bauseitige massnahmen und einbaurichtlinien
nachteile:
Ausgleichs-/
Spachtelmasse
Verbundestrich
– Teuer: CHF 2.75
– Feuchtigkeit:
pro mm/m
2
2,5 Liter/cm/m²
– Produkt
– Lange
abhängig vom
Trockenzeit
Untergrund
– Schwer
(spezielles
– Keine (Trittschall-)
Produkt für Holz-
Dämmung
böden)
– Reiner Ausgleich
– Hohe Rohr-
trassen: Zwi-
schenräume auf-
füllen (schwie-
rig) und 15 mm
Überdeckung
(viel Feuchtig-
keit/Masse;
schwer)
erläuterung
Unebenheiten bis 3 mm sind unproblematisch. Dünne Holzfaserdämmungen oder Abdichtungen
(wie z.B. Gefitas/Firma Gefinex) eliminieren diese.
Unebenheiten bis 10 mm können z.B. mit selbstnivellierenden Ausgleichsmassen behoben werden.
Grosse Höhenunterschiede lassen sich durch gebundene Schüttungen (z.B. Trockenschüttung) ausgleichen.
Bei Holzbalkendecken ist vor Einbringen der Schüttung auf der vorbereiteten Dielenkonstruktion ein
Rieselschutz auszulegen. In der Regel liegt die Dicke der Ausgleichsschüttung zwischen mindestens
10 mm und maximal 60 mm. Hier sind aber Herstellerangaben zu berücksichtigen. Zur Begehbarkeit einer
Ausgleichsschüttung wird eine Ausbauplatte verlegt. Bei Verwendung einer Trockenschüttung kann
bei Einsatz von Zusatzdämmung auf die Ausbauplatte verzichtet und die Zusatzdämmung direkt auf die
Schüttung verlegt werden.
Angaben der Trockenestrichplatten-Hersteller sind immer zu beachten.
Wenn das Bauteil Restfeuchte (Kernfeuchte) enthält, muss mit einer 0,2 mm PE-Folie das Aufsteigen der
Feuchtigkeit in die Konstruktion verhindert werden (Bahnen mind. 20 cm überlappen; am Rand bis Höhe
Fussbodenoberkante hochziehen). Bei Zwischengeschossdecken kann auf die PE-Folie meist verzichtet
werden, da keine Restfeuchte vorhanden ist.
Besteht die Unterkonstruktion aus einer Holzbalkendecke, ist auf eine Feuchtigkeitsabdichtung zu
verzichten, da ansonsten dauerhafte Schäden durch die sich stauende Feuchtigkeit am Holz entstehen
können.
Konstruktionen gegen Erdreich müssen gemäss DIN 18195 dauerhaft gegen eindringende Feuchtigkeit
geschützt werden. Ist keine Abdichtung der Bodenplatte vorhanden, muss sie z.B. mit Bitumenbahnen
oder Kunststoff-Dichtungsbahnen ausgeführt werden und ggf. die Planebenheit wieder hergestellt
werden. Die Massnahmen müssen von den Bauwerksplanern festgelegt werden.
Bei Böden mit Feuchtebeanspruchung (Bäder oder Hauseingänge) müssen Trockenestrichelemente
wie Fermacell-Estrichelemente mit einem dichten Anstrich oder Dichtklebesystem beschichtet werden.
Alternativ kann die Konstruktion Strongboard Aqua mit integrierter Abdichtung verwendet werden.
Bei höher beanspruchten Bereichen, wie Duschbereichen, Sanitärräumen in öffentlichen und gewerb-
lichen Bereichen mit Bodenabläufen sind Fermacell-Estrichelemente nicht geeignet und Abdichtungen
gemäss 18650-5 aus z.B. Bitumen oder Kunststoffdichtbahnen aus PIB/ ECB/ EVA/ PVC-P einzusetzen.
Verbundplatte
Trockenschüttung
mit Trittschall
– Auf groben
– Schwieriger
Unebenheiten
Einbau
nicht einsetzbar
– Raue Oberfläche
– Immer 30 mm
– Zusätzliche
Aufbau
Abdeckung
– Schwer
– Keine (Trittschall-)
Dämmung
– Reiner Ausgleich
– Zusätzliche
Montagen
(Dämmung/
Höhenausgleich)
notwendig
Estrich auf
Dämmschicht
– Feuchtigkeit
wird eingebaut –
kein Trockenbau
– Entweder zeit-
raubende
Schnippelei zwi-
schen Rohren
nötig oder zwei-
mal Maschinen
(gebundene
Dämmung plus
Estrichpumpe)
notwendig
– Abgrenzung zum
Nasssystem über
bessere Regel-
barkeit möglich
WALTER MEIER
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