Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

metalplast COMPACT Handbuch Seite 28

Inhaltsverzeichnis
28
WALTER MEIER
bauseitige massnahmen und einbaurichtlinien
bodenaufbauten altbau-sanierungen
Für Sanierungen und Renovierungen sind gemäss EnEV Abschnitt 3 bestehende Gebäude und Anlagen
maximale U-Werte einzuhalten. Folgende maximal zulässigen U-Werte für bestehende Gebäude und bei
Gebäudeerweiterungen bis 50 m² Wohnfläche sind zulässig.
– Für Decken gegen unbeheizte Räume oder Erdreich: max. 0,5 W/m²K
– Für Aussenwände im Bestand: max. 0,35 W/m²K
– Für Aussenwände bei Erweiterung und Fachwerkhauswänden: max. 0,45 W/m²K
Bei Erweiterungen über 50 m² sind die Vorschriften für zu errichtende Gebäude einzuhalten.
trittschalldämmung
Der Trittschalldämmung ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die einfachste und günstigste Art
der Trittschalldämmung ist die Verlegung eines Trittschalldämpf-Flieses (z.B. Kork osä.).
Eine weitere, um einiges effektivere, Methode der Trittschalldämmung – ohne die Aufbauhöhe erneut
aufzustocken – ist die Auswahl der Compact-Oeko-Systemelemente, anstelle der Compact-Plus-Elemente.
Sie produzieren ein deutlich dumpferes und dadurch angenehmeres Laufgefühl (Trittschallverbesserung
bis zu 28 dB).
Für eine deutliche Erhöhung der Trittschalldämpfung ist eine separate Trittschalldämmung mit einer
darüber liegenden Lastverteilschicht unter das System einzubauen, damit die Druckbelastung aus-
reichend verteilt wird (z.B. Holzfaserdämmung oder Mineralwolle).
Randdämmstreifen und Fugen
Die Systeme Compact-Plus und Compact-Oeko können die eigene wärmebedingte Dehnung aufnehmen.
Harte Beläge müssen aber vor der eigenen Ausdehnung geschützt werden. Am besten eignen sich Poly-
äthylenschäume mit einer Dicke von 5–10 mm. Die Stellhöhe richtet sich nach der Dicke des Bodenbelages.
Bei harten Ober flächenbelägen müssen die Randdämmstreifen die Belagsoberfläche um mindestens 2 cm
überragen. Sie dürfen frühestens nach Einbringen des Bodenbelages auf die Höhe des Bodenbelages ab-
geschnitten werden. Fugen in Bodenbelägen und Estrich sind gemäss SIA 251 auszuführen.
Lastverteilschichten
Grundsätzlich unterscheiden wir Trocken- und Nasssysteme. Als Trockensystem werden Estrich-Element-
platten bezeichnet. Die Handhabung dieser Platten wird im Kapitel 7 eingehend behandelt. Als Nass-
system bezeichnet man die verschiedenen Estricharten. Grundsätzlich ist hier die SIA 251 zu beachten.
Analog dem normalen Bodenheizungs-Nassbau hängt die Estrichstärke auch bei den Systemen Compact-
Plus und Compact-Oeko vom Anwendungsfall und damit von der jeweiligen Nutzlast ab.
Nenndicke in mm für Nutzlasten
CT F4 mit «Estrichzusatz Normal»
CAF F4
CT F5 mit «Estrichzusatz Spezial»
CAF F5
Bei einer Zusammendruckbarkeit
der Dämmung von
Bei Dämmschichten ≤ 40 mm kann die Estrichstärke um 5 mm reduziert werden.
*
**
Bei Stein- u. keramischen Belägen beträgt die Nenndicke des Estrichs gemäss DIN 18560 40 mm. Viele Her-
steller bieten jedoch Estriche, die diese Anforderungen bereits mit einer Mindeststärke von 35 mm erfüllen.
Pe-Folie
Wird ein Nasssystem (Zement- oder Anhydritestrich) verwendet, müssen die Systeme Compact-Plus und
Compact-Oeko mit einer Folie abgedeckt werden.
bodenbeläge
Grundsätzlich muss bei jedem Bodenbelag vorgängig seine Bodenheizungs-Tauglichkeit abgeklärt
werden. Die Wärmeabgabe der Bodenheizung hängt stark vom Bodenbelag ab. Der max. Wärme durch-
lass widerstand R sollte den Wert von 0.15 m
sollte der Bodenbelag entgültig festgelegt sein.
≤ 2 kN/m
2
≤ 3 kN/m
2
Einzellasten bis
2 kN/m
2
45
65*
40
50*
40*
55*
30**
45*
max. 5 mm
2
K/W nicht überschreiten. Für die Berechnung des Systems
Heizestriche mit Compact-Plus
4 kN/m
2
5 kN7m
2
Einzellasten bis
Einzellasten bis
3 kN/m
2
4 kN/m
2
70*
75*
60*
65*
60*
65*
50*
55*
max. 3 mm

Quicklinks ausblenden:

Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis