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8026831//2021-06-08
SICK STEGMANN GmbH
Dürrheimer Str. 36
D-78166 Donaueschingen
www.sick.com
STS
B E T R I E B S A N L E I T U N G
Motor-Feedback-Systeme
Alle Rechte vorbehalten. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
1
Zu diesem Dokument
Bitte lesen Sie diese Betriebsanleitung sorgfältig, bevor Sie mit dem Motor-Feed‐
back-System STS arbeiten, es montieren, in Betrieb nehmen oder warten.
1.1 Funktion dieses Dokuments
Diese Betriebsanleitung leitet das technische Personal des Maschinenherstellers
bzw. Maschinenbetreibers zur Montage, Elektroinstallation, Inbetriebnahme sowie
zum Betrieb und zur Wartung des Motor-Feedback-Systems STS an.
1.2 Verwendete Symbole
WARNUNG
Ein Warnhinweis weist Sie auf konkrete oder potenzielle Gefahren hin. Dies
soll Sie vor Unfällen bewahren. Lesen und befolgen Sie Sicherheitshinweise
sorgfältig.
HINWEIS
Weist Sie auf nützliche Tipps und Empfehlungen hin.
Handlungsanweisungen sind durch einen Pfeil gekennzeichnet. Lesen und
b
befolgen Sie Handlungsanweisungen sorgfältig.
1.3 Zugehörige Dokumente
Schnittstellenhandbuch „HIPERFACE
(oder neuer).
2
Produktbeschreibung
Encoder der Produktfamilie STS sind Motor-Feedback-Systeme, die aufgrund ihrer
Ausstattung zum dynamischen und präzisen Betrieb von Servo-Regelkreisen prä‐
destiniert sind.
Das Gesamtsystem, bestehend aus Motor-Feedback-System, Servo-Umrichter
und Motor, bildet einen Regelkreis. Aus den Motor-Feedback-Signalen werden
Ist-Werte für Kommutierung, Drehzahl, Drehrichtung und Lage abgeleitet.
Die Übermittlung der Sensorsignale zum Auswertesystem erfolgt über eine
HIPERFACE
-Schnittstelle.
®
WARNUNG
Das Motor-Feedback-System STS ist kein Sicherheitsbauteil.
3
Allgemein gültige Hinweise
Schalten Sie die Spannung bei allen von der Montage betroffenen Maschinen /
Anlagen ab.
Je genauer die Zentrierung für das Motor-Feedback-System ist, desto geringer
sind Winkel und Wellenversatz bei der Montage.
Der STS wird in das Motorgehäuse geschraubt und über das Motorgehäuse mit
Erde verbunden. Da der STS kein eigenes Gehäuse hat, wird das Motorgehäuse
als Gehäuse genutzt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Gehäuse aus Metall ist
(Kunststoffgehäuse sind nicht zulässig). Zusätzlich muss darauf geachtet werden,
dass das Gehäuse bzw. der Gehäusedeckel komplett geschlossen ist (Aussparun‐
gen, Löcher oder ähnliches sind nicht zulässig).
WARNUNG
Für einen störungsfreien Betrieb ist unbedingt auf eine geeignete Schirman‐
bindung des Motors zu achten.
Bei engen Toleranzen zwischen Motorwelle und Motor-Feedback-System kann das
Aufschieben des Rotors erschwert sein.
HINWEIS
Die Montage darf nur gemäß der angegebenen IP-Schutzart vorgenommen
werden (siehe Technische Daten). Das System muss zusätzlich gegen schäd‐
liche Umwelteinflüsse wie z. B. Spritzwasser, Staub, Schläge, Temperatur
geschützt werden.
HINWEIS
Während der Montage Schläge und Stöße auf das Motor-Feedback-System
vermeiden.
8026831//2021-06-08/de, en
", Bestellnummer 8010701, Stand 02.2016
®
WARNUNG
Die Beeinflussung durch magnetische Felder ist zu vermeiden. Insbesondere
dürfen keine Magnetfelder (z. B. Haftmagnete oder andere Dauermagnete) in
direkten Kontakt mit dem Magnetband geraten.
