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TECHNIK IM DETAIL
Regelfunktionen des ACC
Die ACC-Regelung ist in die
fünf folgenden Regelfunktionen
aufgeteilt:
Temporegelung: Die
vom Fahrer gespeicherte
Geschwindigkeit wird
eingeregelt.
Abstandsregelung: Die
vom Fahrer gespeicherte
Geschwindigkeit wird
unter Berücksichtigung des
Abstands zu vorausfahrenden
Fahrzeugen eingeregelt.
Kurvenregelung: Bei Kurven-
fahrt wird die Geschwindig-
keit gegebenenfalls reduziert
und eine komfortable Schräg-
lage (z. B. 20°) angestrebt.
Zusätzlich wird die Brems-
und Beschleunigungsdyna-
mik mit zunehmender Schräg-
lage begrenzt, damit keine
plötzlichen Brems- bzw. Be-
schleunigungsmanöver den
Fahrer überraschen. Die Kur-
venregelung verhindert z. B.
unerwartete Beschleunigung
bei Objektverlust und zu hoch
gewählter Geschwindigkeit.
Ein Objektverlust kann entste-
hen, wenn in der Kurve das
Vorderfahrzeug nur noch ein-
geschränkt vom Radar erfasst
wird.
Überholassistent: In Folge-
fahrt kann der Fahrer durch
Blinken in Richtung der Über-
holrichtung die Funktion des
Überholassistenten auslösen.
Diese sorgt für eine Erhöhung
der Beschleunigung des eige-
nen Fahrzeugs und damit zu
einem flüssigen Überholma-
növer. Sollte kein Überholma-
növer durchgeführt werden,
verkleinert sich der Abstand
zum Vorausfahrenden kurzzei-
tig.
Überholverhinderung: Die
ACC Funktion verhindert, dass
ein Fahrzeug, für das kein
Überholvorgang bestimmt
ist, überholt wird. Dazu ge-
hört zum Beispiel ein Fahr-
zeug, welches im Rechtsver-
kehr auf der linken Seite fährt
oder ein Fahrzeug, welches im
Linksverkehr auf der rechten
Seite fährt. Wird ein solches
Fahrzeug erkannt, wird der
Abstand zu diesem eingere-
gelt. Ein kurzes Gasgeben
oder Blinken zur entgegen-
gesetzten Seite sorgt für die
Abschaltung der Überholver-
hinderung.