Spiegelvorauslösung
Um die minimalen, restlichen Einflüsse von Spie-
gelbewegung und Schließen der Objektivblende
auszuschalten, bietet die LEICA R9 die Möglich-
keit der Spiegelvorauslösung. Dazu wird der
Spiegelvorauslösungs-Wahlhebel (1.6) nach außen
bewegt. Beim ersten Betätigen des Auslösers
(1.17) klappt dann nur der Spiegel hoch, und die
Blende schließt auf den entsprechenden Wert.
Der Verschlussablauf und damit die eigentliche
Aufnahme erfolgt durch einen zweiten Druck auf
den Auslöser. Nach der Belichtung klappt der
hochgestellte Spiegel zurück, und die Blende öff-
net sich wieder in gewohnter Weise. Wird die
nächste Aufnahme wieder ohne Spiegelvorauslö-
sung gewünscht, muss der Wahlhebel wieder
zurückgestellt, d.h. nach innen bewegt werden.
Die Spiegelvorauslösung lässt sich zusätzlich mit
dem Selbstauslöser kombinieren. Dann wird
durch Niederdrücken des Auslösers der Spiegel
vorausgelöst, gleichzeitig startet mit dem Loslas-
sen des Auslösers die Vorlaufzeit. Nach Ablauf
1.6
der Vorlaufzeit erfolgt die Aufnahme und der
Spiegel kehrt in die Normalstellung zurück. Für
verwacklungsfreies Fotografieren, z.B. mit langen
Brennweiten am Stativ, ist diese Kombination
sehr empfehlenswert.
Bei Benutzung einer Automatikbetriebsart A , T
oder P erfolgt die Belichtungsmessung beim
ersten Betätigen des Auslösers, d.h. kurz vor der
Spiegelvorauslösung. Der Wert wird gespeichert
und die Aufnahme mit dieser Belichtung ausge-
führt. In der Betriebsart m wird die Zeit-Blenden-
Kombination manuell vorgewählt.
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