Aufbau und Wirkungsweise
Die höchste Dichtheit erreicht die Klappe, wenn sie beim
Einbau in das Rohrleitungssystem entsprechend der be-
vorzugten Druckkraftrichtung (FTC) betrieben wird.
Die bevorzugte Druckkraftrichtung ist mit einem Pfeil an
der Seite des Gehäuses gekennzeichnet.
Sicherheitsstellungen
Ob die Klappe eine definierte Sicherheitsstellung bei Aus-
fall der Hilfsenergie einnimmt und ggf. welche, ist abhän-
gig vom eingesetzten Antrieb, vgl. zugehörige Antriebsdo-
kumentation.
Die Stellung der Scheibe wird über zwei rote Punkte kurz
über der Stopfbuchse an der Welle angezeigt.
Bei geschlossener Klappe ist die gedachte Verbindungs-
achse der roten Markierungen rechtwinkelig zur Durch-
flussrichtung.
Beim Drehen der Antriebswelle im Uhrzeigersinn schließt
die Klappe (rechtsdrehend schließend).
Bild 3-2: Stellungsanzeige
Stellgerät durch Federn schließend (FS)
Bei Verringerung des Stelldrucks oder bei Ausfall der Hilfs-
energie bewegen die Federn die Antriebswelle mit dem
Uhrzeigersinn und schließen die Klappe.
Das Öffnen der Klappe erfolgt bei steigendem Stelldruck
gegen die Kraft der Federn.
Stellgerät durch Federn öffnend (FÖ)
Bei Verringerung des Stelldrucks oder bei Ausfall der Hilfs-
energie bewegen die Federn die Antriebswelle gegen den
Uhrzeigersinn und öffnen die Klappe.
Das Schließen der Klappe erfolgt bei steigendem Stell-
druck gegen die Kraft der Federn.
3-2
3.1 Varianten
Für sehr hohe oder tiefe Temperaturen kann die Klappe
mit einer Gehäuseverlängerung ausgeführt und z.B. mit ei-
ner Cold-Box-Haube isoliert werden.
Diverse Varianten und Sonderausführung, wie z. B. Heiz-
mantelgehäuse, Sperrgasanschlüsse, außenliegende La-
gerstellen, Sauerstoffausführungen, TA-Luft Dichtungen
etc. sind auf Anfrage erhältlich.
3.2 Zusätzliche optionale Komponenten
am Stellgerät
Gehäuseverlängerung
Stellgeräte werden standardmäßig bei Betriebs- bzw. Desi-
gntemperaturen kleiner -60 °C (-76 °F) oder über 350 °C
(662 °F) mit einer Gehäuseverlängerung (Isolierteil) ausge-
stattet, vgl. Kapitel „5.2 Montage vorbereiten".
Greifschutz
Für Einsatzbedingungen, in denen ein erhöhtes Maß an Si-
cherheit notwendig ist (z. B. wenn das Stellgerät auch für
nicht geschultes Fachpersonal frei zugänglich ist), ist ein
Greifschutz vorzusehen, um eine Quetschgefahr durch be-
wegliche Teile (Antriebswelle) auszuschließen.
Die Entscheidung über die Verwendung eines Greifschut-
zes obliegt dem Anlagenbetreiber und ist abhängig vom
Gefährdungspotential der individuellen Anlage und ihren
jeweiligen Bedingungen.
Geräuschreduktion
Zur Verringerung von Geräuschemissionen können Innen-
garnituren mit Strömungsteilern eingesetzt werden.
Fixierte Montageplatten am Antrieb für Steuerungszube-
hör.
Für optimale Zugänglichkeit und Wartung kann das An-
triebszubehör je nach Anwendungsfall auf einer zentralen
Platte als Bedienerebene montiert werden.
Wetterschutz-Einrichtungen
Zum Schutz der Funktion des Stellgerätes vor Fressgefahr
durch Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Sand) zwischen
Stopfbuchse und Welle können auf Kundenanforderung
zusätzliche Abdeckbleche an der Montagebrücke ange-
bracht werden.
Zum Schutz des Antriebszubehörs (z. B. Magnetventile,
Stellungsregler) vor Sonne, Regen und anderen Umwelt-
einflüssen können auf Kundenanforderung zusätzliche
Schutzeinrichtungen angebracht werden.
Feuerschutzisolierung
Auf Kundenwunsch kann die Feuerfestigkeit des Stellge-
räts gegenüber der Einbauumgebung durch individuell an-
gepasste Feuerschutzeinrichtungen gesteigert werden.
EB LTR 43_DE
Ausgabe Juni 2025
Technische Änderungen vorbehalten