•
USB: „Upper Sideband", oberes Seitenband eines SSB-Signals (J3E):
Der Demodulator erzeugt Audiosignale entsprechend dem Abstand und Pegel der Spektrallinien von
der Mitte des Spektrogramms bis zur rechten Begrenzungslinie der Bandbreite.
•
SBCW: „Single Sideband + CW", automatische Umschaltung der Seitenbänder bei 10 MHz:
Der Demodulator erzeugt Audiosignale entsprechend dem Abstand und Pegel der Spektrallinien von
der Mitte des Spektrogramms bis zur linken (Empfangsfrequenz kleiner 10 MHz) oder bis zur rechten
(Empfangsfrequenz größer oder gleich 10 MHz) Begrenzungslinie der Bandbreite. Gleichzeitig ist bei
Betrieb als Sender (mit Erweiterungs-Modul) die Aussendung eines CW-Signals innerhalb des
Seitenbandes möglich.
•
CW: „Continous Wave", Morsetelegrafie (A1A):
Der Demodulator erzeugt einen einzelnen Audioton mit dem Pegel der Spektrallinie direkt auf der
Mittellinie des Spektrogramms und einer über den Wert „Verschiebung" (nun „CW-Ton") einstellbaren
Frequenz.
Hinweis: Je nach Modulationsart „Auto" bis „CW" können Bandbreite und Verschiebung nur soweit verstellt
werden, wie es die gewählte Seitenbandlage zulässt. Z. B. ist bei LSB keine Einstellung möglich, bei der
Signale rechts von der Mittellinie des Spektrogramms hörbar werden könnten.
•
FMs: Frequenzmodulation schmal (F3E):
Der Demodulator erzeugt direkt aus dem Signal vom ADC ein frequenzdemoduliertes Signal mit einer
Bandbreite von maximal 14 kHz. Geeignet für FM-Signale mit einem Hub bis ca. 5 kHz.
•
FMb: Frequenzmodulation breit, optional mit Stereo-Multiplex (F3H):
Der Demodulator erzeugt direkt aus dem Signal vom ADC ein frequenzdemoduliertes Signal mit einer
Bandbreite von maximal 240 kHz. Geeignet für FM-Signale mit einem Hub bis ca. 80 kHz. Bei diesem
Demodulator ist über Taste F5 „Raumklang" ein Stereodecoder für FM-Rundfunksignale zuschaltbar.
Hinweis: Der Stereodecoder erzeugt aus dem Spektrum des demodulierten FM-Signals (MPX-Signal) die
nötigen Hilfssignale. Deshalb ist bei Stereobetrieb keine Ansicht des HF-Signals im Spektrogramm
möglich, statt dessen wird das MPX-Signal dargestellt.
•
ZFIQ: Direktausgabe des Empfangssignals auf einer Zwischenfrequenz:
Der Demodulator erzeugt direkt aus dem Signal vom ADC ein frequenzverschobenes Signal und gibt
es als komplexes Signal (I- und Q-Kanal) auf dem Kopfhörerausgang aus. Die Bandbreite beträgt ca.
14 kHz, die Zwischenfrequenz 10,24 kHz.
•
BaIQ: Direktausgabe des Empfangssignals im Basisband:
Der Demodulator erzeugt direkt aus dem Signal vom ADC ein frequenzverschobenes Signal und gibt
es als komplexes Signal (I- und Q-Kanal) auf dem Kopfhörerausgang aus. Die Bandbreite beträgt ca.
14 kHz, die Zwischenfrequenz 0 Hz (Basisband).
Hinweis: Diese beiden Demodulatoren erlauben die Ausgabe eines Signals zur weiteren Verarbeitung, z. B.
mittels Soundkarte / PC. Die beiden Stereokanäle werden zur Darstellung des Inphase- und des
Quadratursignals der komplexen Signalausgabe genutzt. Hauptfunktion ist die Ermöglichung weiterer
Demodulationsarten, z. B. DRM.
•
AM-H: Zweiseitenband-AM mit Träger (A3E):
Der Demodulator erzeugt direkt aus dem Signal vom ADC ein Audiosignal, dessen Amplitudenverlauf
dem Verlauf der Hüllkurve (Spitzen-Amplitude, Magnitude) entspricht. Er arbeitet nicht
frequenzdiskret (wie beispielsweise „Auto") und ermöglicht bei gutem Empfang eine
Demodulation mit geringerem Klirrfaktor.
Je nach gewähltem Demodulator werden verschiedene andere Einstellungen wie z. B. Bandbreite und
Verschiebung gespeichert und bei Wiedereinschaltung des entsprechenden Demodulators wieder
hergestellt. Damit müssen bei Wechsel der Demodulatoren nicht jedes mal andere Werte nachgestellt
werden. Beispiel: Bandbreite in Auto 6 kHz, in LSB und USB 3 kHz. Ohne Speicherung wäre immer der
AUSGABE
DATUM
3.14
26.04.2016
Bei CW wechselt der Einstellwert „Verschiebung" auf „CW-Ton".
K & M
NAME
RDR5x_BA_V314.PDF
B. Reuter
Burkhard Reuter
Seite 20