Das Überströmventil ist so weit zu öffnen, dass sich
bei der aktuellen Wärmequellentemperatur die in
der nachstehenden Tabelle angegebene maximale
Temperaturspreizung zwischen Heizungsvor- und
Rücklauf ergibt. Die Temperaturspreizung ist mög-
lichst nahe an der Wärmepumpe zu messen. Bei
monoenergetischen Anlagen ist der Heizstab zu
deaktivieren.
Wärmequellentemperatur
max. Temperaturspreizung zwischen
von
bis
-20 °C
-15 °C
-14 °C
-10 °C
-9 °C
-5 °C
-4 °C
0 °C
1 °C
5 °C
6 °C
10 °C
11 °C
15 °C
16 °C
20 °C
21 °C
25 °C
26 °C
30 °C
31 °C
35 °C
Störungen während des Betriebes werden ebenfalls
am Wärmepumpenregler angezeigt und können, wie
in der Gebrauchsanweisung des Wärmepumpen-
reglers beschrieben ist, behoben werden.
Bei Außentemperaturen kleiner 10 °C und Heiz-
wassertemperaturen kleiner als 16 °C ist der Puffer-
speicher mit dem zweiten Wärmeerzeuger auf min-
destens 25 °C aufzuheizen.
Folgender Ablauf ist einzuhalten um die Inbetrieb-
nahme störungsfrei zu realisieren:
a)
Alle Heizkreise schließen.
b)
Überströmventil ganz öffnen.
c)
Am Regler Betriebsart Automatik wählen.
d)
Warten bis Pufferspeicher eine Temperatur von
mindestens 25 °C erreicht hat.
e)
Anschließend werden die Schieber der Heiz-
kreise nacheinander wieder langsam geöffnet
und zwar so, dass der Heizwasserdurchsatz
durch leichtes Öffnen des betreffenden Hei-
zungskreis stetig erhöht wird. Die Heizwasser-
temperatur im Pufferspeicher darf dabei nicht
unter 20 °C absinken, um jederzeit eine Ab-
tauung der Wärmepumpe zu ermöglichen.
f)
Wenn alle Heizkreise voll geöffnet sind und eine
Heizwassertemperatur im Pufferspeicher von
ca. 20 °C gehalten wird, ist die Mindestvolumen-
strommenge am Überströmventil und Hei-
zungsumwälzpumpe einzustellen.
g)
Neubauten haben wegen der zur Bauaustrock-
nung benötigten Energie einen erhöhten Wär-
mebedarf. Dieser erhöhte Wärmebedarf kann
dazu führen, dass knapp dimensionierte Heiz-
anlagen die gewünschte Wohnraumtemperatur
nicht jederzeit erreichen. Es wird deshalb emp-
fohlen, in diesem Fall den zweiten Wärmeer-
zeuger in der ersten Heizperiode in Betriebs-
bereitschaft zu halten. Dazu ist die Grenztem-
peratur am Wärmepumpenregler auf 15 °C
hochzustellen.
Heizungsvor- und Rücklauf
4 K
5 K
6 K
7 K
8 K
9 K
10 K
11 K
12 K
13 K
14 K
REINIGUNG / PFLEGE
8
8.1 Pflege
Vermeiden Sie zum Schutz des Lackes das Anleh-
nen und Ablegen von Gegenständen am und auf
dem Gerät. Die Außenteile der Wärmepumpe kön-
nen mit einem feuchten Tuch und mit handelsübli-
chen Reinigern abgewischt werden.
ACHTUNG!
säure- oder chloridhaltige Putzmittel, da diese die
Oberfläche angreifen.
Um Störungen durch Schmutzablagerungen im Wär-
meaustauscher der Wärmepumpe zu vermeiden, ist
dafür zu sorgen, dass der Wärmeaustauscher in der
Heizungsanlage nicht verschmutzen kann. Zum
Schutz des Verdampfers ist im Ansaugkanal ein
Vogelschutzgitter mit mindestens 80 % freien Quer-
schnitt empfohlen. Sollte es dennoch zu Betriebs-
störungen wegen Verschmutzungen kommen, ist
die Anlage wie unten angegeben zu reinigen.
8.2 Reinigung Heizungsseite
Durch Eindringen von Sauerstoff in das Heizwasser
können sich Oxydationsprodukte bilden. Oftmals tritt
darüber hinaus eine Verunreinigung des Heiz-
wassers durch Reste von Schmier- und Dichtmitteln
auf.
Beide Ursachen können dazu führen, dass sich die
Leistungsfähigkeit des Kondensators der Wärme-
pumpen verringert. In solchen Fällen muss der In-
stallateur den Kondensator reinigen. Nach heutigem
Kenntnisstand schlagen wir vor, die Reinigung mit
einer 5%-igen Phosphorsäure oder, falls häufiger
gereinigt werden muss, mit einer 5%-igen Ameisen-
säure durchzuführen. In beiden Fällen sollte die
Reinigungsflüssigkeit Raumtemperatur haben. Es
muss gründlich nachgespült werden, um sicherzu-
stellen, dass alle Reinigungsmittelreste aus dem
System entfernt wurden. Es ist empfehlenswert, den
Wärmeaustauscher entgegen der normalen Durch-
flussrichtung zu reinigen. Die Spülmittel sind we-
gen ihrem Säuregehalt mit Vorsicht anzuwenden.
Um zu verhindern, dass säurehaltiges Spülmittel
beim Reinigen des Kondensators in die Heizungs-
anlage gelangt, empfehlen wir, das Spülgerät direkt
an den Vor- und Rücklauf der Wärmepumpe anzu-
schließen.
Die Vorschriften der Berufsgenossenschaften sind
einzuhalten. Im Zweifelsfall ist mit den Herstellern
der Chemikalien Rücksprache zu nehmen!
ACHTUNG!
muss nach dem Reinigen der Wasserkreislauf un-
bedingt mit den geeigneten Mitteln neutralisiert wer-
den.
9
INBETRIEBNAHME
REINIGUNG / PFLEGE
Verwenden Sie nie sand-, soda-,
Um Folgeschäden zu vermeiden,