Die meisten Werte sind nur verfügbar, wenn der GPS-Empfänger korrekten Empfang der Satelliten hat und
die Daten berechnen kann. Weitere Hinweise dazu in Abschnitt RDR35 auf Seite 84. Die angezeigten
Werte für Position und UTC entsprechen der Beschreibung des Bootloaders für das RDR35-Modul.
Zusätzlich sind im GPS-Dialog folgende Anzeigen vorhanden:
−
Satellites in View: Zahl der aktuell empfangbaren Satelliten. Für den Betrieb müssen min. 5
Satelliten empfangbar sein, hochgenaue Positionsberechnungen und Frequenzmessungen sind ab
10 Satelliten möglich.
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Satellite ID: SNR: Hier wird in loser Reihenfolge das SNR verschiedener Satelliten angezeigt.
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CLK Deviation (Hz): Aktuell gemessene Abweichung des Hauptoszillators von der Sollfrequenz.
Der GPS-Empfänger ermöglicht die Verwendung der Atomuhr-Zeitbasis in den Satelliten als Referenz für
Zeit- und / oder Frequenzmessungen (sogenanntes 1 PPS Signal). Dieses 1 Sekunden-Signal dient als
Zeitbasis für die Messung der Frequenz des Hauptoszillators im ADC-Modul des RDR. Es hat eine
maximale Abweichung von ±11 ns (ab 5 Satelliten empfangbar). Die Taktperiode des ADC-Oszillators
beträgt rund 12 ns. Damit beträgt der maximale Messfehler 2 Perioden = 24 ns / Sekunde = 2,4*10
ppm). Das entspricht einem maximalen Messfehler von rund 2 Hz bezogen auf die Oszillatorfrequenz. Der
durchschnittliche Messfehler bei gutem Empfang (>= 10 Satelliten) liegt unter 1 Hz.
Die gemessene Frequenzabweichung kann zur automatischen Kalibrierung des RDR verwendet werden.
Dazu darf im System-Dialog nicht die Kalibrierung zur manuellen Eingabe ausgewählt sein. Die
Verwendung der automatischen Kalibrierung wird in der Titelzeile des GPS-Dialogs durch „Yes" angezeigt.
Bei aktiver manueller Kalibration steht hier „No" und die gemessene Abweichung wird ignoriert.
Während der automatischen Kalibration wird der aktuell nötige Kalibrierwert ständig aus der gemessenen
Abweichung berechnet und zur Korrektur aller Frequenzeinstellungen und -anzeigen verwendet. Ein
direkter Eingriff in die Steuerung des ADC bzw. des Oszillators erfolgt nicht. Dadurch bleibt die hohe
Phasenreinheit des freilaufenden Quarzoszillators voll erhalten.
Die Automatik berechnet den Kalibrierwert intern auf 0,5 Hz genau und kann ihn um maximal eine Stufe in
jeder Sekunde verstellen. Bei sich ändernder Oszillatorfrequenz (z. B. durch Temperaturänderungen)
beträgt die Nachregelgeschwindigkeit damit max. 0,5 Hz/sek. Wenn die Oszillatorfrequenz weit vom
Sollwert abweicht (z. B. im kalten Gerätezustand nach dem Einschalten oder bei manuellem Verstellen der
Kalibrierung über größere Bereiche), dauert es entsprechend lange, bis das System wieder auf
Abweichung <1 Hz nachgeregelt hat.
Weiterhin ist der Dialog „WLAN" hinzu gekommen.
Die Anzeigen in diesem Dialog entsprechen der Beschreibung des Bootloaders auf Seite 84. Einstellbar ist
lediglich der Betriebsmodus: Aus („Off") oder „Access Point". SSID, Passkey und Channel sind nur im
Bootloader über eine USB-Verbindung einstellbar. Die angezeigte „IP" (Netzwerkadresse) zeigt die
Basisadresse des DNS-Service, ab der einloggenden externen Computern Adressen zugewiesen werden.
Achtung! Auch wenn im Dialog „Access-Point" ausgewählt ist, wird dieser nicht automatisch nach jedem
Neustart der Bedienoberfläche eingeschaltet! Um den Zugriffspunkt zu aktivieren, muss nach jedem
Neustart einmalig der Dialog geöffnet und mit „OK" (Taste F5) wieder geschlossen werden.
Die Firmware V500 (Configuration) für Geräte mit RDR35-Modul oder RDR50D heißt:
RDR5xDV500: Deutsche Bedienoberfläche für RDR50/54/55 (x = Ziffer für Gerätetyp).
RDR5xDV501: Englische Bedienoberfläche für RDR50/54/55.
RDR5xDV502: Englische Bedienoberfläche mit amerikanischem RDS-Decoder für RDR50/54/55.
AUSGABE
DATUM
3.14
26.04.2016
K & M
NAME
RDR5x_BA_V314.PDF
B. Reuter
Burkhard Reuter
-8
(0,024
Seite 109