MONTAGE
INBETRIEBNAHME
Eine Überprüfung des Volumens ist durch den An-
lagenplaner durchzuführen. Gegebenenfalls ist ein
weiteres Ausdehnungsgefäß zu installieren (nach
DIN 4751 Teil 1). Tabellen in Herstellerkatalogen
vereinfachen die Auslegung nach Wasserinhalt der
Anlage. Für die Berechnung ist das Pufferspeicher-
volumen von 80 Litern zu berücksichtigen.
ACHTUNG!
Bei großvolumigen Heizkreisen muss
das eingebaute Ausdehnungsgefäß (24 Liter, 1,0 bar
Vordruck) durch ein weiteres ergänzt werden.
Frostschutz
Bei Wärmepumpen, die frostgefährdet aufgestellt
sind, sollte eine manuelle Entleerung (siehe Bild) vor-
gesehen werden. Sofern Regler und Heizungsum-
wälzpumpe betriebsbereit sind, arbeitet die Frost-
schutzfunktion des Reglers. Bei Außerbetriebnahme
der Wärmepumpe oder Stromausfall ist die Anlage zu
entleeren. Bei Wärmepumpenanlagen, an denen ein
Stromausfall nicht erkannt werden kann (Ferienhaus),
ist der Heizungskreis mit seinem geeigneten Frost-
schutz zu betreiben.
6.4 Elektrischer Anschluss
Die Leistungsversorgung und Steuerspannung wer-
den über die vormontierten (Last: 4-adrig, Steue-
rung: 3-adrig) Leitungen zugeführt.
In der Leistungsversorgung ist eine allpolige Ab-
schaltung mit mindestens 3 mm Kontaktöffnungs-
abstand (z.B. EVU-Sperrschütz, Leistungsschütz),
sowie ein 3-poliger Sicherungsautomat, mit ge-
meinsamer Auslösung aller Außenleiter, vorzuse-
hen (Auslösestrom gemäß Geräteinformation).
Beim Anschließen ist das Rechtsdrehfeld der Last-
einspeisung sicherzustellen L1 (1); L2 (2); L3 (3).
(1, 2, 3) sind die Adernummern des Lastkabels.
ACHTUNG!
Rechtsdrehfeld beachten: Bei Betrieb
mit falscher Drehrichtung des Verdichters, kann es
zu Verdichterschäden kommen.
Die Steuerspannung muss mit 10 A abgesichert
werden. Detaillierte Informationen siehe Anhang
Stromlaufpläne.
INBETRIEBNAHME
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7.1 Allgemein
Um eine ordnungsgemäße Inbetriebnahme zu ge-
währleisten, sollte diese von einem vom Werk auto-
risierten Kundendienst durchgeführt werden. Nur
dann wird eine verlängerte Garantie von insgesamt
3 Jahren gewährt (vgl. Garantieleistung).
7.2 Vorbereitung
Vor der Inbetriebnahme müssen folgende Punkte
geprüft werden:
- Alle Anschlüsse der Wärmepumpe müssen wie
in Kapitel 6 beschrieben montiert sein.
- Im Heizkreislauf müssen alle Schieber, die den
korrekten Fluss des Heizwassers behindern könn-
ten, geöffnet sein.
- Der Luftansaug-/-ausblasweg muss frei sein.
- Die Drehrichtung des Ventilators muss der Pfeil-
richtung entsprechen.
- Der Wärmepumpenregler muss gemäß seiner
Gebrauchsanweisung auf die Heizungsanlage ab-
gestimmt sein.
- Der Kondensatablauf muss sichergestellt sein.
- Der Ablauf des Heizwasserüberdruckventils muss
sichergestellt werden.
- Entlüftung der Heizungsanlage:
Es ist sicherzustellen, dass alle Heizkreise offen
sind, die Heizungsumwälzpumpe muss in Betrieb
(Stufe III) sein.
Wärmepumpenregler unter Spannung setzen. Be-
triebsart zweiten Wärmeerzeuger wählen, System
an höchster Stelle entlüften, ggfs. Wasser nach-
füllen (statischen Mindestdruck einhalten).
7.3 Vorgehensweise bei Inbetriebnah-
me
Die Inbetriebnahme der Wärmepumpe erfolgt über
den Wärmepumpenregler. Die Einstellungen müs-
sen gemäß dessen Anleitung vollzogen werden.
Die Leistungsstufe der Umwälzpumpe ist auf die
Heizungsanlage abzustimmen.
Die Einstellung des Überströmventiles ist an die
Heizungsanlage anzupassen. Eine falsche Einstel-
lung kann zu verschiedenen Fehlerbildern und ei-
nem erhöhten elektrischen Energiebedarf führen.
Um das Überströmventil richtig einzustellen, emp-
fehlen wir folgende Vorgehensweise:
Schließen Sie alle Heizkreise, die auch im Betrieb
je nach Nutzung geschlossen sein können, so dass
der vom Wasserdurchsatz ungünstigste Betriebs-
zustand vorliegt. Dies sind in der Regel die Heiz-
kreise der Räume auf der Süd- und Westseite. Min-
destens ein Heizkreis muss geöffnet bleiben (z.B.
Bad).
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