3.2.2 Die Doppelsitzeraufhängung mit starrem Verbindungsteil
Bei dieser Aufhängung ist zwischen der vorderen (Passagier-Aufhängung) und hinte-
ren (Pilotenaufhängung) ein starres Verbindungsteil aus Aluminium mit ca. 20-30cm
Länge eingearbeitet. Der Passagier hängt wiederum (bei gleicher Gurtzeugaufhän-
gungshöhe) ca. 10cm tiefer als der Pilot. Dies ist in jedem Fall wichtig, damit der Pilot
freie Sicht nach vorne hat. Der Passagier kann im Flug wahlweise vor oder neben
dem Piloten hängen. Für die Landung mit Passagieren ist es ein Vorteil, wenn der
Pilot den Passagier vor der Landung zur Seite schwenkt, um nebeneinander zu lan-
den zu können. Der Nachteil dieses Typs der Doppelsitzeraufhängung im Flug Ist
dass die Massen des Piloten und Passagiers nicht so kompakt miteinander verbun-
den sind, wie bei der flexiblen Doppelsitzeraufhängung.
Die Verbindungsleine des Doppelsitzerrettungsgerätes muss beim Doppelsitzer-
Betrieb immer an den Haupt-Karabinern mit denen die Doppelsitzer- Aufhängung mit
den Tragegurten verbunden sind, eingehängt werden. Eine spezielle, gütesiegelge-
prüfte Gabelleine als Verlängerung der Verbindungsleine für Doppelsitzerrettungsge-
räte ist erhältlich.
Es ist darauf zu achten, dass sich mit der Höhe der Aufhängung sowohl vom
Gurtzeug wie auch von der Tandemaufhängung auch der relative Bremsweg
verändert.
3.2.3 Notschirm
Im doppelsitzigen Betrieb ist ein Rettungsgerät das ein Gütesiegel für Doppelsitzer
Gleitschirme besitzt, mitzuführen. Jede eigenmächtige Änderung dieses Gleitschir-
mes hat ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge. Die Benutzung dieses Gleit-
schirmes erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr des Benutzers. Bei Nichtbeachtung
der entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen kann Gleitschirmfliegen lebensgefähr-
lich sein. Jede Haftung von Hersteller und Vertreiber ist ausgeschlossen.
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