Bei Überschreitung der kritischen Systemgrenzen löst das Batteriesys-
tem eine sofortige Abschaltung der HV-Relais aus (sofern nicht bereits
geschehen). Der betroffene Energiespeicherblock speichert den Fehler-
zustand dauerhaft im Fehlerspeicher und gilt damit als defekt. Solange
der Energiespeicherblock im Batteriesystem installiert ist, wird ein
Wiedereinschalten durch die ccuHV verhindert.
3.6.2
Sicherheitseinrichtungen
Energiespeicherblock
Schmelzsicherung zum Schutz des Energiespeicherblocks bei Kurz-
schluss
Überwachung des Zell-Betriebsfensters:
Jeder Energiespeicherblock verfügt über ein eigenes Batteriemanage-
mentsystem (BMS). Das BMS überwacht die Zellen des Energiespeicher-
blocks und kommuniziert über den internen CAN-Bus mit der
Steuereinheit ccuHV. In folgenden Fällen schaltet die ccuHV das Batte-
riesystem ab:
– Betrieb außerhalb des Betriebsfensters des Energiespeicherblocks
– (Spannung, Strom, Temperatur)
– Ausfall oder Störung der CAN-Kommunikation zum Energiespeicher-
block
– Interner Fehler im BMS des Energiespeicherblocks
Steuereinheit ccuHV
Allpolige Abschaltung der Lastkontakte mittels HV-Relais (Schützkon-
takte)
Notabschaltung der HV-Relais von extern über EPO-Kontakt
Integrierte Vorladeschaltung (Precharge)
Schmelzsicherung zum Schutz des Batteriesystems bei Kurzschluss
Überwachung des Batteriesystems:
Neben der individuellen Überwachung der Energiespeicherblöcke durch
das BMS überwacht die ccuHV zusätzlich den Gesamtverbund der Ener-
giespeicherblöcke im Batteriesystem. In folgenden Fällen schaltet die
ccuHV das Batteriesystem ab:
– Zu große Spannungs- oder Stromdifferenzen zwischen den Energie-
speicherblöcken
– Unplausible Messwerte von Strom oder Spannung zwischen Energie-
speicherblöcken und ccuHV
– Interner Fehler in der ccuHV
Commeo GmbH
Sicherheit
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