Fremdmagnetfelder > ca. 3 ... 4 kA/m (3.8 ... 5 mT) beeinflussen die
Messgenauigkeit.
Feldstärken > 150 kA/m (>190 mT) verändern die Magnetisierung des
Magnetrings irreversibel.
4
Montage
4.1 Sicherheit
WARNUNG
Für die bei der Montage eingesetzten seitlichen Befestigungsschrauben (3)
folgende Sicherheitshinweise beachten:
Festigkeitsklasse mindestens 8.8
d e
Die Festigkeit vom Material des Motorschildes sollte mindestens 300
MP betragen.
Einschraubtiefe muss mindestens 5 Gewindegänge betragen; Schrau‐
benlänge entsprechend den Einbauverhältnissen wählen.
Anzugsmoment gilt bei bereits vorhandenem Gewinde im Motorlager‐
schild. Bei nicht vorhandenem Gewinde ist das zusätzliche Furchmo‐
ment abhängig vom Material des Motorlagerschilds und vom Bohrungs‐
durchmesser für die Befestigungsschraube (3) zu berücksichtigen.
Schraubverbindungen mit flüssiger Schraubensicherung gegen Lösen
sichern. Federscheiben und Zahnscheiben sind als Schraubensicherung
nicht ausreichend.
4.2 Montage Magnetring
5
Abbildung 1: Montage STS
Magnetring
1
Befestigungsschrauben M3 für Magnetring
2
Befestigungsschrauben M2 für Elektronik
3
Befestigungsschrauben M2,5 für Sensorkopf
4
Motorflansch
5
Sensorkopf
6
HIPERFACE
®
7
Montageablauf
Kundenseitige Antriebswelle blockieren.
Den Magnetring (1) des STS vorsichtig unter Verwendung von 4 Anpres‐
spunkten auf die Motorwelle aufschieben, um die parallele Ausrichtung des
Rings und der Motorwelle zu gewährleisten.
Magnetring drehen, bis die Bohrungen des Ringes über den Befestigungslö‐
chern des Motorflansches liegen.
Befestigungsschrauben (2) vormontieren und festziehen (Schrauben nicht
im Lieferumfang enthalten).
Anzugsmoment : 1,3 Nm ± 10% Nm.
4.3 Sensorkopf montieren
WARNUNG
Die Toleranz- und Abstandsmaße müssen über die gesamte Messstrecke
eingehalten werden. Größere Montageabweichungen führen zu unplausiblen
oder keinen Positionswerten.
HINWEIS
Die Pfeilrichtung des Sensorkopfes muss mit der Pfeilrichtung des Magnet‐
bandes übereinstimmen.
Die Lage des Sensors zum Magnetring ist genau definiert. Bei der Montage
ist insbesondere zu beachten, dass über die gesamte Messstrecke zwischen
Magnetring und Sensorkopf ein Luftspalt eingehalten wird (Abbildung 2),
unabhängig davon, ob der Magnetring oder der Sensorkopf bewegt wird. Als
Montagehilfe kann die beiliegende Abstandslehre verwendet werden.
Den Sensorkopf neben dem montierten Magnetring platzieren. so dass der
Sensorkopf konzentrisch zum Umfang des Magnetrings ist.
Schrauben des Sensorkopfes vormontieren und leicht festziehen (Schrauben
nicht im Lieferumfang enthalten)
7
3
4
1
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Anschlussstecker
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STS | SICK
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Inhaltszusammenfassung für SICK STS

  • Seite 1 Winkel und Wellenversatz bei der Montage. chern des Motorflansches liegen. Der STS wird in das Motorgehäuse geschraubt und über das Motorgehäuse mit Befestigungsschrauben (2) vormontieren und festziehen (Schrauben nicht Erde verbunden. Da der STS kein eigenes Gehäuse hat, wird das Motorgehäuse im Lieferumfang enthalten).
  • Seite 2 Außerbetriebnahme Umweltgerechtes Verhalten Der STS ist so konstruiert, dass er die Umwelt so wenig wie möglich belastet. Es verbraucht nur ein Minimum an Energie und natürlichen Ressourcen. Handeln Sie auch am Arbeitsplatz immer mit Rücksicht auf die Umwelt. Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Entsorgung.