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Hach BOD Direct plus Bedienungsanleitung Seite 26

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Anmerkung: Nitrifizierende Bakterien verbrauchen ebenfalls Sauerstoff. Diese Zehrung kann bereits
innerhalb der ersten fünf Tage eintreten, besonders bei Proben mit geringen BSB-Werten. Bei der
BSB-Bestimmung soll i.d.R. die Sauerstoffzehrung von Nitrifikanten nicht erfasst werden. Mit dem
Nitrifikationshemmer B kann die Tätigkeit dieser Bakterien durch enzymatische Hemmung unter-
drückt werden, so dass nur der Abbau organischer Stoffe den BSB einer Probe ausmacht. Soll ge-
rade die Sauerstoffzehrung im Zuge der Nitrifikation (N-BSB) bestimmt werden, kann ein Vergleich
der Probe mit und ohne Nitrifikationshemmstoff in Betracht gezogen werden. Die Differenz der
BSB-Werte entspricht dann dem Sauerstoffbedarf der nitrifizierenden Bakterien.
5. Jeder Probeflasche wird nun ein sauberer Magnetrührstab zugegeben und der trocken Köcher
mit 3-4 Tropfen 45%iger Kaliumhydroxidlösung befüllt (dient der Bindung des Kohlendioxids).
Anschließend den Köcher in die Probeflasche einsetzen.
ACHTUNG! Die Probe darf keinesfalls mit der Kaliumhydroxidlösung in Berührung
kommen. Dies könnte zu verfälschten Messwerten führen.
ACHTUNG! Verwenden Sie keinesfalls für die BSB-Sensoren sowie für die Köcher Fette
oder sonstige Schmierstoffe als zusätzliches Dichtungsmittel. Solche Produkte können
Lösungsmittel enthalten, die den Korpus der Sensoren angreifen. Dies kann zu schweren
Schäden am Kunststoffgehäuse führen, bis zum Ausfall der Sensoren. Für Schäden durch
die Verwendung von Dichtungsfetten wird keine Gewährleistung übernommen!
6. Die vorbereitete Probe muss vor dem Start der Messung auf die gewünschte Temperatur ± 1 °C
gebracht werden. (z.B. 20 °C ± 1 °C). Dies kann beispielsweise unter gleichmäßigem Rühren der
Probe auf dem Induktiv-Rührsystem im Thermostatschrank erfolgen.
Das BOD Direct plus verfügt über eine optional zuschaltbare Autostart-Funktion, die es erlaubt
Proben mit einer Temperatur von 15 bis 21 °C einzusetzen. Bei eingeschalteter Autostart-Funktion
prüft das System in bestimmten Intervallen, ob in der BSB-Flasche ein Druckabfall stattgefunden hat
und startet erst dann die Zeitmessung (spätestens drei Stunden nach dem Starten eines BSB-Sen-
sors beginnt die Zeit zu laufen, unabhängig davon ob bis dahin ein Druckabfall ermittelt wurde
oder nicht).
7. Die BSB-Sensoren auf die Probeflaschen aufsetzen und sorgfältig verschrauben. Dies ist besonders
wichtig, da das System absolut dicht sein muss. Anschließend BSB-Flasche mit dem aufgeschraub-
ten Sensor in Flaschengestell einhängen. Dies kann direkt im Thermostatschrank erfolgen. Alterna-
tiv ist es aufgrund der bedienungsfreundlichen Konstruktion des BOD Direct plus auch möglich das
gesamte BSB-Grundgerät mit dem integrierten Flaschengestell dem Thermostatschrank zu entneh-
men, während das Induktiv-Rührsystem im Schrank verbleibt. Es ist hierbei eventuell notwendig
den Stecker der Netzteilversorgung vom BOD Direct plus zu trennen.
ACHTUNG! Nicht am Kabel ziehen.
Nachdem das Gestell mit den BSB-Flaschen beladen wurde, wird es so auf dem Induktiv-Rührsys-
tem positioniert, dass die 4 Justierschrauben in die entsprechenden Aussparungen auf dem
Rührantrieb greifen.
8. Probe starten (siehe Abschnitt 5.5.2 Messung / Messreihe starten)
9. Probe gemäß Vorgaben inkubieren (z.B. BSB
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für 5 Tage bei 20 °C).
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BOD Direct plus_DE_1 08/2015
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