hochbau Standard. Fussboden-
heizungen, die als Trockenbausystem ausgeführt werden, kommen aber erst in den letzten Jahren zu ihrer
verdienten Geltung.
Trockene Fussbodenaufbauten finden primär Einsatz in Sanierungsobjekten. Dies liegt daran, dass in be-
stehende Gebäude keine zusätzliche Feuchtigkeit eingebaut werden darf bzw. soll. Hinzu kommt, dass
Estrichkonstruktionen mehrere Wochen liegen müssen, bevor Oberböden verlegt werden können. Diese
Zeit steht gerade bei Sanierungen nicht mehr zur Verfügung. Zudem sind Trockenaufbauböden in ihrem
Aufbau niedriger und belasten die statische Konstruktion wenig.
Sollen die Fussböden beheizt werden, so kommt als weitere Schwierigkeit hinzu, dass die Heizestriche in
der Regel 65–75 mm stark sind, also dicker als herkömmliche Estriche. Hieraus folgt natürlich: noch mehr
Gewicht, noch mehr Aufbauhöhe, und noch mehr Tage vergehen, bis ein Oberboden verlegt werden kann.
Fussbodenheizungen mit Heizestrichen fallen also in Sanierungsobjekten trotz ihrer sonstigen Vorteile
aus. Die dort existierenden Nachteile werden jedoch bei Fussbodenheizungen, die als Trockenbausystem
ausgeführt werden, insgesamt vermieden.
Heizung und Dämmung in einem Guss
Das wasserführende Verbundrohr Metalplast Universal liegt bei einem Trockenbausystem innerhalb der
Dämmschicht, wobei darauf zu achten ist, dass dennoch eine gute Wärmeleitung an die Oberfläche ge-
währleistet ist. Dies geschieht am besten mittels Integration einer Aluminiumabdeckung auf den Dämm-
elementen, in die das Verbundrohr Metalplast Universal eingelegt wird. Aluminium ist für spezielle An-
wendungen ein ausgezeichneter Werkstoff. Hier besonders, weil es ein exzellenter Wärmeleiter ist und zu
gleichmässigen Temperaturen auf der gesamten Oberfläche führt. Die Systemplatten müssen zudem
aus einem stabilen Dämmstoff bestehen.
Bei der Verwendung der Heizrohre sind Kriterien zu beachten in Bezug auf Haltbarkeit, Temperaturbestän-
digkeit und Flexibilität. In den letzten Jahren hat sich vor allem das Metalplastrohr bewährt, das – einfach
formuliert – die Vorteile von Metall- und Kunststoffrohren vereint ohne dabei die jeweils spezifischen Nach-
teile zu haben. So sind diese Rohre auf der einen Seite völlig sauerstoffdicht, aber auch preiswert und
unkompliziert zu verlegen (keine Rückstellkräfte). Ausserdem haben sie eine sehr geringe Längenausdeh-
nung, weil das Aluminium mit dem Kunststoffinnen- und -aussenrohr fest verbunden ist und keine Aus-
dehnung zulässt. Das ist vielleicht bei Estrichsystemen nicht so entscheidend, aber unverzichtbar, insofern
die Rohre frei bewegend in Trockenkonstruktionen integriert sind. Ein zu häufiges Hin- und Herbewegen
der Rohre führt zu Geräuschen und hohen Belastungen des Rohres.
Grundsätzliche Voraussetzungen
Für die Verlegung des Walter Meier Systems Compact-Plus und Compact-Oeko müssen nachfolgende
Voraussetzungen erfüllt sein:
– alle Unterkonstruktionen müssen trocken und fest sein
– sie müssen biegesteif und rissfrei sein
– sie müssen frei von Trennmitteln und Schmutz sein
INFO: Für sämtliche Details siehe Kap. bauseitige Massnahmen und Einbaurichtlinien!
systemvarianten
Compact-Plus – mit hochbelastbarer Wärmedämmung EPS 035 DEO 240 kPa
Compact-Oeko – mit trittschallreduzierender ökologischer Holzfaserplatte