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Beschreibung des Spannmittels
Der KSC3 ist für das zentrische Spannen von Rohteilen und bearbeiteten Werkstücken
konzipiert. Der Kraftaufbau ist mechanisch und die Kraftübersetzung ist über den gesamten
Spannbereich linear.
3.1 Funktion
Der KSC3 ist ein Direktspanner mit einem mechanischen Antrieb, der über ein gekapseltes
Gewinde erfolgt. Der Kraftaufbau ist direkt und ohne Kraftverstärker.
Beide Systembacken und Schieber schliessen bzw. öffnen synchron und sind in Bezug auf
die Positionsbohrungen im Grundkörper symmetrisch.
Der Spanner eignet sich auch für Werkstückspannungen von innen nach aussen.
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Betrieb (Normalbetrieb)
4.1 Aufspannen / Ausrichten
Wichtig:
Bei der Verwendung des Schunk-Nullpunktspannsystems dürfen ausschliesslich die
Spannbolzen VERO-S SPA 40-K (ID: 0432369), SPB 40-K (ID: 0432370) mit kurzer
Zyl.-Schraube und der Indexierbolzen VERO-S IXB V1-K (ID: 0432371) verwendet werden.
KSC3 80-130
KSC3 125-160
KSC3 125-300
KSC3 160-280
KSC3 160-480
Wichtig:
Alle angegebenen Toleranzen sind ohne Nickelschicht von 5µm pro Fläche.
schunk.com
KSC3 80-190
KSC3 125-235
XND.00046.002_A – 08/2022
4.2 Backensortiment
Die zuverlässige Funktion des Spannmittels wird massgeblich durch die richtige Wahl der
Aufsatzbacke beeinflusst.
4.3 Spannen
Wichtig:
Die Spannkraft ist der Backenbreite / Werkstückbreite anzupassen.
4.4 Backenwechsel
Zyl.-Schrauben lösen und Systembacken entfernen.
Auflageflächen reinigen und ölen, z.B. mit MOTOREX Supergliss 68 K nach ISO VG 68.
Systembacken in den Schiebern auf- oder versetzen und die Zyl.-Schrauben mit
vorgeschriebenem Drehmoment festziehen.
50 Nm
KSC3 80
60 Nm
KSC3 125
140 Nm
KSC3 160
Nichtbeachtung dieser Vorschrift kann zu ungenügender
Werkstückspannung und damit zu Werkstückverlust und Schaden führen.
4.5 Maximale Schieberöffnung
Der Spannbereich ist abhängig vom Spannertyp und den gewählten System- /
Aufsatzbacken. Auf den Schiebern ist daher eine Kennzeichnung, wann die maximale
Öffnung der Schieber erreicht ist. Wird dieser Bereich überschritten, verlässt man den
gekapselten Bereich und es kann zu Verschmutzungen unter den Schiebern und im
Lagerbereich durch eindringende Späne kommen.
Spannen
Werkstückspannungen ausserhalb der angegebenen Markierungen können zum
Werkstückverlust und zu Schäden am Spanner führen.
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Wartung, Reinigung und Instandhaltung
Es ist darauf zu achten, dass die Lauffläche zwischen den Systembacken sowie die Spindel
beim Verstellen des Spannbereiches spänefrei sind.
Zur Reinigung unter den Schiebern können die Spanner KSC3 80 und KSC3 125-160
über das Maximum geöffnet und durchgespült werden.
Laufflächen, Führungen und Spindel regelmässig reinigen und ölen, z.B. mit MOTOREX
Supergliss 68 K nach ISO VG 68.
Der KSC3 160 verfügt über einen Schmiernippel in der Schiebernut. Es empfiehlt sich
monatlich einen Fettstoss zu geben. Die Schieber müssen dabei komplett zusammen
gefahren sein.
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Fehlersuche, Störungsbeseitigung
Spanner ist schwergängig
Systembacken demontieren, Spanner reinigen und beschädigte Flächen vorsichtig
abziehen.
Falls keine Funktions-Verbesserung erreicht wird, kann der Spanner gemäss folgender
Beschreibung weiter zerlegt werden.
6.1 Demontage
Die Schieber können durch linksdrehen an der Spindel mit einem Torx-Schaubendreher
T20 komplett aus dem Grundkörper gefahren werden.
KSC3 125-235, KSC3 125-300 und KSC3 160:
Hier muss vorher der Sprengring von der Spindel entfernt werden.
Die inneren Abstreifer werden in der Regel aus den Schiebern gezogen und bleiben
auf der Innenseite der Spindel positioniert.
(Sollten die Abstreifer über das Gewinde gezogen werden, müssen diese vorsichtig
wieder auf die Innenseite der Spindel gebracht werden)
Wichtig:
Der KSC3 erhält seine hohe Genauigkeit durch einen Fertigungsschritt im montierten
Zustand. Komponenten von verschiedenen Spannern dürfen nicht untereinander
vertauscht werden. Beide Schieber und der Grundkörper müssen die identische
Seriennummer aufweisen.
Nur so ist die gleichbleibende Zentrumslage des Systems und die Führungspassung
zwischen Schiebern und Grundkörper wieder gewährleistet.
Eine weitergehende Demontage durch den Anwender ist nicht zulässig,
kann aber durch den Hersteller oder eine autorisierte Servicestelle
vorgenommen werden.
Nichtbeachtung dieser Vorschrift führt zur Erlöschung der Gewährleistung.
Kraft reduzieren
Spannen
Reinigen
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