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RME Audio ADI-2 Pro Bedienungsanleitung Seite 87

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Hat dies eine Verschlechterung des Klangs zur Folge?
Nein, aus zwei Gründen. Der Eingang des ADI-2 Pro ist mit 9 kOhm Impedanz hochohmig ge-
nug, um auch ältere Hi-Fi-Geräte mit hochohmigeren Ausgängen (bis zu 1 kOhm) nicht zu über-
fordern. Bei neueren Geräten mit deutlich unter 1 kOhm natürlich erst recht nicht. Außerdem ist
der Eingang des ADI-2 Pro so konstruiert, dass egal ob das Signal symmetrisch (XLR) oder
unsymmetrisch (Monoklinke) zugeführt wird, die exakt gleichen technischen Daten erreicht
werden. Der bei RME als servo-symmetrisch bezeichnete Eingang führt auch zu einer automa-
tischen Pegelanpassung - selbst die Referenzpegel sind also weiter identisch.
Bei den Ausgängen verursacht solch ein Adapter überhaupt keine Änderung - technische Daten
und Funktionsweise bleiben unverändert. Die Ausgänge des ADI-2 Pro beliefern auch Cinch-
Eingänge ohne jegliche Probleme.
Bleiben die Vorteile des vollsymmetrischen Aufbaus des ADI-2 Pro auch bei unsymme-
trischem Anschluss (Cinch) erhalten?
Ja. Denn das unsymmetrische Eingangssignal wird direkt nach der ersten Eingangsstufe intern
symmetriert. Auf der Ausgangsseite verwendet RME ein speziell entwickeltes, servo-
symmetrisches DAC-Filter, welches dafür sorgt, dass beide Pfade der symmetrischen Signal-
führung vollen Rauschabstand und Klirrfaktor aufweisen. Daher werden die technischen Daten
sogar erreicht, wenn man den symmetrischen XLR-Ausgang benutzt, und einen Pin zwecks
unsymmetrischer Ausgabe nicht anschließt - die dafür erforderliche Signaloptimierung ge-
schieht schon im Gerät. Am typischen Cinch-Ausgang, also der Monoklinkenbuchse mit einge-
stecktem Adapter, erfolgt direkt vor der Buchse trotzdem eine zusätzliche Umwandlung sym-
metrisch in unsymmetrisch. Dieser erhöhte Aufwand garantiert die exzellente Klangqualität des
ADI-2 Pro für sämtliche Betriebs- und Anschlussarten.
Welche Pegeleinstellung sollte man wählen?
Als professionelles Gerät bietet der ADI-2 Pro Ein- und Ausgangpegel bis +24 dBu (12,24 V
RMS), die übliches Hi-Fi Equipment vollkommen überfordern. Das ist jedoch kein Problem, da
insgesamt vier Referenzpegel zur Verfügung stehen. Für Hi-Fi empfiehlt sich die Einstellung +4
dBu (entspricht +1,78 dBV oder 1,23 V RMS). In dieser Einstellung erreicht der Ausgang des
ADI-2 Pro einen ähnlichen Pegel wie viele CD-Player. Sollte das im konkreten Fall zu niedrig
sein spricht natürlich nichts gegen die Einstellung +13 dBu (+10,8 dBV, 3,46 V RMS).
Falls der Eingangspegel selbst bei +4 dBu noch zu niedrig ausfällt, weil das speisende Gerät
einen sehr niedrigen Ausgangspegel aufweist, lassen sich über I/O - Analog Input - Trim Gain
noch bis zu 6 dB mehr Pegel herausholen.
Führt solch ein geringer Pegel nicht zu einer deutlichen Erhöhung des Rauschens?
Üblicherweise ja - nicht jedoch im ADI-2 Pro. Die Umschaltung der Referenzpegel geschieht in
der 'analogen' Hardware, also diskret. Die Schaltung wurde so optimiert, dass selbst bei +4 dBu
nahezu der volle Rauschabstand erreicht wird. Die genauen Daten dazu finden sich in Kapitel
33.1 / 33.2. Den Eingangsrauschabstand kann jeder Anwender sogar selbst verifizieren, mit
dem kostenlosen Tool DIGICheck, Funktion Bit Statistics & Noise (siehe Kapitel 26 / 28). Bitte
beachten Sie, dass für die Ermittlung des Rauschabstands die Eingänge mit 0 Ohm abzu-
schließen sind.
Die Verringerung des Rauschabstands bei +4 dBu um nur knapp 1 dB ist eine herausragende
Ingenieursleistung. In der Praxis wird Ihnen DIGICheck allerdings noch auf andere Weise die
Augen öffnen. Sobald irgendetwas am Eingang des ADI-2 Pro angeschlossen wird, muss man
sich leider von diesen traumhaften Werten verabschieden. Das Grundrauschen und -brummen,
insbesondere von Geräten im Hi-Fi-Bereich, liegt um Größenordnungen höher...
Bedienungsanleitung ADI-2 Pro - v 1.9
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