1.27 AUFBEREITUNG DES WASSERS ZUM BEFÜLLEN DER ANLAGE
Wie bereits in den vorherigen Abschnitten erwähnt, wird eine Aufbereitung des Wassers für die Trinkwarmwasseranlage gemäß den
von den geltenden örtlichen Bestimmungen vorgeschriebenen Modalitäten verordnet.
Die Parameter, die die Dauer und den einwandfreien Betrieb des Wärmetauschers beeinflussen, sind der Ph-Wert, die Gesamthärte, die
Leitfähigkeit, die Präsenz von Sauerstoff im Füllwasser; dazu kommen die Bearbeitungsrückstände der Anlage (eventuelle Schweiß-
rückstände), die eventuelle Präsenz von Ölen und Korrosionsprodukten, die den Wärmetauscher beschädigen können.
Als Vorbeugemaßnahme wird Folgendes empfohlen:
- Vor der Installation sowohl an neuen als auch an alten Anlagen muss die Anlage mit sauberem Wasser gereinigt werden, um die festen
Rückstände zu beseitigen
- Für die chemische Reinigung der Anlage sorgen:
• Für die Reinigung der neuen Anlage muss ein geeigneter Reiniger (zum Beispiel Sentinel X300, Fernox Cleaner F3 oder Jenaqua 300)
in Kombination mit einer sorgfältigen Reinigung verwendet werden.
• Für die Reinigung der alten Anlage muss ein geeigneter Reiniger (zum Beispiel Sentinel X400, X800, Fernox Cleaner F3 oder Jena-
qua 400) in Kombination mit einer sorgfältigen Reinigung verwendet werden.
- Die maximale Gesamtstärke und die Menge des Füllwassers unter Bezug auf das Diagramm (Abb.43) überprüfen; liegen der Gehalt
und die Gesamthärte des Wassers unter der angegebenen Kurve, ist für die Begrenzung des Calciumcarbonat-Gehalts keine spezifi-
sche Behandlung nötig; andernfalls muss das Füllwasser aufbereitet werden.
- Falls eine Aufbereitung des Wassers notwendig ist, muss diese durch die vollständige Entsalzung des Füllwassers erfolgen. Durch die
vollständige Entsalzung werden, im Gegensatz zur vollständigen Enthärtung, die Härtemittel (Ca, Mg) und auch alle anderen Mine-
ralien beseitigt, um die Leitfähigkeit des Füllwassers bis zu 10 Microsiemens/cm zu reduzieren. Dank ihrer niedrigen Leitfähigkeit ist
das entsalzte Wasser nicht nur eine Maßnahme gegen die Bildung von Kalkstein, sondern auch ein Korrosionsschutz.
- Einen geeigneten Hemmstoff / ein geeignetes Passiviermittel (wie zum Beispiel Sentinel X100, Fernox Protector F1 oder Jenaqua 100)
zugeben, wenn nötig, auch ein geeignetes Frostschutzmittel zugeben (zum Beispiel Sentinel X500, Fernox Alphi 11 oder Jenaqua 500).
- Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers überprüfen, die bei aufbereitetem Wasser nicht über 2000 µs/cm und bei nicht aufbereite-
tem Wasser nicht unter 600 µs/cm liegen sollte.
- Zur Vorbeugung von Korrosion muss der pH-Wert der Anlage zwischen 7,5 und 9,5 liegen.
- Den maximalen Chloridgehalt überprüfen, der unter 250 mg/l liegen muss.
Für die Gebrauchsmengen und -Modalitäten in Bezug auf die Produkte zur Aufbereitung des Wassers siehe die vom Hersteller
dieser Produkte vorgesehenen Anleitungen.
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Das Diagramm bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Daher müssen auch die ordentlichen und außeror-
dentlichen Wartungen berücksichtigt werden, die die Entleerung und das Auffüllen der betreffenden Anlage beinhalten.
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Legende (Abb. 43):
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- Gesamthärte des Was-
sers °F
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- Liter Anlagenwasser
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